Und Werder geleitet den Niederländer zur Tür: Eichin hofft auf Wintertransfer

Elia kündigt Abschied an

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Eljero Elia will weg aus Bremen – und er soll auch gehen.

Bremen - Eljero Elias Zeit bei Werder Bremen ist abgelaufen – den nächsten Beweis hierfür gab es gestern Nachmittag. Der Niederländer fehlt im Kader für das Heimspiel heute Nachmittag (15.30 Uhr) gegen Hannover 96. Trainer Viktor Skripnik, der ihn tags zuvor deutlich kritisierte, hat mal wieder keine Verwendung für den 27-Jährigen. Beide Seiten wollen die Zusammenarbeit, die in zweieinhalb Jahren nie fruchtbar war, nur noch beenden – möglichst im Winter.

Schon vor seiner erneuten Nichtberücksichtigung hatte Elia gestern seinen Wechselwunsch geäußert. Deutlich wie nie. Der Ex-Nationalspieler, der in Bremen seit Wochen beharrlich schweigt, wurde auf dem niederländischen Fußballportal „Twente Insite“ – einer Fanseite seines früheren Clubs Twente Enschede – wie folgt zitiert: „Ich hoffe auf einen schnellen Transfer. Dass ich im Winter gehe, ist fast sicher. Ich hoffe auf einen Verein aus England.“

Und Werder hofft, dass Elias Berater tatsächlich einen Club bringt, der den Außenstürmer sofort nimmt und möglichst auch noch eine ordentliche Ablösesumme hinblättert. „Beide Partien wissen Bescheid, was Sache ist. Wir versuchen, eine Lösung für den Winter zu finden“, erklärte Sportchef Thomas Eichin gestern Abend: „Aber es ist kein Wunschkonzert, es muss passen.“

Dass Elia öffentlich seinen Weggang aus Bremen forciert, kommentiert der 48-Jährige nicht. Er wird aber froh sein, dass der 2012 verpflichete 5,5-Millionen-Euro-Flop und Großverdiener seinen Vertrag bis 2016 nicht aussitzen will.

Das habe er ohnehin nie vorgehabt, beteuert Elia. „Wenn ich lesen muss, dass ich hier nicht weg will, weil ich so gut verdiene, ist das doch krank.“ Vielmehr habe er schon im Sommer auf seinen Abschied gedrängt: „Ich wollte weg, hatte grünes Licht von meinem Berater. Aber mein Trainer ließ mich nicht gehen.“ Werders Ex-Coach Robin Dutt war ein Fan des Holländers, stellte ihn trotz schwacher Leistungen immer wieder auf. Skripnik tut das nicht. Der Ukrainer ist mit Elias Spielweise nicht einverstanden, vermisst die Dynamik und sortiert ihn deshalb regelmäßig aus.

Elia wiederum kann der neuen Bremer Taktik mit zwei Stürmern, die auch Defensivaufgaben haben, überhaupt nichts abgewinnen: „Dieses System passt nicht zu mir. Ich verteidige mehr als dass ich angreife.“

mr

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