Nouri bekommt „Wunschkandidaten“ als Co-Trainer

Feldhoff folgt dem Lockruf seines Kumpels

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Der neue „Co“ Markus Feldhoff war bei seinem ersten Training gleich mittendrin.

Bremen - Rein in die neue Arbeitskleidung, eine kleine Vorstellungsrunde im Beisein der Mannschaft in der Kabine und dann gleich raus auf den Platz. Erst mal ein bisschen reinschnuppern – das gab es für Markus Feldhoff gestern nicht. Werders neuer Co-Trainer war mittendrin und voll eingebunden, durfte während seiner Trainings-Premiere am Vormittag sofort Verantwortung übernehmen und eine Spielform leiten.

„Das hat er gut gemacht“, meinte Kapitän Clemens Fritz: „Man merkt, dass er sich gleich einbringen will. Das kann uns nur gut tun.“ Vor der Einheit hatte der 42-jährige Feldhoff, der vom Drittligisten SC Paderborn kommt, einen Vertrag bis Saisonende als Assistent von Chefcoach Alexander Nouri unterschrieben. Feldhoff ist der zweite „Co“ neben Florian Bruns – und Werders Trainerteam damit komplett. „Als ich vom Interesse erfahren habe, musste ich nicht lange überlegen. Werder ist einer der bekanntesten Vereine in Deutschland und in meiner Trainerkarriere eine neue, reizvolle Herausforderung für mich“, sagte Feldhoff in einer Pressemitteilung.

Den Ex-Profi zu überzeugen, sei „nicht schwierig“ gewesen, meinte Werders Sportchef Frank Baumann: „Schwieriger war es schon beim SC Paderborn.“ Dort hatte Feldhoff erst im März sein Amt beim Drittliga-Team angetreten – als einziger Assistent von Trainer Rene Müller, der den entlassenen Stefan Effenberg abgelöst hatte. „Wir haben aber eine Lösung gefunden“, meinte Baumann. Vermutlich zahlt Werder eine geringe Ablöse für den gebürtigen Oberhausener, den Paderborn nicht halten konnte. Trainer Müller sagte gestern: „Wenn ein Bundesligist anklopft, sagt man nicht Nein. Wir wollten ihm keine Steine in den Weg legen.“

Feldhoffs Profikarriere

Besonders froh über die Verpflichtung ist Nouri, der den früheren Mittelstürmer Feldhoff vorgeschlagen, sich für ihn stark gemacht und sich letztlich durchgesetzt hatte. „Markus war mein Wunschkandidat für diese Position“, sagte Nouri und erinnerte an gemeinsame Profizeiten: „Wir haben in Uerdingen und Osnabrück zusammen auf dem Platz gestanden und waren in den vergangenen Jahren auch immer im regelmäßigen Austausch.“ Die beiden verbindet seither eine gute Freundschaft. Und sie haben laut Nouri „eine ähnliche Auffassung, wie wir als Trainer im Team zusammenarbeiten und welche Spielphilosophie wir verkörpern möchten“. Deshalb ist er sich „sicher, dass er unser Trainerteam sehr gut ergänzen wird“. Baumann glaubt das auch – vor allem, weil die Chemie zwischen den beiden Kumpeln Nouri und Feldhoff stimmt: „Das Vertrauensverhältnis zwischen Chef- und Co-Trainer ist sehr wichtig.“

Man habe aber dennoch auch „andere Namen diskutiert“, gestand Baumann. Kandidaten mit Trainer-Erfahrung in der ersten Liga, die Feldhoff nicht hat – die der Neue aber eigentlich haben sollte. So hatte es Baumann erst vor wenigen Tagen angekündigt. Mit der gefundenen Lösung sei er nun aber auch sehr zufrieden: „Ja, er hat noch nicht in der Bundesliga gearbeitet – aber viel Erfahrung in der zweiten und dritten Liga gesammelt. Und er war auch schon im Jugendbereich tätig“, betonte Baumann. Seinen ersten Pflichtspieleinsatz hat Feldhoff, der seit 2014 Fußballlehrer ist, am Samstag. Im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen (18.30 Uhr) trifft er gleich auf einen seiner Ex-Clubs. Wie es sich anfühlt, im Weserstadion zu jubeln, weiß der 42-Jährige übrigens schon. Vor fast exakt 20 Jahren (am 25. Oktober 1996) traf Feldhoff gegen Werder zum 1:1-Endstand und rettete Leverkusen einen Punkt.
mr/kni

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