Keine Zuschauer bei Heimspiel gegen Bielefeld

„Ungerecht“, aber unabwendbar: Darum bremst der Senat die Fans des SV Werder Bremen aus

Das Weserstadion von Werder Bremen ohne Zuschauer
+
Das Spiel des SV Werder Bremen gegen Arminia Bielefeld findet auf Grund der Corona-Zahlen ohne Fans im Weserstadion statt.

Bremen – Die grün-weißen Fans müssen leider draußen bleiben! Das Bundesliga-Heimspiel des SV Werder Bremen gegen Arminia Bielefeld findet am Samstag (15.30 Uhr) vor leeren Rängen statt.

Weil in Bremen am Donnerstag der 7-Tage-Inzidenzwert die 35er-Marke überschritt, entschied der Bremer Senat, keine Fans von Werder Bremen im Weserstadion zuzulassen. Laut Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) habe es wegen bundeseinheitlich gefasster Vorgaben keinen Handlungsspielraum gegeben.

Dennoch sei die Entscheidung „ein bisschen ungerecht“, räumte der Bremer Regierungschef auf einer Pressekonferenz des Senats am Donnerstagnachmittag ein. Denn als vor zwei Wochen im Spiel gegen Hertha BSC erstmals seit Februar wieder Zuschauer ins Weserstadion durften, hätte alles hervorragend geklappt. Nicht ein Infektionsfall in Bremen sei auf dieses von 8.500 Fans besuchtem Spiel zurückzuführen. Das Konzept des SV Werder Bremen und die Umsetzung seien „beispielhaft“ gewesen, sagte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke). All das hilft aber nicht, wenn der 7-Tage-Inzidenzwert über 35 klettert. „Dann kann es keine Zuschauer im Stadion geben. Das ist eine bundeseinheitliche Regel“, so Bovenschulte. Zudem eine Regel, die sich der deutsche Profi-Fußball selbst verpasst hat.

Werder Bremen: Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald findet Zuschauer-Asusschluss „folgerichtig und logisch“

Werder-Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald bezeichnete den verhängten Zuschauer-Ausschluss auch als „folgerichtig und logisch. Damit müssen wir jetzt umgehen.“ Der Vereinspräsident regte aber an, für die Zukunft zu überdenken, ob die 35er-Marke das alleinige Kriterium für ein Zuschauer-Okay bleiben soll. „Vielleicht sollten auch die Krankheistverläufe – sind sie stark oder mild? – eine Rolle spielen. Oder die Auslastung des Gesundheitssystems“, so Hess-Grunewald. Volle oder zum Teil gefüllte Stadien also auch dann, wenn die Infektionszahlen hoch bleiben, das Virus aber kaum noch Menschen in die Krankenhäuser zwingt? Ja, meint der Werder-Chef: „Wenn wir mit dieser Pandemie leben müssen, dann müssen wir auch ernsthaft über diese Fragen nachdenken. Eine Anpassung des Pandemielevels ist überdenkenswert.“

Werder Bremen gegen Bielefeld ohne Zuschauer: Inzidenzwert hat kritischen Wert übersprungen

Doch das ist Zukunftsmusik, es regiert aber die Gegenwart. Und die sagt aus, dass in Bremen der Inzidenzwert nicht nur den kritischen Wert von 35 übersprungen hat, sondern der 40 entgegenstrebt. Die Entwicklung in Bremen und umzu ist so negativ, dass bei einer Berechnung des Inizidenzwertes auch die Einbeziehung der umliegenden Landkreise (wie die Deutsche Fußball-Liga es gerne hätte) nichts genutzt hätte. Auch dann wäre die 35 erreicht worden.

Die hohen Werte treffen unterdessen nicht nur Werder Bremen, sondern auch die Schausteller auf dem „Freipaak“. Die Freimarkt-Alternative darf nun nur mit 3.000 Tagesgästen statt mit 6.000 starten. Dass das eine geht und das andere nicht, mag verwundern, hat letztlich aber einzig mit den bundeseinheitlichen Regeln zu tun. Für das Marktvergnügen gibt es keine, für den Fußball schon.

