0:2 – erst versagt das Flutlicht, dann Werder

Nichts Erhellendes nach der Finsternis

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Melvyn Lorenzen setzt sich – assistiert von Levin Öztunali – gegen Braunschweigs Joseph Baffo durch.

Bremen - Ach, wäre es doch dunkel geblieben… Dann wäre Werder Bremen am Abend die 0:2 (0:1)-Testspielpleite gegen Zweitligist Eintracht Braunschweig erspart geblieben. Und 827 Zuschauer im Stadion „Platz 11“ hätten sich bei Dauerregen nicht über eine schwache Vorstellung des Bundesligisten ärgern müssen.

Erst mit 24 Minuten Verspätung ging es los. Grund: Eine durchgebrannte Sicherung hatte eine Viertelstunde vor dem geplanten Anpfiff für den Ausfall des Flutlichts gesorgt. Der technische Schaden wurde zwar zügig behoben, die Bremer Rumpfmannschaft stand dennoch nicht unter Strom und lieferte kaum etwas Erhellendes ab. Während Werder in der Offensive völlig harmlos agierte, freute sich Eintracht Braunschweig über die Treffer von Saulo Dicarli (11.) und Patrick Schönfeld (78.). „Braunschweig war einfach besser. Bei uns war noch viel Spielraum für Verbesserungen“, sagte Torsten Frings anschließend. In der Stimme des Bremer Co-Trainers schwang dabei weit weniger Ärger mit, als man ob des Resultats und der Leistung der Mannschaft hätte erwarten können. „Nach diesem Spiel“, meinte Frings kühl, „kann sich jeder nochmal selber überprüfen.“

Das ging an die Adresse von Akteuren wie Felix Kroos, Levin Öztunali, Levent Aycicek und auch Melvyn Lorenzen. Sie alle wollen Bundesliga spielen, drängten sich in Abwesenheit der angeschlagenen, geschonten oder auf Länderspieltour befindlichen Stammakteure aber nicht auf. Auch das, so Frings, sei jedoch eine wertvolle Erkenntnis: „Hier haben sie die Chance, sich zu beweisen. Wenn sie es dann nicht machen, dürfen sie sich nicht beschweren, wenn sie nicht berücksichtigt werden.“

Tatsächlich kreierten die Offensiven Lorenzen (als einzige Spitze), Öztunali (links in der Vierer-Mittelfeldreihe) und Aycicek (rechts) kaum Chancen. Einmal war es knapp, als Lorenzen nur Zentimeter fehlten (19.), aber sonst war Werder nur noch mit einem abgefälschten Aycicek-Freistoß gefährlich (71.). Auf der Tribüne sah Geschäftsführer Thomas Eichin das fruchtlose Bemühen, blieb in seiner Kritik aber moderat. „Die Partie diente dazu, dass alle Spielpraxis bekommen“, sagte er. Zusatz: „Aber ein Törchen hätten wir schon schießen können.“

Werder: Wiedwald (46. Oelschlägel) - Zander (62. Busch), Hüsing, Lukimya, Sternberg (80. Argyris) - Kroos - Aycicek, Fröde, von Haacke, Öztunali (70. Hilßner) - Lorenzen.

csa

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