Werder-Bremen - Essen und einkaufen.

Essen und einkaufen.

Von Björn Knips. Klar, das Thema Hund darf bei einer China-Reise nicht fehlen. Das Gulasch heute Mittag schmeckte allerdings auch – na ja – ich würde es mal so beschreiben: anders. Ob’s Hund war? Eher nicht.

Aus China berichtet Björn Knips 

Obwohl: In Changchun, also im Nordosten Chinas, wird gerne Hund serviert. Hat Werder erzählt. Und Werder hatte das bei einem China-Chrashkurs zu hören bekommen. Woraufhin Sportchef Thomas Eichin zürnte: So etwas kommt mir nicht auf den Tisch. Der Mann – das muss man wissen – ist Hundeliebhaber. Er konnte aber schnell beruhigt werden. Hund gibt es in Changchun nur, wenn es kalt ist. Also im Winter. Denn Hundefleisch soll wärmen. Jetzt ist es hier aber warm genug, besser gesagt heiß, so um die 30 Grad. Der Hund muss in Restaurants also draußen bleiben – wie in Deutschland. Ansonsten erinnert hier wenig an die Heimat. Okay, es sind jede Menge Schirme unterwegs, aber ohne Regen – und die meisten todschick mit feiner Spitze oder irgendwelchen Glitzereien. Ein neuer Modetrend? Muss ich meiner Frau einen Schirm mitbringen? Nein! Es geht vornehmlich ums Gesicht. Die Chinesin will blass bleiben, also schützt sie sich vor der Sonne. Blass zu sein, bedeutet edel zu sein. Wir dagegen fliegen in den Süden, um braun zu werden…

Auch die Baumärkte sind hier anders: Es lebe der Einzelhandel! Jedes Sortiment hat sein eigenes kleines Geschäftchen. Es gibt den Leitermann, den Bretterkönig und den Klebebandspezialisten. Alles direkt nebeneinander. Und jeder stellt seine Ware einfach auf den Bürgersteig und zwingt seine Kunden zum Slalom durchs Sortiment. Und was nicht mehr gebraucht wird oder nicht mehr funktioniert, das fliegt auf die Straße. Wie der Textmarker, einen Block weiter, in der Straße für Schreib- und Haushaltswaren.

Da war selbst Herr Wu ein wenig irritiert und um Schadensbegrenzung für sein Land bemüht: Das sei nicht überall so in China.

Okay, und wie ist das mit dem Hund? Herr Wu schüttelte den Kopf: „Also ich habe bei mir zu Hause in China zwei Hunde.“ Es war als Beleg für die allgemeine Hundeffreundlichkeit gedacht, doch der Schuss ging nach hinten los. Denn die nächste Frage an Herrn Wu lautete: „Und jedes halbe Jahr bekommst du zwei neue Hunde?“

Rubriklistenbild: © Mediengruppe Kreiszeitung

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