Werder Bremen ist dringend auf Zuschauereinnahmen angewiesen

Dass Werder Bremen jetzt ein weiteres Spiel vor null statt vor 8.500 Besuchern spielen muss, ist ein Rückschlag für den Club, der dringend auf Zuschauereinnahmen angewiesen ist. Nachdem im ersten Heimspiel der Saison das Hygienekonzept sehr gut funktioniert hatte und es rund um die Partie gegen Hertha BSC zu keinen gravierenden Verstößen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen gekommen war, hatten die Werder-Verantwortlichen sogar die Hoffnung, nicht nur so weitermachen, sondern die Zuschauerkapazität in den kommenden Wochen sogar sukzessive steigern zu können. Doch das ist jetzt weiter in die Zukunft verschoben. Was in drei Wochen für das Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim gelten wird, ist aktuell noch völlig offen. Auch dann wird sich der Bremer Senat bei seiner Entscheidung wieder an den aktuellen Infektionszahlen orientieren.

Werder Bremen stoppt alle Vorbereitungen auf ein Heimspiel mit Besuchern

Mit der Entscheidung am Donnerstagnachmittag stoppte Werder Bremen alle Vorbereitungen auf ein Heimspiel gegen Arminia Bielefeld mit Besuchern. Der Caterer bestellt kein Essen, keine Getränke, kein Personal, der Ordnungsdienst kann zu Hause bleiben, Sicherungsmaßnahmen am Stadion können auf ein Minimum begrenzt werden. Fans, die ein Ticket zugelost bekommen haben, werden per Mail informiert. Und auch wenn der Ausschluss der Zuschauer Werder sicher nicht gefreut hat, ist der frühe Zeitpunkt der Entscheidung doch hilfreich. So sei kaum ein weiterer finanzieller Schaden entstanden, erklärt Hess-Grunewald: „Es war noch so rechtzeitig, dass wir bestimmte Kosten reduzieren konnten.“ (csa)

Zur letzten Meldung vom 30. September 2020:

Werder droht gegen die Arminia ein Geisterspiel

Bremen – Der SV Werder Bremen macht in diesen Tagen, was er machen muss: Er bereitet alles vor, damit das Bundesliga-Heimspiel gegen Arminia Bielefeld am Samstag vor den derzeit maximal zugelassenen 8.500 Zuschauern stattfinden kann. 

Ob die ausgelosten und längst informierten Fans allerdings tatsächlich ins Weserstadion dürfen, entscheidet sich laut Ankündigung der Bremer Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard am Donnerstag. Aufgrund steigender Corona-Infektionszahlen im Bremer Stadtgebiet steht ein wieder dynamisch wachsendes Fragezeichen hinter der Zulassung von Zuschauern beim kommenden Spiel von Werder Bremen.

Werder Bremen ohne Fans gegen Arminia Bielefeld? Inzidenzwert nahe der Obergrenze

Ein wichtiger Richtwert für die Entscheidung der Gesundheitsämter ist der 7-Tage-Inzidenzwert – also die Zahl der bestätigten Neuinfektionen in den zurückliegenden sieben Tagen pro 100 000 Einwohner. Ist er an Bundesliga-Standorten größer als 35, drohen Geisterspiele. Im Bremer Stadtgebiet (ohne Bremerhaven) kletterte der Wert zuletzt auf 32 – das ist bedenklich nahe an der Obergrenze. Dennoch zeigte sich Frank Baumann, Geschäftsführer des SV Werder Bremen, am Mittwoch optimistisch: „Die Tendenz geht dahin, dass wir vor Fans spielen dürfen. Die Rückmeldungen der vergangenen Tagen waren entsprechend.“

Wenn er sich da mal nicht täuscht. Stand Mittwochabend ist ein Geisterspiel nämlich wieder deutlich wahrscheinlicher geworden. Bernhard hob die Bedeutung der 35er-Marke hervor und betonte, nicht bis kurz vor knapp mit einer Entscheidung warten zu wollen, sondern am Donnerstag verbindlich festzulegen, ob Fans am Samstag gegen Arminia Bielefeld ins Stadion dürfen oder nicht. Und da am Donnerstag mit einem Überschreiten des Grenzwerts in Bremen gerechnet wird, könnte das geschlossene Stadiontore bedeuten.

