Verwirrung um Bekanntgabe und späte Bestätigung

Peinliche Panne begleitet Kohfeldt in die Zukunft

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Werder-Coach Florian Kohfeldt und Sportchef Frank Baumann.

Bremen - Die Nachricht an sich ist keine große Überraschung mehr, die Art und Weise, wie Werder Bremen sie am Montagnachmittag verkündet hat, dafür umso mehr.

Auf seiner eigenen Internetseite gab der Verein höchst offiziell bekannt, dass Florian Kohfeldt auch im neuen Jahr Cheftrainer der Bundesliga-Mannschaft bleibt – so weit, so erwartbar. Kurz darauf war der Text allerdings wieder aus dem Internet verschwunden. Hatte da etwa jemand zu früh auf den Knopf gedrückt? Genau so war es. Im Text heißt es „Das bestätigten Geschäftsführer Frank Baumann und Florian Kohfeldt am Dienstagnachmittag“. Hut ab, Werder ist sich selbst zuvorgekommen! Am eigentlichen Inhalt der Mitteilung gab es indes nichts zu rütteln: Es geht mit Kohfeldt in die Zukunft. Das bestätigte am späten Montagabend Club-Sprecher Michael Rudolph der DeichStube.

Sportchef Baumann betont in dem Phantom-Text: „Unabhängig vom Ausgang des Pokalspiels gegen den SC Freiburg sehen wir die gewünschte Weiterentwicklung der Mannschaft und möchten Florian die Möglichkeit geben, seine Arbeit dauerhaft fortzusetzen.“ Über die Vertragslaufzeit gab Werder nichts bekannt. Ein Satz von Baumann ließ aber tief blicken: „Das Ziel muss es jetzt sein, den Klassenerhalt zu sichern und die Mannschaft in der kommenden Saison weiter zu entwickeln. Wir hoffen auf eine lange Zusammenarbeit.“ Es dürfte also klar sein, dass Kohfeldt planmäßig über den kommenden Sommer hinaus bleibt. Mindestlaufzeit demnach 2019.

Club-Sprecher erklärt das peinliche Missgeschick

Eigentlich hatte Baumanns Zeitplan vorgesehen, die Frage nach der Zukunft des Trainers erst nach dem Pokalspiel gegen Freiburg öffentlich zu beantworten. Das hatte er in den vergangenen Wochen mehrfach betont und am Montagvormittag noch einmal wiederholt. Während der Pressekonferenz vor dem Freiburg-Spiel erklärte er, dass es „keinen neuen Stand“ gibt. Beinahe zeitgleich tauchte jedoch die Vollzugsmeldung auf „werder.de“ auf. Nachdem sie wieder von der Seite gelöscht worden war, schwieg sich Werder bis zum späten Montagabend zu dem Thema aus und sorgte damit für Verwirrung. Dann meldete sich Mediendirektor Rudolph und erklärte das Missgeschick: „Es ist ein Fehler bei der Vorbereitung der Meldung passiert. Wir haben uns dafür bei der Geschäftsführung entschuldigt.“ Die peinliche Panne bei der Bekanntgabe der wichtigsten Personalie im Verein war freilich nicht mehr rückgängig zu machen.

Kohfeldt freut sich über großes Vertrauen

Florian Kohfeldt selbst kann das herzlich egal sein. Der 35-Jährige freut sich zu Recht über das große Vertrauen, das ihm der Verein entgegenbringt und blickt bereits auf die kommenden Herausforderungen. „Wir haben eine Mannschaft, in der das Potenzial für die erste Liga steckt. Das wollen wir in der zweiten Saisonhälfte konstant auf dem Platz zeigen“, wird er zitiert. Und weiter: „Mit einem Sieg im Pokal gegen Freiburg möchten wir uns Rückenwind für unsere konzentrierte Arbeit in der Vorbereitung holen.“

Die beginnt für die Bremer am 1. Januar mit der Reise ins Wintertrainingslager. Bis zum 8. Januar trainiert das Team im spanischen Alicante, ehe am 13. Januar der Rückrundenauftakt gegen 1899 Hoffenheim im Weserstadion ansteht. Dass Werder im Winter in den Süden fliegt, hatte Kohfeldt kurz nach der Amtsübernahme von Alexander Nouri veranlasst. Dass er mit im Flieger sitzen würde, dürfte er schon seit einiger Zeit gewusst haben. Alles andere wäre bei seiner guten Bilanz von zehn Punkten aus sieben Spielen und der Entwicklung der Mannschaft unter seiner Regie eine dicke Überraschung gewesen.

Florian Kohfeldt: Seine Karriere in Bildern

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Quelle: DeichStube

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