Werder in der Krise

Florian Kohfeldt verliert seine Wirkung als Werder-Coach - ein Kommentar

Trainer Florian Kohfeldt muss mit Werder Bremen dringend wieder punkten, sonst wird wohl auch er nicht ewig zu halten sein.
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Trainer Florian Kohfeldt muss mit Werder Bremen dringend wieder punkten, sonst wird wohl auch er nicht ewig zu halten sein.

Ein Kommentar von Björn Knips. Natürlich wäre es vermessen gewesen, von Werder Bremen ausgerechnet in Leipzig die Wende zu erwarten – beim Tabellenzweiten, der in ein paar Tagen ein Achtelfinale in der Champions League spielt. Doch das darf nicht als Ausrede herhalten, derart chancenlos gewesen zu sein.

Zu keinem Zeitpunkt der Partie kam das Gefühl auf, dass diese Bremer irgendjemandem schaden könnten – außer sich selbst. Und der Gegner musste sich nicht mal verausgaben, um die drei Punkte einzufahren. Jeder weiß doch inzwischen, dass die Grün-Weißen irgendwann Tore verschenken. Diesmal wieder bei Standards. Das große Problem der Hinrunde schien behoben, doch es bleibt ein treuer Begleiter des SV Werder Bremen. Genauso wie das Verletzungspech. Fin Bartels und Ömer Toprak verletzten sich im Training, Kevin Vogt im Spiel.

Nachdem die Sondermaßnahme Kurz-Trainingslager nur zur nächsten Niederlage und dem bereits siebten Liga-Spiel in Folge ohne eigenen Treffer geführt hat, stellt sich mehr denn je die Frage: Wie soll das mit dem Klassenerhalt überhaupt noch klappen? Florian Kohfeldt tut zwar alles, um sein Team aus der Krise zu führen, aber die Maßnahmen fruchten nicht. Beispiel: Noch am Donnerstag war extra das Verhalten bei Defensivstandards trainiert worden. In Leipzig fällt dann nach 16 Minuten das 0:1 – nach einem Standard.

Werder Bremen: Erreicht Trainer Florian Kohfeldt die Spieler nicht mehr?

Der Verdacht liegt nahe, dass Kohfeldt die Spieler nicht mehr erreicht. Doch die Profis beteuern, dass es nicht so ist, nennen ihren Coach einen Top-Trainer. Auch Sportchef Frank Baumann erstickt jede Trainerdiskussion im Keim. Und Kohfeldt hält sich ebenfalls für den richtigen Mann in der Krise bei Werder Bremen. Aber nach acht Niederlagen in den letzten neun Bundesliga-Spielen sind Zweifel angebracht. Und das liegt nicht allein an den Ergebnissen, sondern vor allem an den schwachen Auftritten.

Es gab nur eine Ausnahme: den Pokal-Coup gegen Borussia Dortmund. Ohne dieses Gegenbeispiel wäre Kohfeldt vielleicht schon gar kein Trainer mehr bei Werder Bremen. An diesen Auftritt klammern sich Spieler, Sportchef und Trainer – quasi als Beweis, dass sie es noch zusammen hinbekommen. Doch diese Erinnerung verblasst. Wird sie nicht ganz schnell aufgefrischt, ist auch ein Kohfeldt nicht mehr zu halten, weil er im Abstiegskampf keine Wirkung mehr erzielt. Da mag es ein Hoffnungsschimmer sein, dass am Samstag erneut der BVB ins Weserstadion kommt.

Quelle: DeichStube

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