Werder Bremen mit oder ohne Zuschauer gegen Arminia Bielefeld? Entscheidung am Donnerstag

Eine andere Situation entstünde, wenn das Bremer Gesundheitsressort einem Denkmodell der Deutschen Fußball-Liga folgen würde. Die DFL bezieht in die Errechnung des 7-Tage-Inzidenzwertes nicht nur das Infektionsgeschehen am Austragungsort mit ein, sondern auch die Zahlen der umliegenden Landkreise. Dann hätte Werder Bremen gute Karten, so Mediendirektor Michael Rudolph: „Am Montag lagen wir bei 16,9, das ist also nicht dramatisch.“ Allerdings wird Bremen vor allem auf Bremer Zahlen schauen und auf dieser Grundlage entscheiden.

Vor einer Woche hatte eine ähnliche Situation vor dem Spiel des SV Werder Bremen bei Schalke 04 zu einer langen Hängepartie für die Ticketinhaber geführt. Erst am Morgen des Spiels wurde ihnen mitgeteilt, dass die Stadiontore auf Schalke verschlossen bleiben. Sollte auch die Bremer Behörde am Donnerstagnachmittag den Daumen senken, wüssten die betroffenen Ticketinhaber bereits zwei Tage vorher Bescheid. Werder würde per Mail umgehend benachrichtigen. (csa)

Zur letzten Meldung vom 21. September 2020:

Zufriedenheit bei den Behörden: Die Werder Bremen-Fans dürfen wiederkommen

Bremen – Als die 8.400 Stadionbesucher abgezogen waren, stand eines schon fest: Sie alle dürfen beim nächsten Mal gerne wiederkommen. Das Hygienekonzept im Weserstadion – es hat im Spiel des SV Werder Bremen gegen Hertha BSC laut Behördenurteil funktioniert. „Es gibt keinen Grund, mahnend den Finger zu heben“, erklärt Lukas Fuhrmann, Sprecher des Bremer Gesundheitsressorts, gegenüber der DeichStube.

So lange die Corona-Zahlen in der Stadt und im Umland nicht deutlich ansteigen, „kann man damit weiterarbeiten“. Werder Bremen wird deshalb in Kürze unter den Dauerkarteninhabern das Interesse für die kommenden Heimspiele gegen Arminia Bielefeld (3. Oktober) und die TSG 1899 Hoffenheim (25. Oktober) abfragen. Dann mit einem zeitlich komfortableren Vorlauf als bei der Premiere, als der Bestellvorgang der Tickets in wenigen Tagen abgehandelt werden musste.

Insgesamt sind es – den organisatorischen Ablauf betreffend – gute Nachrichten, die das Wochenende dem SV Werder gebracht hat. Der Club hatte in den vergangenen Wochen ein Konzept erarbeitet, wie tausende Besucher unter Einhaltung von Abstandsregeln und weiteren Anti-Corona-Maßnahmen wieder ins Weserstadion kommen können.

Werder Bremen und die Fan-Rückkehr: Nur „kleine Schwachstellen“ im Konzept

Weil bis auf „ein paar Kleinigkeiten“ (Fuhrmann) alles wie gewünscht funktioniert habe, steht Wiederholungen gegen Bielefeld und Hoffenheim nichts im Wege. „Wir haben allenfalls kleine Schwachstellen ausgemacht, aber keine strukturellen Mängel im Konzept erkennen können“, sagt Fuhrmann, der mit Kollegen aus dem Gesundheitsamt sowie Vertretern des SV Werder Bremen vor Ort das Geschehen inspiziert hatte.

Festgestellt wurde, dass es im Bereich des Tunnels am Peterswerder sowie unmittelbar im Anschluss vor Tor 10 nicht so leicht war, die Abstände einzuhalten. „Da ist es einfach eng“, meint Fuhrmann. Bei dem einen oder anderen musste auf die bestehende Maskenpflicht auf dem gesamten Stadiongelände hingewiesen werden – mehr aber auch nicht. „Es war gut“, resümiert deshalb der Sprecher des Gesundheitsressorts.

