Überwachungstechnik im Weserstadion

Fans dürfen trinken, sind aber voll im Blick

Bremen - Flachbildfernseher hängt an Flachbildfernseher – die Technik ist so neu, dass es in diesem Raum am Rand der Pressetribüne des Weserstadions stark nach Elektronik-Fachmarkt riecht. Heimkino-Fans könnten neidisch werden – doch Heinz-Günther Zobel klärt schnell auf, dass diese Bildschirme niemals Hollywood-Filme oder Fußballspiele zeigen werden. „Hier können wir den kompletten Gästebereich erfassen“, schildert der Geschäftsführer der „Bremer Weserstadion GmbH“. Bald sollen neben den fünf Kameras für die Westkurve weitere sieben für die Ostkurve folgen, anschließend steht die Installation weiterer hochauflösender Digitaltechnik für die Außenbereiche an.

Erstmal haben die Verantwortlichen aber die Mindestvorgaben der DFL für die neue Saison erfüllt. Kosten: 250.000 Euro. „Damit sind wir zwar nicht die Ersten, aber auf jeden Fall noch rechtzeitig“, erläutert Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD). Polizeidirektor Heinz-Jürgen Pusch, erfahrener Einsatzleiter aus unzähligen Werder-Heimspielen, zeigte sich zufrieden mit den neuen, hoch auflösenden Bildern, aus denen die Beamten jeden Zuschauer heranzoomen können, wenn sie einen Verdacht hegen: „Die alte Anlage war analog und die Bilder deshalb beim Vergrößern sehr schnell verpixelt.“ Die Ordnungshüter speichern ab, „wenn wir erkennen, dass sich Fans plötzlich maskieren, die Plätze oder gar die Verkleidung wechseln“, schildert Pusch.

Neben dieser Investition von 250000 Euro gaben die Stadionbetreiber weitere 275000 Euro für den Umbau des Gästeblocks aus. Zäune verschwanden – nur das Sicherheitsnetz blieb. Es soll die Fans des Unterrangs vor Wurfgeschossen und Bengalos schützen.

Zudem kündigt Zobel einen „Feldversuch“ an: „Wir wollen unseren Gästefans erlauben, wieder Getränke mit in den Block zu nehmen. Mal sehen, wie sie das zu schätzen wissen.“

ck

Rubriklistenbild: © nordphoto

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