Eklat beim Relegations-Rückspiel

Werder-Gegner Heidenheim: DFL verhängt Geldstrafe wegen unerlaubter Zuschauer

Unerlaubte Zuschauer eim Relegations-Rückspiel des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim haben den Heidenheimern nun eine Geldstrafe durch die DFL beschert.
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Unerlaubte Zuschauer eim Relegations-Rückspiel des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Heidenheim haben den Heidenheimern nun eine Geldstrafe durch die DFL beschert.

Heidenheim – Es war eine Szene, die für kollektive Verwunderung gesorgt hatte: Während des Relegations-Rückspiels gegen den SV Werder Bremen waren plötzlich 50 Spielerfrauen und Vereinsmitarbeiter des 1. FC Heidenheim auf der Tribüne aufgetaucht. Nun hat die DFL das Vergehen mit einer Geldstrafe sanktioniert.

Zwar hatten die etwa 50 Heidenheimer Überraschungsgäste die Tribüne in der Voith-Arena im Relegations-Rückspiel gegen Werder Bremen bereits nach fünf Minuten wieder verlassen. Da hatten die TV-Kameras den Vorfall allerdings längst eingefangen. Gut sichtbar für alle Fans und Zuschauer an den Fernsehbildschirmen – und für die Offiziellen der DFL.

Zuschauer unerlaubt im Stadion: Werder Bremen-Gegner 1. FC Heidenheim von DFL bestraft

Die Konsequenz dieses Vorfalls: Die Deutsche Fußball-Liga verhängt  eine Geldstrafe gegen den 1. FC Heidenheim, da der Verein „offenkundig gegen das medizinisch-organisatorische Konzept der ‚Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb‘ der DFL verstoßen hat, als eine Gruppe von Mitarbeitern des Clubs und Familienangehörigen der Spieler unerlaubt Zugang zum Stadionbereich hatte und zwischenzeitlich auf der Tribüne Platz nehmen konnte“, heißt es in einer Mitteilung der DFL. Den Verein treffe somit ein „Organisationsverschulden“.

Zwar stehe es außer Frage, dass es sich für den 1. FC Heidenheim um ein besonderes Spiel gehandelt habe. Dennoch müsse die Durchführung von allen Spielen im Einklang mit dem aktuell gültigen medizinisch-organisatorischen Konzept erfolgen, erklärt die DFL weiter. Darüber, wie hoch die Sanktion ausfällt, gab die DFL keine Auskunft. Der Club hat das Recht, innerhalb von fünf Tagen Beschwerde einzulegen. (mwi)

Zur letzten Meldung vom 7. Juli 2020:

Heidenheim-Fans auf der Tribüne - erst tobt Werder, dann lacht Werder

Plötzlich waren da Menschen auf der Tribüne. Echte Menschen, keine Pappfiguren wie in anderen Stadien. Und sie waren dort, wo sie überhaupt nicht sein durften. Und woher sie plötzlich kamen, war am Abend des Relegations-Rückspiels des SV Werder Bremen beim 1. FC Heidenheim auch nicht zweifelsfrei zu klären.

Zufällig war die Gruppe aber sicher nicht ins Innere der Voith-Arena gelangt. Lokale Medien vermuteten, dass es sich bei der ungefähr 50 Personen starken Truppe um Mitarbeiter des 1. FC Heidenheim sowie um einige Partnerinnen der Spieler gehandelt habe. Die seien wohl in die Business-Loge geladen gewesen, auf den Tribünen hatten sie aber nichts zu suchen. Dass sie dort in der 60. Minute des Spiels gegen Werder Bremen dennoch auftauchten, war ein klarer Verstoß gegen das bestehende Hygiene- und Gesundheitskonzept der Deutschen Fußball-Liga (DFL).

Heidenheim-Fans im Stadion: Werder Bremen reagiert irritiert bis wütend!

Werder Bremen reagierte im Moment, als die „Fans“ auf den roten Sitzen Platz nahmen, irritiert bis wütend. Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung, protestierte am lautesten. „Das ist verboten! Seid ihr wahnsinnig?“, polterte der Werder-Boss und erreichte schnell sein Ziel: Nur Minuten nach dem Auftauchen des FCH-Anhangs war die Tribüne auch schon wieder leer. So schnell die 50 Leute gekommen waren, so schnell waren sie auch schon wieder verschwunden.

Frank Baumann zeigte sich hinterher über die Stippvisite der Heidenheimer Spielerfrauen amüsiert. „Wir waren überrascht. Ich dachte, dass da wohl das Medizinkonzept ad hoc geändert worden ist“, grinste der Sportchef, „ich weiß auch nicht, was der Grund für den Besuch war. Vielleicht wollte man einfach nochmal alles probieren. Aber dass da ein paar Fans auf der Tribüne waren, hat uns nicht wirklich aus dem Konzept gebracht.“ (csa)

Quelle: DeichStube

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