Stürmer bekommt Kettenhund

„Kruse wird verfolgt“

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Max Kruse, hier im Zweikampf mit Marco Höger, hatte gegen Köln nur selten viel Platz.

Bremen - Wenn Werder gewinnt, dann hat fast immer auch Max Kruse seine Füße im Spiel. Doch beim 3:1-Erfolg gegen den 1. FC Köln blieb der Angreifer nicht nur ohne Tor und Assist, sondern für seine Verhältnisse auch insgesamt eher unauffällig.

Doch diesem allgemeinen Eindruck widerspricht Florian Kohfeldt vehement: „Für mich war Max fast der beste Mann auf dem Platz.“ Kruse müsse inzwischen anders bewertet werden, er habe mit einem großen Handicap zu kämpfen.

„Max wird verfolgt – und zwar quer über den Platz“, erklärt Kohfeldt. Wie zuletzt fast immer bekommt Kruse spätestens in der gegnerischen Hälfte einen Kettenhund an seine Seite – und der bearbeitet ihn so hart, wie es nur geht. „Trotzdem öffnet Max das Spiel, hat Aktionen, findet Räume“, hebt Kohfeldt hervor und freut sich: „Wir haben immer darüber geredet, dass wir die Räume, die sich dann öffnen, besser anlaufen müssen – und das kriegen wir hin.“ Speziell Florian Kainz hätte das gegen Köln gut gemacht, aber auch Zlatko Junuzovic oder Maximilian Eggestein.

Werder-Trainer Kohfeldt lobt Kruses Flexibilität

Nun hofft der Werder-Coach auf die nächste Entwicklungsstufe, dass die Spieler sich andere Optionen suchen, wenn es über Kruse nicht funktioniert. „Vielleicht kommen wir irgendwann dahin, dass sich die Gegner nicht mehr nur auf Max konzentrieren können“, wünscht sich Kohfeldt.

Weniger Abhängigkeit von einem Spieler wäre sicher gut. Aber damit will der Trainer keineswegs die Bedeutung Kruses herunterspielen. „Die ist weiterhin immens für uns. Wie Max alles organisiert, auch defensiv, das ist stark. Gegen Köln hat er irgendwann sogar auf der Acht gespielt – und auch diese Aufgabe erfüllt er“, lobt Kohfeldt und urteilt: „Max ist halt ein sehr intelligenter Spieler.“

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