„Felix hat genug Erfahrung“

Wiedwald nervös? Fritz sagt Nein

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Felix Wiedwald beim Training

Bremen - Das Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am Samstag (18.30 Uhr) ist für Felix Wiedwald zweifellos eine besondere Partie. Der 26-Jährige hat seinen Stammplatz im Bremer Tor verloren und harte Wochen auf der Ersatzbank hinter sich. Weil Stammkeeper Jaroslav Drobny mit einer Handverletzung bis auf weiteres ausfällt, rückt nun wieder Wiedwald zwischen Werders Pfosten – und in den Fokus.

Ein bisschen Nervosität oder Verunsicherung wären in solch einer Situation normal. Kapitän Clemens Fritz hat bei der Nun-Wieder-Nummer-eins aber weder das eine noch das andere festgestellt. „Das kann ich mir bei ihm nicht vorstellen Felix hat genug Erfahrung“, sagte der 35-Jährige gestern und fügte an: „Ich glaube, ihm geht es gut. Er arbeitet sehr konzentriert – und hat das auch getan, als er nicht gespielt hat. Da hat er sich gut eingebracht. Jeder muss sich dem Erfolg der Mannschaft unterordnen, das hat er gemacht.“

Zuvor hatte schon Trainer Alexander Nouri Wiedwalds Verhalten während dessen Zwangspause gelobt und ihm dann – nach der ernüchternden Diagnose bei Drobny – das volle Vertrauen ausgesprochen. Ohne das Pech seines Konkurrenten würde Wiedwald aber nicht so schnell zurückkehren. Dass sich Drobny im Training der tschechischen Nationalmannschaft verletzte und mit zwei Brüchen an der Hand ausfällt, sei „unheimlich bitter für ihn und für uns“, meinte Fritz. Der 36-jährige Tscheche gönnte sich trotzdem keine Pause und war am Dienstag schon wieder auf dem Platz. Die eine Hand in Gips, die andere im Torwarthandschuh. „Das hat mich auch ein bisschen überrascht“, gestand Fritz, „aber Jaro ist eben Jaro. Er ist ein sehr, sehr ehrgeiziger Typ und hat sich nun eben vorgenommen, im Training seine fußballerischen Qualitäten zu verbessern.“

Drobny kickte am Dienstag aber nicht nur ein bisschen mit, sondern stellte sich auch bei ein paar Schüssen von Torwarttrainer Christian Vander in den Kasten. Fritz sieht darin keine große Gefahr und auch kein Problem, denn: „Im Alter weißt du besser, was du mit deinem Körper machen kannst und was du für dein gutes Gefühl brauchst.“ Gestern Vormittag ließ es Drobny jedoch ruhiger angehen und war nicht mit der Mannschaft auf dem Rasen.
mr/kni

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