Werder Bremen: Verstöße gegen Hygienevorschriften? Angesprochene Fans waren einsichtig

Uwe Papencord, Leiter des Bremer Ordnungsamtes, zieht in einer Pressemitteilung der Polizei ebenfalls ein positives Fazit: „Wir waren mit vielen Ordnungskräften im Einsatz, um auf die Einhaltung der Coronaverordnung und Hygienevorschriften zu achten. Vereinzelt haben wir Verstöße registriert. Auf Ansprache verhielten sich die Angesprochenen jedoch einsichtig und kooperativ.“

Letzteres ist das Wichtigste, damit Stadien mit Zuschauern wieder zu einem Dauerzustand in Bremen werden. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat den Wiedereinlass von Fans vorerst zu einem Testlauf erklärt. Für sechs Wochen dürfen überall dort, wo die Infektionszahlen es erlauben, 20 Prozent der Plätze besetzt werden. Fans aus Gebieten, in denen der Grenzwert an Neuinfektionen jedoch überschritten ist, müssen weiterhin draußen bleiben. Das betraf am Wochenende knapp 100 Ticketinhaber aus dem Kreis Cloppenburg. „Bei dieser Linie bleiben wir auch“, sagt Michael Rudolph, Mediendirektor des SV Werder Bremen, gegenüber der DeichStube. (csa)

Zur letzten Meldung vom 20. September 2020:

Werder Bremen zieht positives Fazit nach Fan-Rückkehr

Bremen - Im Vorfeld hatten Werder Bremens Verantwortliche durchaus einige Bauschmerzen gehabt. Geht alles gut? Greift das Konzept? Und verhalten sich die Fans so, wie es sein sollte? Nach dem Heimspiel gegen Hertha BSC - dem ersten seit Februar mit Zuschauern auf den Tribünen - zog der Verein dann aber ein positives Fazit.

„Wie ich gehört habe, waren die Umsetzung des Konzepts und das Beachten der Vorgaben sehr vorbildlich“, sagte Frank Baumann, Sportchef des SV Werder Bremen. 8.400 Fans hatten das Spiel gegen die Hertha vor Ort verfolgen dürfen. Sowohl beim Einlass als auch im Weserstadion selbst galten dabei strenge Hygiene- und Abstandsregeln, was die Anhänger aber nicht vom Anfeuern abhielt. „Es war Atmosphäre da. Das war positiv“, hielt Baumann fest.

Auch Trainer Florian Kohfedt war froh darüber, endlich wieder vor Fans gespielt zu haben: „Es war ein schönes Erlebnis.“ Vor allem die Anfahrt zum Stadion hatte dem 37-Jährigen gefallen. Grün-weiße Grüppchen, die zum Osterdeich strömen - das hatte Kohfeldt schließlich schon länger nicht mehr aus dem Bus beobachten können. „Auch das Gefühl beim Einlaufen ins Stadion war toll“, hielt der Coach fest. „Während des Spiels war die Atmosphäre dann natürlich nicht vergleichbar mit der, die wir sonst kennen, aber trotzdem war es ein erster Schritt.“ (dco) Hier findet Ihr einen ausführlichen Fan-Erlebnisbericht zur Rückkehr ins Weserstadion.

Zur letzten Meldung vom 19. September 2020:

Werder Bremen: 8.400 Zuschauer im Weserstadion - So lief die Fan-Rückkehr gegen Hertha

Bremen – Die Fans des SV Werder Bremen waren heiß auf ihren Club, verheilten sich dabei aber vor dem Heimspiel am Samstag gegen Hertha BSC extrem diszipliniert. Seit 13.30 Uhr lief der Einlass zum ersten Bundesligaspiel in Bremen seit über einem halben Jahr. 8.500 Zuschauer waren zugelassen. Fast alle hielten sich dabei an die Maskenpflicht auf dem Weg ins Stadion und zu ihrem Platz. Und wer nicht daran dachte, wurde von den Ordnern freundlich auf sein Versäumnis hingewiesen. Auffällig dabei: Viele Masken hatten einen Werder-Bremen-Hintergrund, fielen sofort ins Auge. Ohnehin trugen fast alle Besucher irgendwie grün-weiß. Die Stimmung war gut, aber auch gespannt ruhig. Große Fangesänge waren vor dem Spiel selten.

