Rote Karte in der Nachspielzeit

Nach Roter Karte gegen Bayer Leverkusen: Harte Strafe für Werder-Talent Eren Dinkci

Eren Dinkci sieht in der Nachspielzeit des Spiels von Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen die Rote Karte und ist für drei Bundesliga-Spiele gesperrt.
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Eren Dinkci sieht in der Nachspielzeit des Spiels von Werder Bremen gegen Bayer Leverkusen die Rote Karte und ist für drei Bundesliga-Spiele gesperrt.

Bremen –  Es sollte ein einfaches taktisches Foul werden, geriet aber zu einer Grätsche von hinten: Eren Dinkci hatte es in der Bundesliga-Partie zwischen Werder Bremen und Bayer 04 Leverkusen (0:0) in der Nachspielzeit dann doch ein wenig übertrieben und für sein Einsteigen gegen Leverkusens Nadiem Amiri von Schiedsrichter Markus Schmidt die Rote Karte gesehen. Jetzt ist klar: Der Werder-Youngster wird vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für drei Bundesliga-Spiele gesperrt.

Eine vergleichsweise harte Strafe für Eren Dinkci, der vermutlich keine böse Absicht hatte, das Timing ließ aber zu Wünschen übrig. Damit verpasst der 19-jährige Angreifer den Endspurt des SV Werder Bremen im Bundesliga-Abstiegskampf. Sollte Werder aber noch die Relegation spielen müssen, stünde Dinkci für das Rückspiel wieder zur Verfügung.

Werder Bremen Eren Dinkci sieht Rote Karte und wird für drei Bundesliga-Spiele gesperrt

Für Werder Bremen war es die erste Rote Karte der Saison und der zweite Platzverweis überhaupt. Nur Kevin Möhwald hatte am 9. Spieltag beim VfL Wolfsburg die Gelb-Rote Karte gesehen. Und nun? Die Aufstellung von Werder Bremen gegen den FC Augsburg – so dürfte die Startelf aussehen!(tst)

Zur letzten Meldung vom 9. Mai 2021:

Übermotivierter Eren Dinkci sorgt für erste Rote Karte der Werder Bremen-Saison: „Er hat es übertrieben“

Die Absicht war ein taktisches Foul, die Ausführung geriet aber so rabiat, dass Schiedsrichter Markus Schmidt gar keine andere Wahl blieb als diese: Rot für Eren Dinkci, Platzverweis in der Nachspielzeit für den jungen Profi des SV Werder Bremen, der es beim Versuch, einen gegnerischen Konter zu unterbinden schlicht übertrieben hatte.

20, 30 Meter war der Bremer aus der Leverkusener Hälfte kommend seinem Gegenspieler Nadiem Amiri hinterhergelaufen. Um ihm dann kurz hinter der Mittellinie von hinten in die Beine zu grätschen. Angriff gestoppt, lange bevor es hätte gefährlich werden können für Werder Bremen. Aber der Preis war der Platzverweis für den 19-Jährigen, eine Premiere natürlich für ihn in der Bundesliga, mit der in zwei Statistiken, in denen man lieber nicht vorkommen möchte, Spitzenplätze übernahm. Eren Dinkci ist laut „kicker“ der jüngste Rotsünder in der Bremer Bundesliga-Historie (vorher Mesut Özil) und belegt im Liga-Ranking der spätesten Joker mit einem Platzverweis Platz sechs: Eingewechselt in Minute 84, geflogen in der Nachspielzeit. Platz eins belegt übrigens auch ein Bremer. Assani Lukimya kam 2012 gegen den VfB Stuttgart nach 89 Minuten ins Spiel und sah noch Rot.

Werder Bremen: Eren Dinkcis Einsteigen jenseits der Grenzen eines taktischen Fouls - Rot!

Nach Dinkcis Foul fühlte sich Werder-Trainer Florian Kohfeldt in der Pflicht, Abbitte zu leisten beim Werksclub. „Man muss ganz klar sagen, dass es eine Rote Karte war. Das Allerwichtigste ist, dass es Nadiem Amiri gut geht. Auch ich habe mich bei ihm entschuldigt. Denn so macht man das nicht. Dafür stehen wir nicht, dafür können wir uns nur entschuldigen“, sagte der Werder-Coach. Für Werder Bremen war es die erste Rote Karte der Saison und der zweite Platzverweis überhaupt. Zuvor hatte nur Kevin Möhwald beim 3:5 beim VfL Wolfsburg am neunten Spieltag Gelb-Rot gesehen.

Das Einsteigen von Eren Dinkci lag jenseits der Grenzen eines taktischen Fouls. Niemals hätte er, der erst sieben Minuten zuvor eingewechselt worden war, im Laufduell mit Amiri an den Ball kommen können. Aber um den jungen Mann nicht plötzlich als Rüpel dastehen zu lassen, warfen sich die Bremer ordentlich ins Zeug. „Das war nicht böse gemeint von Eren“, verteidigte beispielsweise Maximilian Eggestein den Kollegen. Und Kohfeldt hielt Dinkci zugute, in der von viel Bremer Kampf geprägten Partie für einen Augenblick „übermotiviert“ gewesen zu sein: „Da waren Emotionen im Spiel, und er hat kurz die Übersicht verloren. Er wollte den Angriff stoppen und hat es dabei übertrieben.“

Werder Bremen: Eren Dinkci verpasst nach Roter Karte wohl die letzten beiden Bundesliga-Spiele

Hinterher habe der aus der U23 aufgestiegene Stürmer „bedröppelt in der Kabine“ gesessen, berichtete Kohfeldt: „Eren hat sich für das Foul entschuldigt. Er ist ein lieber Kerl, der sein siebtes Bundesliga-Spiel gemacht hat. Wahrscheinlich war es sein erstes Foul in der Bundesliga, aber es war halt ein blödes Foul.“

Eren Dinkci muss nun damit rechnen, dass die Saison für ihn gelaufen ist und er seiner Mannschaft in den letzten zwei verbleibenden Spielen nicht mehr helfen kann, die Klasse zu sichern. Nur mit viel Glück kommt er vor dem DFB-Sportgericht mit nur einem Spiel Sperre davon. Kohfeldt plädierte schon einmal vorsichtig dafür: „Ich würde darum bitten, mildernde Umstände geltend zu machen. Eren ist alles andere als ein unfairer Spieler.“ (csa)

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