Florian Kainz kämpft sich aus der Versenkung

„Weiter so, Kainzi!“

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Florian Kainz hat sich in Erinnerung gebracht.

Bremen - Florian Kainz hat im Werder-Trainingslager in Andalusien auf sich aufmerksam gemacht. Startet der Offensivspieler jetzt so richtig durch?

Guter Laufweg, guter Schuss – leider kein Tor, aber immerhin ein Pfostenkracher. „Super, Kainzi, weiter so“, rief Kapitän Clemens Fritz seinem Mitspieler zu. Auch von den Kollegen gab es viel Beifall. Und Florian Kainz lächelte kurz. Ein seltener Moment im Training. Denn ansonsten wirkte der Österreicher in Alhaurin el Grande etwas verbissen bei den Einheiten, als wolle er seinen Durchbruch endlich erzwingen.

Nachvollziehbar, denn der 3,5-Millionen-Euro-Einkauf von Rapid Wien war in seinem ersten halben Jahr bei Werder eine Enttäuschung, doch nun kommt seine zweite Chance. Allerdings auch diese etwas mit Verspätung. Denn durch seine Erkältung verpasste Kainz die ersten Tage in Spanien. „Er hat dann auffällig trainiert“, lobt Trainer Alexander Nouri den Außenstürmer.

Und nicht nur dafür, denn Kainz konnte die guten Trainingseindrücke im Testspiel gegen Brügge bestätigen. „Er hat viele gute Aktionen in der Offensive gehabt. Das Tor hat er sehr gut vorbereitet, ist quer gelaufen und hat dann einen super Pass steil gespielt“, schwärmt Nouri vom 1:0. Theodor Gebre Selassie hatte den Kainz-Ball weitergegeben zu Johannes Eggestein, der nur noch einschieben musste.

Österreicher muss an Defensivverhalten arbeiten

Kainz jubelte ordentlich mit. Solche Szenen kann der 24-Jährige nach der Hinrunde mit nur zwei Einsätzen (33 Minuten im DFB-Pokal, vier in der Liga) gut gebrauchen. „Er hat für sich Argumente geliefert“, sagt Nouri und erinnert an den Ausfall von Izet Hajrovic (Kreuzbandriss): „Dadurch ist eine Position frei geworden, da freut uns das mit Florian natürlich.“

Denn nun ist Platz für Kainz. Er muss ihn auf der Außenbahn nur nutzen. Aber nicht nur offensiv. Das ist seine Stärke. Auch defensiv muss der Österreicher bundesligatauglich werden. In Ansätzen war das im Training und gegen Brügge schon besser. Aber um auch dafür ein Lob von Kapitän Fritz zu bekommen, muss Kainz weiter hart arbeiten.
kni

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