Abstieg aus der Dritten Liga steht bevor

Kohfeldt über die U23: Regionalliga hätte auch Vorteile

Schwere Zeiten: Marc-Andre Kruska (links) und Jannes Vollert droht mit Werders U 23 der Abstieg in die Regionalliga.
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Schwere Zeiten: Marc-Andre Kruska (links) und Jannes Vollert droht mit Werders U 23 der Abstieg in die Regionalliga.

Bremen - Sieben Spieltage vor dem Saisonende weist Werders U23 als Tabellenletzter nahezu uneinholbare 13 Punkte Rückstand aufs rettende Ufer in der Dritten Liga auf. Der Regionalliga-Abstieg steht unmittelbar bevor.

Selbst wenn neben der kleinen sportlichen noch die theoretische Chance besteht, den Klassenerhalt am grünen Tisch zu schaffen, weil ein Kontrahent die Lizenz nicht bekommt – bei Werder stellen sie sich auf den Gang in die Regionalliga ein.

„Der realistische Blick ist immer der richtige“, sagt Profitrainer Florian Kohfeldt, der die U23 selbst ein Jahr lang betreut hat, bevor er Ende Oktober 2017 in die Bundesliga befördert wurde. Für Kohfeldt wäre der Abstieg seines alten Teams zwar „eine Sache, die ich sehr bedauern würde.“ Der Coach sieht darin allerdings auch Vorteile.

Auch in der Regionalliga ist die Talentförderung möglich

„Generell ist Talentförderung in beiden Ligen möglich“, betont Kohfeldt. Das Ganze müsse nur entsprechend anders geplant werden. „In der Regionalliga sind andere Schwerpunkte sinnvoll“, weiß der Trainer. Da Härte und Professionalität in Deutschlands vierthöchster Spielklasse in etwas geringerem Ausmaß vorhanden sind, müsse der Fokus eher auf den technisch-taktischen Bereich gelegt werden. „Das kann man in der Regionalliga sogar besser ausbilden als in der Dritten Liga, weil man dort mehr ins Fußballspielen kommt“, erklärt Kohfeldt.

Die Elemente, die bei einem Abstieg verloren gehen, will Werder anderweitig auffangen. „Das bedeutet vielleicht mehr Profitraining für den einen oder anderen“, sagt Kohfeldt. Und weiter: „Bei Spielern, die auf einer Zwischenstufe stehen, denkt man dann eventuell eher über eine Ausleihe nach.“

Kohfeldt will Schmidt bei Werder halten

Einer dieser Spieler könnte Niklas Schmidt sein. Der 20-Jährige war schon mal Teil des Profikaders, kam sogar einmal in der Bundesliga zum Einsatz, musste dann aber wieder zurück zur U23, für die er in der laufenden Saison 23 Spiele bestritt. „Niklas ist wirklich ein sehr talentierter Spieler, den wir nicht verlieren wollen“, sagt Kohfeldt und kündigt baldige Gespräche mit Schmidt und dessen Berater an: „Wir werden mit ihm und seinem Berater bereden, wie es weitergeht.“

Für die verbleibenden Saisonspiele wünscht Kohfeldt der U23, dass sie sich von der Tabelle freimachen kann. „Wer die erste Halbzeit gegen Paderborn gesehen hat, weiß, dass diese Mannschaft lebt.“ Am Ende verlor der Werder-Nachwuchs um Trainer Sven Hübscher nach guter Leistung allerdings mit 0:2 gegen den Spitzenreiter. Es war das 27. Spiel am Stück ohne Sieg. Sieben Versuche bleiben noch, um die schwarze Serie zu beenden. Für Kohfeldt ist aber sowieso klar, egal, was passiert: „Die U23 bleibt unsere wichtigste Ausbildungsmannschaft.“

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Quelle: DeichStube

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