„Wir haben es uns schön geredet“

Kohfeldt haut drauf - und Kruse findet es gut

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„Florian weiß, wann der Zeitpunkt gekommen ist, die Mannschaft anders anzufassen“, sagt Werder-Kapitän Max Kruse über Trainer Kohfeldt.

Bremen - In der Krise muss es auch mal krachen. Es war offenbar ziemlich laut am Dienstag in der Werder-Kabine. Coach Florian Kohfeldt hatte schon kurz danach öffentlich erklärt, deutliche Worte vor der Mannschaft gefunden zu haben, um sie auf das wichtige Heimspiel am Freitagabend gegen Fortuna Düsseldorf einzustimmen.

Kapitän Max Kruse bestätigte dies nun im Interview mit dem TV-Sender Eurosport und verriet, dass es auch einen anderen Florian Kohfeldt gibt als „diesen angenehmen Typen, den alle sehen und dem man diesen Hau-drauf-Mechanismus gar nicht zutraut“. Genau das hat Kohfeldt offenbar gemacht – und Kruse fand es gut. „Florian weiß, wann der Zeitpunkt gekommen ist, die Mannschaft anders anzufassen. Er hat die richtigen Worte gefunden.“ Allerdings hatte Kruse dieser Aussage auch einen interessanten Satz vorangestellt: „Eine Zeitlang haben wir es laufen lassen.“

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Kruse: „... dann lässt du das eine oder andere schleifen“

Damit nahm er – bewusst oder unbewusst – den Trainer durchaus mit ins Boot, das nach sehr gutem Start ordentlich ins Wanken geraten ist. „Wenn du auf einer Erfolgswelle bist, dann lässt du das eine oder andere auch mal schleifen“, gestand der 30-Jährige: „Das kannst du vielleicht machen, wenn du der FC Bayern oder Borussia Dortmund bist. Die kriegen das irgendwie hin. Aber eine Mannschaft wie wir muss immer ans Maximum gehen.“

Genau das ist Werder in den vergangenen Wochen offenbar nicht gelungen. Kruse: „Wir haben es uns schön geredet, weil wir 17, 18 Punkte hatten und dachten, das wird schon wiederkommen.“ Doch es kam nicht. Der 2:6-Heimklatsche gegen Leverkusen folgten die Niederlagen in Mainz und gegen Mönchengladbach. Der späte Ausgleich in Freiburg war ein Lichtblick, auf den gleich wieder mit der 1:2-Niederlage gegen die Bayern ein Schatten fiel.

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Kruse sieht das Ziel Europa noch nicht in Gefahr

„Es ist höchste Zeit, sich darauf zu fokussieren, was uns stark gemacht hat“, forderte Kruse: „Wir müssen zusammen bleiben, um aus diesem Tal herauszukommen.“ Und Werder müsse unbedingt an der offensiven Spielweise festhalten. „Aber wir dürfen dabei das Verteidigen nicht vergessen“, mahnte der Kapitän. Natürlich würde auch er sich hinterfragen, „aber es geht immer nur im Gemeinschaftsverbund“.

Das Ziel Europa sieht Kruse noch längst nicht in Gefahr, der Abstand zu den internationalen Plätzen sei doch nicht so groß. Und in der Tat: Als Tabellenneunter liegt Werder nur drei Zähler hinter Hoffenheim auf Rang sechs und damit der Europa League. Doch der Trend mit vier Pleiten und einem Unentschieden aus den letzten fünf Spielen spricht gegen die Bremer. Gegen Düsseldorf muss die Wende kommen. Kohfeldt hat seinen Teil dazu laut Kruse schon geleistet: „Er hat den Weg gefunden, den man in diesem Moment finden muss.“ Jetzt ist die Mannschaft dran – am Freitagabend ab 20.30 Uhr gegen Fortuna Düsseldorf.

Quelle: DeichStube

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