Werder-Sportchef dementiert Rekordtransfer

Baumann: „Wir können uns das leisten“

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Werder-Sportchef Frank Baumann in einer Medienrunde kurz nachdem das Winter-Transferfenster am Mittwochabend geschlossen hat. Er wirkte geschafft.

Bremen - Frank Baumann wirkte erleichtert, als er am Mittwochabend nach Ende der Transferperiode vor die Medien trat.

„Wir sind sehr zufrieden“, sagte der Sportchef des SV Werder: „Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben.“ Billig war das allerdings nicht. Die Ablösesummen für die Neuzugänge sollen insgesamt bei über zehn Millionen Euro liegen, doch dem widersprach Baumann energisch.

Da ist vor allem der Fall Milot Rashica. Dessen bisheriger Club Vitesse Arnheim rühmt sich mit einem „Traumtransfer“, hat die Ablöse mit allen zu erwartenden Bonuszahlungen auf über zehn Millionen Euro hochgerechnet. 

Damit wäre der erst 21-Jährige Werders teuerster Einkauf in der Vereinsgeschichte. Den Rekord hält bislang Marko Marin mit 8,2 Millionen Euro. „Stimmt nicht“, sagte Baumann: „Das ist nicht unser Rekordtransfer, weder von der Ablösesumme und schon gar nicht vom Gesamtpaket her.“ 

Aber der Sportchef gab schon zu, „dass es viel Geld für Werder Bremen ist – ein großes Investment.“ Allerdings eines, was sich auszahlen soll – nicht nur sportlich. Baumann sprach von „Werte schaffen“. Sein Vorgänger, also Thomas Eichin, hätte Rashica als Mehrwertspieler bezeichnet, der irgendwann viel mehr in die Kassen spülen wird, als er gekostet hat.

Besser als Streik-Profi Lamine Sane

Das Problem: Der Einsatz dafür ist sehr hoch. „Ja, es ist ein gewisses Risiko, aber ein überschaubares“, meinte Baumann. Durch die lange Vertragslaufzeit von viereinhalb Jahren seien die Auswirkungen auf die Bilanz für diese Saison auch nicht so gravierend. „Wir können uns das leisten“, betonte Baumann: „Wir müssen deshalb im Sommer keine Spieler verkaufen.“ Er wollte auch nichts von einem Sinneswandel, also einer neuen Risikobereitschaft bei Werder wissen. Und schon gar nicht gehe es darum, die eigene Position zu stärken: „Ich mache nichts, um in der Öffentlichkeit gut dazustehen, sondern es muss uns helfen.“

Neuzugang Sebastian Langkamp am Mittwochnachmittag bei seiner Vertragsunterschrift mit Werder-Sportchef Frank Baumann.

Baumann ist fest davon überzeugt, dass sich Werder verbessert hat. Auch die Ablöse für Sebastian Langkamp (geschätzte zwei Millionen Euro) sei gut angelegt, der Berliner besser als Streik-Profi Lamine Sane. Das gelte auch für Rashica im Vergleich mit Izet Hajrovic (Zagreb) und Marco Friedl im Vergleich mit Ulisses Garcia (Nürnberg).

Baumann wirkte geschafft

Sechs Transfers in einem Monat, Baumann wirkte durchaus etwas geschafft. Aber mit langer Ruhe bei diesem Thema rechnet er nicht. „Bald gibt es die ersten Sommer-Gerüchte und dann auch die Fragen dazu“, meinte der Sportchef – und grinste...

Unterdessen wurde bekannt, dass bei den Stadion-Security von Werder Bremen und dem SC Paderborn zwei Sicherheitskräfte mit Kontakten zu gewaltbereiten Islamisten gearbeitet haben sollen.

Quelle: DeichStube

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