Handspiel-Debatte nach 2:2 gegen Dortmund

Kohfeldt und das Kaninchen-Problem

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Werder-Trainer Florian Kohfeldt haderte nach dem 2:2 gegen Borussia Dortmund wieder über eine Schiedsrichter-Entscheidung.

Bremen – Für Florian Kohfeldt war es „ein glasklarer Handelfmeter“, doch der Widerspruch ließ nicht lange auf sich warten.

Jochen Drees, beim DFB der Projektleiter Videobeweis, bewertete die Szene aus der 78. Minute während Werders Heimspiel gegen Borussia Dortmund gänzlich anders. Im „ZDF Sportstudio“ stärkte er Schiedsrichter Marco Fritz, der auch nach Ansicht der TV-Bilder beim Stand von 2:2 nicht auf Strafstoß entschieden hatte, den Rücken.

Drees: Kein strafbares Handspiel von Götze

Auch für Drees war es kein absichtliches Handspiel, also kein strafbares Vergehen von Mario Götze gewesen. An die Adresse von Kohfeldt sagte er: „Ich glaube, wenn er mit ein bisschen Abstand darauf schaut, wird er auch zu dem Ergebnis kommen: Den Elfmeter möchte ich auch nicht gegen mich haben.“ Eine Aussage, die Kohfeldt nicht unbedingt beruhigt haben dürfte.

Denn schon kurz nach dem Dortmund-Spiel hatte er sich über einen Satz von Schiedsrichter-Experte Markus Merk geärgert. „Eben habe ich gehört, dass Herr Merk bei Sky gesagt hat: Das ist ein Weg zurück zur Normalität“, sagte der Trainer – und erinnerte an das bittere Pokal-Aus vor zwei Wochen, als Werder gegen Bayern fälschlicherweise einen Strafstoß gegen sich bekommen hatte. Eine Entscheidung, die Drees hinterher öffentlich als falsch einräumte.

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Kohfeldt: „Schwer, die Beherrschung zu behalten“

„Jeder weiß, was hier passiert ist. Und heute wird uns gesagt: Zur Normalität zurück“, ärgerte sich Kohfeldt. Und weiter: „Zwei Wochen waren wir das Zwergkaninchen, das jeder streicheln will, weil es benachteiligt wird, und jetzt sind wir diejenigen, die das aushalten sollen, dass der Weg zurück zur Normalität kommt? Es ist für uns schwer, dauerhaft die Beherrschung zu behalten.“

Drees zeigte zwar durchaus Verständnis für den Ärger des Bremer Coaches, hielt den Hinweis auf den Pokalabend aber für unpassend: „Herr Kohfeldt hat da Äpfel mit Birnen verglichen. Ich kann aber verstehen, dass da berechtigt Frust herrscht, weil er das Pokalspiel anspricht. Das hat aber nichts mit der Auslegung dieser Situation zu tun.“

Quelle: DeichStube

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