Dreier- und Viererkette

Kohfeldts Kettenreaktion: Warum Werder weiter auf zwei Abwehr-Systeme setzt

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Ob Dreier- oder Viererkette: Werder Bremen plant in der Innenverteidigung sicher mit Niklas Moisander (l.) und Ömer Toprak.

Palma – Es ist ein beliebtes Modell in den Trainingseinheiten des SV Werder Bremen auf Mallorca. Florian Kohfeldt lässt die vermeintliche A-Elf mit einer Dreierkette spielen, während das andere Team die Abwehr zur Viererkette formiert.

So machte es der Werder-Coach dann auch im Testspiel gegen den AC Monza (2:2) am Montagabend. Niklas Moisander, Ömer Toprak und Sebastian Langkamp bildeten während des ersten Teils der Partie das Trio in der Defensive. Was die Fragen aufwirft: Ist die Dreierkette bei Werder Bremen jetzt erste Wahl? Hat sich der Trainer nach 41 Gegentoren in der Hinrunde auf ein System festgelegt?

Werder Bremen: Wechselspiel zwischen Dreier- und Viererkette

Es gäbe gute Argumente dafür. Besser eine Variante perfekt beherrschen als zwei nicht so richtig, wäre zum Beispiel eines. Kohfeldt gibt sogar zu: „Wir haben in der Winterpause überlegt, ob es Sinn macht, sich auf ein System festzulegen.“ Doch mit seinem Trainerteam hat er sich dagegen entschieden. „Wir sind klar bei der Erkenntnis geblieben, dass wir variabel und damit für den Gegner nicht ausrechenbar sein wollen.“

Also bleibt es beim Wechselspiel zwischen Dreier-und Viererkette. „Gleichberechtigte Systeme“ seien das bei ihm, meint der Chefcoach. Dass ein Wechsel des Systems immer auch einen Wechsel des Personals bedeuten kann, nimmt er in Kauf. Fix sind in den Planungen der beiden Möglichkeiten die Innenverteidiger Ömer Toprak und Niklas Moisander sowie Linksverteidiger Ludwig Augustinsson, wenn er nach seinem Muskelfaserriss wieder fit ist.

Werder Bremen mit Leonardo Bittencourt als Außenverteidiger?

Auf der rechten Seite kommen Milos Veljkovic und Sebastian Langkamp als dritte Kraft einer Dreierkette infrage. Bei einer Viererkette wäre es, solange Theodor Gebre Selassie noch ausfällt (was nach Stand der Dinge noch einige Wochen ist), Michael Lang. Es sei denn, er knüpft an seine schwachen Vorstellungen zu Hinrundenende an. Gegen Monza hätte der Schweizer aber als rechter Verteidiger der Viererkette der A-Elf gespielt. Doch für die Dreierkette bekam Benjamin Goller den Vorzug.

„Die Jungen machen Druck. Benni hat im Training einen wirklich guten Eindruck gemacht“, erklärte Florian Kohfeldt die Maßnahme. Möglich aber auch, dass der 21-Jährige einfach nur als offensivstarke Lösung Leonardo Bittencourt (fehlte mit leichten Sprunggelenksproblemen) imitieren sollte. „In einer Dreierkette sind grundsätzlich offensivstarke Außenverteidiger gefragt. Leo kann das taktisch spielen“, so Kohfeldt: „Hätten wir aber mit Viererkette gespielt, hätte Michael auf der Position angefangen.“ (csa)

Quelle: DeichStube

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