Kommentar

Filbrys Ankündigung

Werder-Bremen - Von Björn Knips. Gefühlt ist Klaus Filbry der Minus-Mann. Auf den Mitgliederversammlungen verkündete er in der Rolle des Werder-Chefs bislang nur rote Zahlen – immer wieder musste er den harten Konsolidierungskurs erklären.

Björn Knips

Und der schien auch noch erfolglos, weil das Minus einfach blieb. Filbrys Werder-Weg führte auf den ersten Blick eher in den Abgrund als in die Sicherheit. Doch jetzt verkündet der Vorsitzende der Geschäftsführung selbstbewusst die Trendwende. Das Tal der Tränen sei durchschritten. Heute Abend will er zum letzten Mal rote Zahlen verkünden, künftig soll die schwarze Null stehen. Bemerkenswert dabei: Filbry schafft das quasi ohne fremdes Geld. Also ohne einen Investor, der sich womöglich einmischt.

Filbry behauptet sogar, dass sich Werder wieder selbst finanzieren kann – durch die traditionellen Einnahmequellen wie Ticketverkauf, TV-Gelder und Werbung. Daran waren in Krisenzeiten große Zweifel aufgekommen. Es stand sogar die Frage im Raum, ob Bundesliga-Fußball an einem Standort wie Bremen noch finanzierbar ist.

Filbry antwortet darauf nun mit einem klaren Ja. Das wird in Bremen und umzu für Erleichterung sorgen.

Filbry spricht zwar von einem schwierigen Umfeld, von besonderen Belastungen durch das Stadion, andere Sportarten und das soziale Engagement, aber er jammert nicht. Filbry nutzt es sogar, um Werder als besondere Marke zu stärken.

Ein cleverer Schachzug – der aber nur dann erfolgreich ist, wenn am Ende des Tages auch die Zahlen stimmen. Daran wird sich Klaus Filbry in einem Jahr messen lassen müssen.

Rubriklistenbild: © Mediengruppe Kreiszeitung

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