Werder-Chef kontert Bayern-Boss

Zoff zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern: Bode gegen Rummenigge

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Marco Bode, Aufsichtsratschef des SV Werder Bremen, stieß die Kritik von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge sauer auf.

Bremen – Da werden Erinnerungen wach an die große Rivalität zwischen dem SV Werder Bremen und dem FC Bayern München. Nur wird dieser Streit aktuell nicht auf sportlicher, sondern auf juristischer Ebene ausgetragen – mit Marco Bode und Karl-Heinz Rummenigge in der Hauptrolle.

  • Polizeikosten-Streit: Werder Bremen steht alleine da
  • FC-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge attackiert Werder
  • Werder-Chef Marco Bode kontert

Es geht um das leidige Thema Polizeikosten bei Hochrisikospielen. Marco Bode, der Aufsichtsratschef des SV Werder Bremen, reagierte dabei mit deutlichen Worten auf den derben Vorwurf von Karl-Heinz Rummenigge, den Vorstandschef des FC Bayern. Der Münchner hatte Werders Drohung des Rechtsweges nach der Polizeikosten-Abstimmung scharf kritisiert. 

Werder Bremen vs FC Bayern: Marco Bode lässt Rummenigges Kritik nicht unkommentiert

„Ich habe kein Verständnis dafür, dass der SV Werder die DFL sogar verklagen will. Dieser Schritt stellt ein absolutes Novum dar“, sagte der 64-Jährige und weiter: „Es war ja ein fast einstimmiges Votum gegen den Bremer Antrag. Der Solidargedanke war immer eine Stärke der DFL, die Werder auch in dieser Angelegenheit nicht in Frage stellen sollte.“ 

Der Konter von Bode kam prompt auf der Homepage der Bremer: „Karl-Heinz Rummenigge und wir haben offensichtlich eine unterschiedliche Auffassung davon, was Solidarität bedeutet. Außerdem ist es nicht unsere Idee, sondern wurde von allen Gerichten festgestellt, dass Werder und die DFL Veranstalter sind. Wir wollen keinen Rechtsstreit mit der Liga, aber es kann nicht sein, dass wir ohne eigenes Verschulden verantwortlich sein sollen!“ 

Werder Bremen auf Konfrontationskurs mit dem FC Bayern München

Wie sehr Werder Bremen auf Konfrontation zum FC Bayern geht, zeigt auch die Überschrift über den Text mit Bodes Aussagen auf der Internetseite des Clubs: „Aufsichtsratsvorsitzender Bode kontert Rummenigge-Kritik“. Nur ganz selten gehen die Vereine auf ihren eigenen Kanälen so deutlich gegen Bundesliga-Konkurrenten vor.

Werder hatte der DFL mit juristischen Konsequenzen gedroht, weil der Verein nach einem Beschluss der DFL-Mitgliederversammlung in Zukunft allein für zusätzliche Polizeikosten bei sogenannten Hochrisikospielen im Weserstadion aufkommen soll. Bremen ist bislang das einzige Bundesland, das der DFL die Kosten für zusätzliche Polizeimaßnahmen bei Hochsicherheitsspielen in Rechnung stellt. Die 36 Vereine der beiden deutschen Profiligen entschieden am Dienstag in Neu-Isenburg mehrheitlich, dass diese Kosten allein auf Werder umgelegt werden sollen. (kni)

Zur letzten Meldung vom 3. Dezember 2019:

Rummenigge greift Werder Bremen an: „Kein Verständnis“

Karl-Heinz Rummenigge hat den SV Werder Bremen für die Drohung des Rechtsweges nach der Polizeikosten-Abstimmung kritisiert.

„Ich habe kein Verständnis dafür, dass der SV Werder Bremen die Deutsche Fußball-Liga jetzt sogar verklagen will. In der 19-jährigen Geschichte der DFL, seit ihrer Gründung im Jahr 2000, stellt dieser Schritt ein absolutes Novum dar“, sagte der Vorstandschef des FC Bayern München am Dienstag auf dpa-Nachfrage.

„Es war ja ein fast einstimmiges Votum aller anwesenden Vereine der Bundesliga und zweiten Liga gegen den Bremer Antrag. Der Solidargedanke war immer eine Stärke aller Mitglieder der DFL, die Werder Bremen auch in dieser Angelegenheit nicht in Frage stellen sollte“, sagte Rummenigge.

Werder Bremen soll zusätzliche Polizeikosten alleine tragen

Werder Bremen hatte der Deutschen Fußball-Liga mit juristischen Konsequenzen gedroht, weil der Verein nach einem Beschluss der DFL-Mitgliederversammlung in Zukunft allein für zusätzliche Polizeikosten bei sogenannten Hochrisikospielen im Weserstadion aufkommen soll.

Bremen ist bislang das einzige Bundesland, das der DFL die Kosten für zusätzliche Polizeimaßnahmen bei Hochsicherheitsspielen in Rechnung stellt. Die 36 Vereine der beiden deutschen Profiligen entschieden am Dienstag in Neu-Isenburg mehrheitlich, dass diese Kosten allein auf Werder Bremen umgelegt werden sollen. (dpa)

Quelle: DeichStube

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