Ex-Werderaner empfiehlt Stürmer Saeed

Rolffs Tipp aus der Wüste

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Wolfgang Rolff

Bremen - Vor drei Monaten zog es Wolfgang Rolff in die Wüste – und das war gut für den Ex-Profi und könnte auch gut für Werder werden. Denn der 55-jährige Coach hat in Kuwait bei seinem neuen Verein Al-Salmiya SC einen „super Stürmer“ entdeckt: „Der muss eigentlich nach Europa.“ Deshalb will Rolff, von 2004 bis 2013 Co-Trainer in Bremen, seine alten Kontakte spielen lassen und Werder-Coach Viktor Skripnik anrufen: „Der Junge kann Bundesliga spielen.“

Es geht um Juma Saeed – einen 23-jährigen Mittelstürmer von der Elfenbeinküste. „Er ist unheimlich schnell und erinnert mich an Didier Drogba“, sagt Rolff über seinen 1,92 Meter großen Mittelstürmer: „Er dribbelt hier noch sehr viel, weil die Gegner nicht so stark sind. Aber daran arbeiten wir.“

Der starke Saeed war mitverantwortlich dafür, dass Rolff einen perfekten Start in Kuwait erlebte. Mit Al-Salmiya SC steht er nach vier Siegen in vier Spielen überraschend an der Tabellenspitze. Normalerweise gehört der Club zum grauen Mittelfeld der Zwölfer-Liga. „Es läuft richtig gut“, sagt Rolff.

Wenngleich die Arbeitsbedingungen schon ungewöhnlich sind. Da ist zum Beispiel die große Hitze, die bislang ein Training erst in den Abendstunden zuließ. Jetzt wird es etwas kühler, trotzdem stehen Rolff nur selten alle Spieler zur Verfügung. Denn bis auf die Profis aus dem Ausland wie Saeed gehen fast alle arbeiten oder studieren oder sind nebenbei beim Militär. Nur vom Fußball könnten sie nicht leben. Außerdem macht Rolff die neue Ausländerbegrenzung zu schaffen. Es dürfen nur noch drei statt vier Ausländer gleichzeitig auf dem Platz stehen. „Da musst du schon aufpassen, wie du wechselst“, sagt der Vize-Weltmeister von 1986. Denn im Kader sind wesentlich mehr Ausländer, weil deren Qualität den Unterschied macht.

Aktuell ist in Kuwait Länderspielpause. Das gab Rolff die Möglichkeit, sich aus der Ferne um die sportliche Zukunft seines Sohnes zu kümmern. Durchaus mit Erfolg. Yannick Rolff, der vor einigen Jahren in der Werder-Jugend spielte, wechselt zum griechischen Zweitligisten Panelefsiniakos in Athen. Nach mehreren Verletzungspausen sei das eine gute Chance für den 24-jährigen, Spielpraxis zu sammeln und sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Live verfolgen kann Rolff diesen Neustart vorerst nicht. Bis Juni bleibt er durchgehend in Kuwait.

Ob mit oder ohne seinen Stürmer Saeed wird sich zeigen. „Ich würde mich freuen, wenn er den Schritt nach Europa schafft“, sagt Rolff, wenngleich er auch zugibt: „Uns würde er hier ganz schön fehlen.“

kni

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