Zwei Tore gegen VfL Wolfsburg

Kainz krönt sich selbst

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Florian Kainz erzielte gegen den VfL Wolfsburg seinen ersten Doppelpack für Werder Bremen.

Bremen - Man muss sich das mal vorstellen, es einfach mal auf der Zunge zergehen lassen: Als Florian Kainz den Anlauf vor seinem Schuss zum 2:0 begann, da lief der Österreicher praktisch auf das eigene Tor zu.

So groß war der Bogen, den Kainz an der gegnerischen Strafraumkante um den Ball herum machte, um ihn dann aus der vollen Bewegung heraus perfekt ins lange Eck zu drehen. „Es hat alles gepasst. Das war eines der schönsten Tore meiner Karriere“, freute sich der Mann des Tages nach dem Schlusspfiff.

Kainz macht sein bisher bestes Spiel für Werder

Und das hatte er sich auch redlich verdient. Schließlich hatte Kainz bei Werders 3:1 (2:0)-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg nicht nur das beschriebene Traumtor erzielt – nein! Der Österreicher hatte insgesamt sein bisher bestes Spiel im Werder-Trikot gemacht und seinen Auftritt auch noch mit dem entscheidenden Treffer zum 3:1 gekrönt.

Nun ist Florian Kainz kein Mensch, der zu sichtbaren Gefühlsausbrüchen neigt. Er bleibt lieber sachlich, schaut genau hin, ordnet ein. So auch am Sonntagabend. „Alles hat bei mir heute nicht nicht gepasst. Ich habe schon ein paar Fehler gemacht und bin nicht zu 100 Prozent zufrieden“, erklärte er. Es war einSatz, der irgendwo zwischen Understatement und Professionalität einzuordnen war.

Augustinsson lobt: „Er war heute fantastisch“

Denn die Fehler, die Kainz gemacht hatte, fielen in der Endabrechnung nicht mehr ins Gewicht. Was blieb, waren seine zwei Tore, seine 31 Sprints, seine vier Abschlüsse und seine fünf Flanken. Mit 54 Ballkontakten stand zudem außer Max Kruse (57) kein anderer Bremer öfter im Mittelpunkt des Geschehens.

„Ich freue mich, wenn ich der Mannschaft helfen kann“, war noch so ein Kainz-Satz. Nun ja, und die Mannschaft freut das auch. „Er war heute fantastisch“, lobte Ludwig Augustinsson, der mit Kainz die linke Seite beackert hatte. „Florian arbeitet mit nach hinten, wir kombinieren vorne gut. Ich spiele gerne mit ihm zusammen!“

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Wieder ein Start nach Maß: Nach einer Ecke von Zlatko Junuzovic köpft Ludwig Augustinsson in der vierten Minute ein. Es war das erste Bundesliga-Tor des Schweden.
Wieder ein Start nach Maß: Nach einer Ecke von Zlatko Junuzovic köpft Ludwig Augustinsson in der vierten Minute ein. Es war das erste Bundesliga-Tor des Schweden. © Gumz
Werder war von Anfang an gut im Spiel und verteidigte die Wolfsburger Standards sehr abgezockt.
Werder war von Anfang an gut im Spiel und verteidigte die Wolfsburger Standards sehr abgezockt. © Gumz
Flitzeralarm in der elften Minute! Ein männlicher Zuschauer hat es tatsächlich aufs Feld geschafft, wird aber von Kruse dem Sicherheitspersonal übergeben.
Flitzeralarm in der elften Minute! Ein männlicher Zuschauer hat es tatsächlich aufs Feld geschafft, wird aber von Kruse dem Sicherheitspersonal übergeben. © nordphoto
Nach einer halben Stunde wurde Kruses Kopfball nach einer Ecke auf der Linie geklärt, dann knallte Moisander den Nachschuss an den Querbalken (31.).
Nach einer halben Stunde wurde Kruses Kopfball nach einer Ecke auf der Linie geklärt, dann knallte Moisander den Nachschuss an den Querbalken (31.). © Gumz
Vor der Pause schlug Werder doch nochmal zu. Kainz spielte einen Doppelpass mit Junuzovic und schlenzte die Kugel aus halblinker Position ins rechte Eck (40.). Ein Super-Tor!
Vor der Pause schlug Werder doch nochmal zu. Kainz spielte einen Doppelpass mit Junuzovic und schlenzte die Kugel aus halblinker Position ins rechte Eck (40.). Ein Super-Tor! © nordphoto
Kurz nach dem Seitenwechsel kommt Robin Knoche im Sechzehner zu Fall, weil Moisander ihn völlig unnötig zu Boden reißt. Den Elfmeter verwandelt Paul Verhaegh im Nachschuss zum 2:1 (49.).
Kurz nach dem Seitenwechsel kommt Robin Knoche im Sechzehner zu Fall, weil Moisander ihn völlig unnötig zu Boden reißt. Den Elfmeter verwandelt Paul Verhaegh im Nachschuss zum 2:1 (49.). © nordphoto
Werder war durch den Anschlusstreffer der Gäste verunsichert. Kohfeldt reagierte und brachte Thomas Delaney für Bargfrede ins Spiel (57.).
Werder war durch den Anschlusstreffer der Gäste verunsichert. Kohfeldt reagierte und brachte Thomas Delaney für Bargfrede ins Spiel (57.). © nordphoto
Von den Grün-Weißen war nicht mehr viel zu sehen – bis zur 72. Minute. Kruse behielt die Übersicht und fand Kainz, der von links aus spitzem Winkel ins Tor traf.
Von den Grün-Weißen war nicht mehr viel zu sehen – bis zur 72. Minute. Kruse behielt die Übersicht und fand Kainz, der von links aus spitzem Winkel ins Tor traf. © Gumz
Am Ende blieb es beim 3:1 für Werder dank den Toren von Augustinsson und Kainz. Damit feierten die Bremer den ersten Heimsieg in 2018.
Am Ende blieb es beim 3:1 für Werder dank den Toren von Augustinsson und Kainz. Damit feierten die Bremer den ersten Heimsieg in 2018. © nordphoto

Quelle: DeichStube

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