In den Schlangen vor dem Einlass war das mit dem Abstandhalten allerdings nicht ganz so einfach. Zumal sich nicht nur die Besucher für ihr vorher ausgewiesenes Zeitfenster anstellten - wahrscheinlich aus Sorge, sie würden hinterher zu spät kommen. Deswegen kam es zu leichten Verzögerungen. Die Partie sollte pünktlich um 15.30 Uhr beginnen, bis dahin wollten natürlich alle 8.500 Zuschauer im Weserstadion sein (kni/dco).

Hinweis: Das Spiel zwischen Werder Bremen gegen Hertha BSC im Live-Ticker der DeichStube. Nach der Werder-Niederlage gegen Hertha BSC war Trainer Florian Kohfeldt verärgert und Sportchef Frank Baumann nimmt die Werder-Profis in die Pflicht.

Zur letzten Meldung vom 18. September 2020:

Werder Bremen: Kartenverlosung sorgt für Ärger - Fans aus dem Kreis Cloppenburg ausgeladen

Bremen – Die einen können ihr Glück kaum fassen, die anderen machen ihrem Ärger Luft: Die Kartenverlosung für das Bundesliga-Heimspiel des SV Werder Bremens gegen Hertha BSC (Samstag, 15.30 Uhr), das 8500 Fans live im Weserstadion verfolgen dürfen, sorgt im Bremer Fan-Lager für gemischte Gefühle.

Während sich die „Lotterie-Gewinner“ bereits auf einen schönen Fußballnachmittag im Rahmen des Spiels zwischen Werder Bremen und Hertha BSC freuen, warteten andere Dauerkarten-Inhaber auch am Freitagnachmittag noch immer auf eine Rückmeldung des Vereins. Über das soziale Netzwerk Twitter wendeten sich die Fans mit Beschwerden an Werder Bremen. Tenor: Wann kommt endlich die Rückmeldung? Irgendwann muss man den Stadionbesuch doch auch planen können. „Wir wissen, dass es an der einen oder anderen Stelle hakt in der Vorbereitung auf dieses Spiel, aber dass wir einige Hürden überwinden müssen, stand von Beginn an fest“, sagt Werders Mediendirektor Michael Rudolph auf Nachfrage der DeichStube.

Werder Bremen spricht von Problemen bei der Ticket-Verlosung

Insgesamt hatten sich 5.000 der 12.000 Personen, die eine oder mehrere Dauerkarten besitzen, für die Verlosung angemeldet. Laut Werder Bremen sei es zum Problem geworden, dass nicht alle Fans mit Losglück sofort verbindlich ihre Tickets für das Spiel gebucht hätten, sodass der Verein mit Rückläufern habe rechnen müssen. „Da wir gern alle Plätze besetzen möchten, dauert der Vorgang etwas länger“, schreibt der Verein bei Twitter – und verspricht, dass es bei „zukünftigen Spielen besser sein“ wird. Dieses Mal sei einfach sehr wenig Zeit zwischen der Erlaubnis, Fans ins Stadion lassen zu dürfen, und dem Spiel gewesen. „Wir haben uns einen extrem ehrgeizigen Zeitrahmen gesteckt, den wir hier und da nicht einhalten konnten. Wir bitten bei allen um Verständnis“, sagt Rudolph. „Qualität in der Umsetzung der Auflagen war uns an der einen oder anderen Stelle wichtiger als unser Zeitplan.“

