Trainersuche bei Werder

Filbry bestätigt: Gisdol ein Kandidat

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Markus Gisdol

Bremen - Der SV Werder hat am Samstag unter Interimscoach Alexander Nouri den ersten Saisonsieg eingefahren. Der 37-Jährige bekam anschließend viel Zuspruch und Lob. Dass er weitermachen darf, gilt trotzdem als unwahrscheinlich. Hinter den Kulissen arbeitet Werder intensiv an der Verpflichtung eines neuen Trainers.

„Der Kandidatenkreis ist aktuell sehr überschaubar", sagte Werders Sportchef Frank Baumann nach dem 2:1-Erfolg gegen Wolfsburg zum Thema Trainersuche. Mit zu diesem Kreis gehört Markus Gisdol. Das hatte Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung, bereits vor der Partie beim TV-Sender Sky bestätigt: „Er ist sicher ein Kandidat. Markus Gisdol hat in Hoffenheim und bei seinen Stationen zuvor sehr gute Arbeit geleistet. Wir haben uns mit ihm auseinandergesetzt“, so Filbry.

Gisdol soll allerdings nicht nur bei den Bremern hoch im Kurs stehen. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, soll auch der Hamburger SV an dem 47-Jährigen interessiert sein. Beim HSV, der am Nachmittag 0:1 gegen den FC Bayern unterlag, steht demnach Trainer Bruno Labbadia vor dem Aus. Wie die Hamburger Morgenpost schreibt, soll es sogar schon Einigkeit zwischen Gisdol und den Hamburger Entscheidungsträgern geben.

Die Werder-Profis haben indes nun erst einmal zwei Tage frei. Am Dienstag startet die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel in Darmstadt, möglicherweise dann schon mit einem neuen Chefcoach und ohne Interimstrainer Nouri. Auf seine persönliche Zukunft angesprochen, reagierte der 37-Jährige gelassen: „Darüber mache ich mir überhaupt keine Gedanken. Ich bin nicht so wichtig. Ich bin dankbar für die Emotionen, die ich hier heute erleben durfte und möchte den Moment einfach nur genießen.“

Aus der Mannschaft kommt viel Lob und Zuspruch für Nouri. „Alexander macht das sehr gut. Er hat uns sehr gut eingestellt, motiviert und immer wieder Mut zugesprochen. Das hat man heute alles gesehen“, sagte Werder-Kapitän Clemens Fritz nach dem umjubelten Sieg gegen den VfL. Auch Torschütze Lennart Thy sprach sich für Nouri aus: „Die letzten beiden Spiele haben gezeigt, dass es mit Alex Nouri passt“, so der Angreifer, der aber auch anfügte: „Wie es jetzt weitergeht, liegt nicht in unserer Hand.“
mib

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