EXpertise von Dieter Burdenski

„Jetzt muss das Feuer brennen“

Werder-Legende Dieter Burdenski feierte am Tag des Nordderbys seinen 66. Geburtstag.
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Werder-Legende Dieter Burdenski feierte am Tag des Nordderbys seinen 66. Geburtstag.

Bremen - Am Tag des Nordderbys feierte Dieter Burdenski Geburtstag. Seine Feierstimmung hat das Werder-Spiel beim HSV aber nicht gerade gehoben.

Er ist – gemeinsam mit Horst-Dieter Höttges – der Bremer Nordderby-Dauerbrenner. Auch Dieter Burdenski hat in der Bundesliga 26 Mal gegen den Hamburger SV gespielt. Die Bestmarke bei Werder. Doch am Samstag beim 105. Ligaduell der beiden Erzrivalen saß „Budde“ nicht im Volksparkstadion, sondern vor dem Fernseher – an seinem 66. Geburtstag.

Was er von beiden Mannschaften sah, dürfte die Feierstimmung durchaus ein bisschen getrübt haben. „Dass da der Letzte gegen den Drittletzten gespielt hat, war deutlich zu merken. Keiner hatte ein starkes Kreuz, beide waren sehr verunsichert. In der Situation, in der Werder und der HSV stecken, war aber auch kein hohes Niveau zu erwarten“, meint Burdenski: „Beide haben sehr große Probleme im defensiven Bereich und Tore kassiert, die einfach nicht fallen dürfen.“

Im Werder-Kasten stand Jaroslav Drobny, dem Trainer Alexander Nouri den Vorzug vor Felix Wiedwald gegeben hatte. Ein Wechsel, den Burdenski neutral und ziemlich zurückhaltend bewertet: „Bei den Torhütern ist keiner dem anderen voraus, sie tun sich nichts. Aber wenn man keinen Erfolg hat, verändert man als Trainer eben Dinge – das ist typisch Fußball.“

Burdenski: Wiedwald fehlte das Quäntchen Glück

Wiedwald, der zuvor wegen Drobnys Handverletzung ins Tor zurückgekehrt war, „hat sich nicht so in den Vordergrund spielen können“, findet Burdenski: „Das war auch schwierig. Werder hat die vergangenen fünf Spiele nicht gewonnen. Da sieht niemand gut aus. Manchmal braucht man eben auch das Quäntchen Glück. Das hatte Felix nicht.“

Burdenski will Wiedwald und Werder nun aber nicht raten, sich im Winter oder Sommer zu trennen: „Da mische ich mich nicht ein.“ Über eine Neuverpflichtung als Nummer eins für die Saison 2017/18 sagt der Ehrenspielführer: „Die Tendenz wird sicher dahin gehen. Man sollte aber bis zum Frühjahr abwarten – da gibt es dann den einen oder anderen Torhüter, den man bekommen könnte.“

Solche Entscheidungen sind für den 66-Jährigen momentan jedoch totale Nebensache. „Das ist alles egal. Es geht doch jetzt nur darum, endlich Punkte zu holen, mal ein Zeichen zu setzen. Da muss man nicht viel erzählen, sondern einfach machen.“ Werder warte „schon so lange auf einen Sieg“, stöhnt Burdenski, nun müsse am Samstag gegen Ingolstadt mal wieder einer her: „Gegen wen will man denn sonst gewinnen? Der Trainer und die Spieler sind nun gefordert. Ohne Ausreden. Ohne Wenn und Aber.“ Ingolstadt müsse „gleich merken, dass im Weserstadion nichts zu holen ist. Da muss das Feuer auf dem Platz brennen.“ mr

Zur Person

Dieter Burdenski spielte zwischen 1972 und 1988 als Torhüter für den SV Werder und kam dabei auf 444 Bundesliga-Einsätze. Der mittlerweile 66-Jährige ist Rekordspieler der Bremer und zählt auch zum Kreis der Ehrenspielführer. Von 1997 bis 2005 war der erfolgreiche Untrernehmer zudem als Torwarttrainer bei Werder aktiv.

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