Werder Bremen: Fans aus dem Landkreis Cloppenburg dürfen nicht kommen

Ganz bittere Nachrichten gab es derweil für die knapp 40 ausgelosten Werder-Fans aus dem Landkreis Cloppenburg. Wegen der dort steigenden Corona-Infektionszahlen dürfen sie nicht ins Stadion kommen. „Wir bedauern das für jede einzelne betroffene Werder-Anhängerin und jeden Werder-Anhänger aus dem Landkreis Cloppenburg, aber wir haben eine Verantwortung gegenüber allen 8.500 Besucherinnen und Besuchern. Wir wollen jedes vorhersehbare Risiko als Veranstalter ausschließen“, wird Vereinspräsident Hubertus Hess-Grunewald auf der Internetseite des SV Werder Bremen zitiert. Am Freitag hatte das niedersächsische Sozialministerium für die vergangenen sieben Tage 61,5 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner für den Landkreis Cloppenburg gemeldet. Der Richtwert von 50, ab dem der Infektionsschutz verschärft werden muss, wurde damit deutlich überschritten. (dco)

Irgendetwas läuft da gewaltig schief beim SV Werder Bremen! Ein Kommentar zum Bundesliga-Fehlstart.

Zur letzten Meldung vom 16. September 2020:

Verlosung fürs Werder-Heimspiel gegen Hertha BSC gestartet: Entscheidung am Donnerstag

Bremen - Am Dienstagnachmittag hat Werder Bremen in seinem Ticketcenter mit der Verlosung der 8.500 Sitzplatz-Karten für das Bundesliga-Heimspiel am Samstag gegen Hertha BSC begonnen. Und – so viel sei vorweggenommen - die Chancen für die angemeldeten Dauerkarteninhaber, den Zuschlag zu erhalten, stehen gar nicht mal schlecht.

Denn für die Auslosung haben sich von insgesamt knapp 12.000 Dauerkarteninhabern nur 5.500 angemeldet. Von den 25.000 Dauerkarten, die für die jetzt startende Saison vergeben wurden, liegen nach Angaben des Clubs „10.300 Dauerkarten im virtuellen Lostopf“. Bis Donnerstag, 17. September, um 18 Uhr soll „der Vorgang der Auslosung und deren Verarbeitung abgeschlossen sein“, heißt es in einem Statement auf „werder.de“. Benachrichtigt werden von Werder Bremen, anders als zunächst berichtet, sowohl die Gewinner als auch diejenigen Teilnehmer, die keinen Zuschlag erhalten, sondern eine Absage bekommen.

Die ausgelosten Gewinner sollen vorrangig Plätze in der passenden Preiskategorie ihrer Dauerkarte zugelost bekommen und müssen unter Wahrung der geltenden Abstandsregeln direkt in den Tribünenbereichen des Weserstadions platziert werden. Alle Gewinner werden mit der Anzahl der Dauerkarten berücksichtigt, die für die Person bei Werder Bremen registriert ist. Familien sollen auch in größerer Zahl zusammensitzen dürfen.

Werder Bremen: Auch für das zweite Bundesliga-Heimspiel gegen Arminia Bielefeld ist eine Auslosung geplant

Jedem Auslosungs-Gewinner wird auf seinem virtuellen Dauerkartenkonto automatisch 1/17 des Dauerkartenpreises für jede Dauerkarte abgezogen. Ticketinhaber, die nicht an der Verlosung teilnehmen oder nicht ausgelost wurden, haben die Möglichkeit, sich das Geld zurückerstatten zu lassen.

Positiv für alle „Verlierer“: Dauerkarteninhaber des SV Werder Bremen, die gegen Hertha BSC keinen Zuschlag erhalten haben, werden beim zweiten Heimspiel der Saison, am 3. Oktober gegen Arminia Bielefeld, bevorzugt berücksichtigt. Für diese Partie wird es erneut eine Auslosung geben. Ein genauer Termin hierfür soll in der kommenden Woche bekanntgegeben werden. (mwi)

Werder Bremen-Profi Ludwig Augustinsson im Video über die Fan-Rückkehr ins Weserstadion:

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Mit dem Kart mitten durch die Wohnung

Mit dem Kart mitten durch die Wohnung

Die Schätze der zyprischen Küche in Larnaka genießen

Die Schätze der zyprischen Küche in Larnaka genießen

Ist ein Fahrradschutzbrief sinnvoll?

Ist ein Fahrradschutzbrief sinnvoll?

Debatte über Corona-Maßnahmen und Mitsprache des Bundestags

Debatte über Corona-Maßnahmen und Mitsprache des Bundestags

Kommentare