Trainer-Wechsel zum VfL Wolfsburg offiziell

Florian Kohfeldts neuer Job beim VfL Wolfsburg bringt dem SV Werder Bremen etwa 1,5 Millionen Euro

Vom Absteiger zum Champions-League-Teilnehmer: Florian Kohfeldt, Ex-Trainer des SV Werder Bremen, übernimmt den VfL Wolfsburg.
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Vom Absteiger zum Champions-League-Teilnehmer: Florian Kohfeldt, Ex-Trainer des SV Werder Bremen, übernimmt den VfL Wolfsburg.

Bremen – Natürlich hat er ihm gratuliert. Nicht nur, weil es sich unter Freunden so gehört, sondern auch, weil Frank Baumann und der SV Werder Bremen nicht unwesentlich davon profitieren, dass Florian Kohfeldt im VfL Wolfsburg nur fünf Monate nach seiner Freistellung in Bremen einen neuen Arbeitgeber gefunden hat. Baumann kann den ehemaligen Chefcoach nun von der eigenen Gehaltsliste streichen. „Es ist kein Geheimnis, dass wir jetzt Einsparungen haben“, sagt Baumann.

Weil der Vertrag von Florian Kohfeldt noch bis zum 30. Juni 2023 datiert war, nun aber aufgelöst wurde, kann Werder Bremen etwa 1,5 Millionen Euro, die in Summe für fortlaufende, monatliche Zahlungen eingerechnet werden mussten, anders verplanen. Für die Bremer ist das in der aktuell schwierigen finanziellen Lage eine bedeutende Summe.

Zudem: Weil Baumann mit Kohfeldt bei Vertragsverlängerung keine Auflösungsvereinbarung – was für die Clubs in 100 Prozent aller Fälle eine satte Einmalzahlung bedeutet – getroffen hatte, ist Werder Bremen nun auf nur einem Erstliga- und vier Zweitliga-Gehältern sitzengeblieben. Aus Baumanns Sicht war das letztendlich gut gepokert. Die Erwartung, dass Florian Kohfeldt seinen Vertrag nicht aussitzen würde, hat sich erfüllt.

Werder Bremen: VfL Wolfsburg für Trainer Florian Kohfeldt ein nicht unbedingt zu erwartender Volltreffer

Und dann hat der 39-Jährige, dessen Trainerkarriere bei Werder Bremen furios gestartet war, dann mit der sportlichen Talfahrt der vergangenen zwei Jahre aber einen Knick nach unten genommen hatte, auch noch einen Club wie den VfL Wolfsburg bekommen. Die „Wölfe“ spielen aktuell in der Champions League, haben immer internationale Ambitionen und weit weg von Bremen, Kohfeldts Wohnort und Heimat, ist die VW-Stadt auch nicht. Für ihn sicherlich ein nicht unbedingt zu erwartender Volltreffer, nachdem er bei Werder den Abstieg zu verantworten hatte.

Dass der „Trainer des Jahres 2018“ bei ambitionierten Vereinen auf der Liste stand, war und ist für Baumann allerdings keine Überraschung. „Ich freue mich jetzt für ihn und wünsche ihm auf seiner neuen Station alles Gute“, wiederholt der Werder-Geschäftsführer gegenüber der DeichStube, was er Florian Kohfeldt zuvor auch schon persönlich übermittelt hatte. (csa) Transfer-Gerücht: Ist Werder Bremen an Komnen Andric von Dinamo Zagreb interessiert?

Lest dazu auch das große DeichStube-Interview mit Ex-Werder-Trainer Florian Kohfeldt: „Den Flo habe ich in Bremen gelassen!

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