Entwarnung bei Obraniak: Kein Infarkt, nur die Folgen einer Grippe

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Ludovic Obraniak (Archivbild)

Bremen - Diese Meldung schreckte auf: Verdacht auf Herzinfarkt bei Ludovic Obraniak! So meldeten es diverse türkische Medien am Samstagabend. Aber schon wenig später war klar: Der Verdacht bestätigte sich nicht, Obraniak kehrte noch am Abend zur Mannschaft zurück.

Was aber war passiert, dass sich Fans in der Türkei und in Bremen um den Franzosen sorgen mussten? Es waren wohl die Folgen einer Grippe, die bei dem 30-Jährigen zu leichten Herzrhythmusstörungen geführt hatten. Im Spiel seines Clubs Rizespor, an den Obraniak bis Saisonende von Werder Bremen verliehen ist, gegen den aktuellen türkischen Meister Fenerbahce (1:5) bat der Mittelfeldspieler nach einer halben Stunde um seine Auswechslung.

Grund: Ihm sei unwohl geworden. Es folgten die Untersuchungen im Krankenhaus und die Entwarnung: kein Infarkt, nicht das kleinste Problem festzustellen. Die Aufregung war dennoch nicht grundlos, wie Werder-Sportdirektor Rouven Schröder nach Rücksprache mit Obraniaks Berater Daniel Neuber berichtete.

Denn Obraniak hatte in den Tagen vor dem Spiel mit einer Erkältung und 39 Grad Fieber flach gelegen. Er verpasste Traininsgeinheiten, wollte gegen Fenerbahce aber offenbar unbedingt spielen. „Da hat er wohl auf ein paar Signale seines Körpers nicht geachtet“, meint Schröder: „Er war nicht voll in der Trainingsbelastung, hat dann im Spiel ein bisschen Atemnot bekommen.“

Grund genug zur Vorsicht. Den Untersuchungen am Samstag folgten weitere am Sonntag. Und Schröder atmet auf: „Der Stand ist, dass nichts Schlimmes festgestellt wurde.“ Hätte jedoch eine ernsthafte Erkrankung vorgelegen, „hätten wir darüber nachdenken müssen, den Spieler eventuell zur Behandlung nach Bremen zu holen“.

Ludovic Obraniak ist seit dem Januar an Caykur Rizespor ausgeliehen. Der türkische Erstligist kann den Spielmacher im Sommer per Option fest verpflichten. Dann würden 1,5 Millionen Euro Ablöse fällig. Obraniaks Vertrag bei Werder läuft noch bis 2016.
csa

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