Drei Elfmeter - acht Tore: Werder und Hoffenheim liefern Spektakel

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Hoffenheim gegen Werder Bremen 4:4

Bremen - Was für ein Spiel: Drei Elfmeter - insgesamt acht Tore. Die Partie Werder Bremen gegen Hoffenheim wird noch eine ganze Weile Gesprächsstoff bieten.

Werder Bremen hat in einem Wahnsinnsspiel mit drei Elfmetern und acht Toren den Sturz in die Krise abgewendet. Bei 1899 Hoffenheim kamen die Hanseaten nach einem 0:2 und 2:4 zurück - sie erkämpften sich durch das erste Bundesligator von Philipp Bargfrede (90.+1) am Ende ein 4:4 (2:2).

Bremen vermied damit seine dritte Niederlage in Serie, Hoffenheim hat nur eines der vergangenen neun Spiele gewonnen. Sejad Salihovic (12. und 18.) traf zweimal per Foulelfmeter für die Hoffenheimer. Außerdem waren Kevin Volland (49.) und Kai Herdling (53.) erfolgreich. Auf der anderen Seite verwandelte Aaron Hunt (45.) einen Handelfmeter, zudem trafen Eljero Elia (45.+1), Nils Petersen (58.) - und in der Nachspielzeit Bargfrede.

Die 25.608 Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena wurden bereits beim Blick auf die Aufstellung der Bremer überrascht. Obwohl Trainer Robin Dutt seinem umstrittenen Torwart Sebastian Mielitz in den vergangenen Tagen öffentlich den Rücken gestärkt hatte, verbannte der Coach den Keeper auf die Ersatzbank. Für Mielitz stand Raphael Wolf zwischen den Pfosten, der 25-Jährige absolvierte sein erstes Bundesligaspiel. Die Maßnahme Dutts dürfte neue Spekulationen über eine Rückkehr des in Hoffenheim ausgemusterten Tim Wiese hervorrufen. Der 31 Jahre alte Ex-Nationaltorhüter, der das Spiel von der Tribüne aus verfolgte, hatte allerdings vor der Partie erklärt, dass er nicht an die Weser zurückkehren wolle.

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Schon in der 5. Minute konnte sich Wolf auszeichnen. Der Debütant parierte gegen den frei vor ihm aufgetauchten Brasilianer Roberto Firmino. Auch im Anschluss bestimmten die Gastgeber das Geschehen. Sven Schipplock, der für den zuletzt schwachen Torjäger Anthony Modeste in die Startelf gerückt war, vergab die nächste gute Chance (9.). Zwei Minuten später wurde es turbulent. Zunächst scheiterte Volland an Wolf, wenige Sekunden später wurde der Kapitän der deutschen U21 von Santiago Garcia gefoult. Der Bosnier Salihovic verwandelte den fälligen Strafstoß sicher. Es war das fünfte Saisontor des Außenverteidigers. Im Gegenzug hätten die Bremer ausgleichen können. Aaron Hunt konnte Hoffenheims Torwart Koen Casteels aber nicht überwinden (13.). Kurz darauf bekamen die Hoffenheimer, die am Dienstag im Achtelfinale des DFB-Pokals bei Schalke 04 antreten müssen, den nächsten Elfmeter von Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) zugesprochen. Cedric Makiadi hatte Eugen Polanski zu Fall gebracht. Salihovic verwandelte frech per Lupfer. Im Anschluss vergaben die Gastgeber mehrere gute Möglichkeiten. Das rächte sich. Zunächst nahm der in der Mauer stehende Schipplock bei der Abwehr eines Hunt-Freistoßes die Hand zu Hilfe. Wieder zeigte Stark auf den Punkt, Hunt traf.

Nur wenige Sekunden später leistete sich Casteels einen groben Fehler, den Elia nutzte. Allerdings stand Hunt bei der Vorbereitung des Treffers wohl knapp im Abseits. Zu Beginn des zweiten Durchgangs war Bremen eigentlich besser, das Tor erzielten aber die Hoffenheimer. Nach Vorarbeit von Salihovic war Volland per Kopf zur Stelle. Es war das sechste Saisontor des früheren Münchners.

Irres Spiel: Hoffenheim - Werder Bremen 4:4

Irres Spiel: Hoffenheim - Werder Bremen 4:4

Kurz darauf traf Herdling mit einem sehenswerten Distanzschuss. Es dauerte nur wenige Minuten, dann war der eingewechselte Petersen erfolgreich. Beste Spieler aufseiten der Hoffenheimer waren Salihovic und Herdling. Bei Bremen überzeugten Hunt und Mehmet Ekici.

sid

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