In Südafrika noch sehr oft individuell trainiert

Bartels bleibt vorsichtig, aber auch optimistisch

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Fin Bartels durfte in Südafrika nur Teile des Mannschaftstrainings mitmachen.

Johannesburg - Einmal, da war Fin Bartels in Johannesburg schon wieder ganz der Alte: Ein Sprint von der Mittellinie in den Strafraum – und dann vollstreckte der Werder-Profi eiskalt die Hereingabe des Kollegen.

Leider war es nur eine Trainingseinheit, spielen durfte Bartels in Südafrika noch nicht. Nach seinem Achillessehnenriss vor über einem Jahr ist immer noch Vorsicht geboten, aber dem Vereinsmedium „werder.de“ sagte der 31-Jährige immerhin: „Ich bin guter Dinge, dass ich mich wieder rankämpfen kann.“

Einen genauen Zeitplan nannte Bartels dabei nicht. Beim Rückrundenauftakt in gut einer Woche in Hannover wird er definitiv noch fehlen, auch in den Partien danach. Im Laufe der Rückrunde soll es aber schon noch mit dem Comeback klappen. „Ich kann peu à peu etwas mehr machen, wenngleich es immer noch sehr viel individuelles Training ist“, berichtete Bartels. Trainer Florian Kohfeldt rechnet mit einer dauerhaften Rückkehr ins Mannschaftstraining in vier bis sechs Wochen. „Ich bin zuversichtlich, noch in dieser Saison über eine Kadernominierung nachzudenken“, sagte der Coach nach dem Testspiel gegen Bidvest Wits (2:2).

Verfolgt das Werder-Trainingslager in Südafrika in unserem Ticker!

Bartels hat „Appetit auf mehr“

Bisher durfte Bartels nur Teile des Mannschafstrainings mitmachen – das Aufwärmen, das Kreisspiel, einige Passübungen und dann auch mal ein Torabschluss. „Das tut einfach gut, das macht Appetit auf mehr“, sagte der Angreifer. Allerdings war für ihn in Südafrika auch besondere Vorsicht geboten. „Natürlich muss ich mich etwas an die Gegebenheiten und den Untergrund anpassen, da braucht gerade ein gescholtener Körper etwas länger“, erzählte Bartels. Der Rasen in Randsburg war anders als in Bremen.

Am Samstag geht es zurück in die Hansestadt. Dann wird bei Bartels geschaut, wie sehr die Belastung gesteigert wird. Rückschläge sollen unbedingt vermieden werden, davon hat Bartels schon genug gehabt. „Das war die härteste Zeit, weil das Gefühl einem gesagt hat, man sei wieder dran, aber der Körper es doch noch nicht mitgemacht hat“, erinnerte sich Bartels. Jetzt soll es endlich nur noch vorwärts gehen. Johannesburg war da ein guter Schritt für den erfahrenen Stürmer.

Werder schafft nur ein 2:2 gegen Bidvest Wits, fühlt sich aber bereit für Hannover 96

Fin Bartels: Seine Karriere in Bildern

Fin Bartels
In Rostock wurde Fin Bartels zum Bundesliga-Profi, über St. Pauli wechselte der Offensivmann zum SV Werder Bremen. Seine Karriere in Bildern. © Gumz
Fin Bartels
Bartels spielte zunächst im Jugendbereich bei der SpVg Eidertal Molfsee, bevor er zur Saison 2002/03 zu Holstein Kiel wechselte. Erst in der U17, dann in der U19. 2005 schaffte er schließlich den Sprung in den Herrenbereich. © imago
Fin Bartels
Zunächst spielte er bei der zweiten Mannschaft der Kieler, am 25. November 2005 debütierte er in der Regionalliga Nord und absolvierte in der Rückrunde weitere 16 Partien für die erste Mannschaft. © imago
In der Saison 2006/07 stieg Kiel ab. Daraufhin wechselte Bartels zum FC Hansa Rostock. Auch dort spielte er zunächst im Amateur-Team, ehe er den Sprung zu den Profis schaffte.
In der Saison 2006/07 stieg Kiel ab. Daraufhin wechselte Bartels zum FC Hansa Rostock. Auch dort spielte er zunächst im Amateur-Team, ehe er den Sprung zu den Profis schaffte. © imago
Sein Bundesliga-Debüt feierte Bartels am 6. Oktober 2007, als er in der Schlussphase der Partie gegen den VfL Wolfsburg eingewechselt wurde.
Sein Bundesliga-Debüt feierte Bartels am 6. Oktober 2007, als er in der Schlussphase der Partie gegen den VfL Wolfsburg eingewechselt wurde. © imago
Einige Monate später erzielte er sein erstes Bundesligator gegen Arminia Bielefeld - und was für eins. Per Fallrückzieher versenkte Bartels den Ball in die Maschen.
Einige Monate später erzielte er sein erstes Bundesligator gegen Arminia Bielefeld - und was für eins. Per Fallrückzieher versenkte Bartels den Ball in die Maschen. © imago
In der Spielzeit 2009/2010 stiegen die Rostocker ab - und Bartels zog es zum FC St. Pauli. Auch mit den Kiezkickern stieg er ab und spielte drei Jahre in der zweiten Liga.
In der Spielzeit 2009/2010 stiegen die Rostocker ab - und Bartels zog es zum FC St. Pauli. Auch mit den Kiezkickern stieg er ab und spielte drei Jahre in der zweiten Liga. © imago
2014 wechselte Bartels zum SV Werder.
2014 wechselte Bartels zum SV Werder. © gumzmedia
Der Offensivmann wurde schnell zum Stammspieler und somit ein wichtiger Faktor in der Bremer Offensive.
Der Offensivmann wurde schnell zum Stammspieler und somit ein wichtiger Faktor in der Bremer Offensive. © gumzmedia
Am 9. Dezember 2017 (15. Spieltag der Saison 2017/18) riss sich Bartels nach einem unglücklichen Zweikampf die Achillessehne am linken Fuß.
Am 9. Dezember 2017 (15. Spieltag der Saison 2017/18) riss sich Bartels nach einem unglücklichen Zweikampf die Achillessehne am linken Fuß. © gumzmedia
Nachdem Bartels Anfang September 2018 wieder ins Manschaftstraining zurückgekehrt war, erlitt er einen Rückschlag. Seitdem absolviert er ein individuelles Reha-Training. Ziel für ihn ist es, beim Winter-Trainingslager in Südafrika (3. bis 12. Januar) wieder dabei zu sein.
Nachdem Bartels Anfang September 2018 wieder ins Manschaftstraining zurückgekehrt war, erlitt er einen Rückschlag. Seitdem absolviert er ein individuelles Reha-Training. Ziel für ihn ist es, beim Winter-Trainingslager in Südafrika (3. bis 12. Januar) wieder dabei zu sein. © gumzmedia

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Quelle: DeichStube

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