Werder-Bremen - Der Fall Ordenewitz als Mahnmal

Der Fall Ordenewitz als Mahnmal

Bei Frank Ordenewitz war es damals so: Im DFB-Pokal-Halbfinale 1991 gegen den MSV Duisburg kassierte der damalige Profi des 1. FC Köln seine zweite Gelbe Karte im laufenden Wettbewerb. Damit wäre der heutige Werder-Scout für das Finale gesperrt gewesen. Der Trick: Ordenewitz holte sich nach Absprache mit Trainer Erich Rutemöller („Mach et, Otze!“) noch die Ampelkarte ab. Die damit verbundene Sperre hätte er in der Liga abbrummen können und im Cup-Finale spielen können. Es hätte funktioniert. Wenn nicht Rutemöller vor TV-Kameras alles ausgeplaudert hätte. Der DFB ermittelte und sperrte Ordenewitz dann doch für das Endspiel.

Markus Merk war damals der Schiedsrichter, der zwei Mal Gelb zückte gegen Ordenewitz. Am Samstag stellte sich der ehemalige Referee jedoch schützend vor Zlatko Junuzovic. „Kompliment! Eigentlich sollte Ehrlichkeit nie bestraft werden. Hier gibt es eine ehrliche Aussage. Ich bin gespannt, ob das Sportgericht bei Junuzovic eingreift. Eigentlich ist es unsportlich, wenn auch ehrlich.“

Markus Gisdol, Ex-Trainer von 1899 Hoffenheim, bezeichnete Junuzovics Verhalten im Sport1-“ Doppelpass“ als „legitim“. Und Michael Ballack fragte bei Sky: „Wo ist das Problem? Beide (Fritz, Junuzovic) haben sich normale gelbe Karten abgeholt.“

csa

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