Ekici, Ignjovski und Lukimya

Festkrallen in der Startelf

+
Mehmet Ekici

Bremen - Drei Profis, ein Ziel: Mehmet Ekici, Aleksandar Ignjovski und Assani Lukimya, die im Nordderby beim Hamburger SV am Sonntag mal wieder eine Chance von Anfang an erhielten, wollen unbedingt in Werders Startelf bleiben – und auch morgen Abend (20.30 Uhr) im Heimspiel gegen Hannover 96 erste Wahl sein.

Alle Drei dürfen sich berechtigte Hoffnungen machen, dass es klappt.

Mehmet Ekici

Der türkische Nationalspieler hat Blut geleckt. Gegen den HSV stand er zum ersten Mal seit dem 17. März 2012 (0:1 in Dortmund) in der Startelf – und dort will er jetzt nicht mehr raus. „Die Leistung war insgesamt ganz ordentlich. Ich denke, ich habe einen Schritt nach vorne gemacht. Natürlich will ich jetzt meine Chance nutzen und wieder spielen“, betont Ekici.

Die Aussichten, auch morgen zur Bremer Anfangself zu gehören, sind ziemlich gut. Erstens trainierte Ekici in den vergangenen Tagen immer in der A-Elf – und wertet das durchaus als gutes Zeichen: „Da macht man sich schon seine Gedanken. Ich bin ganz optimistisch und positiv gestimmt.“ Zweitens fand Trainer Thomas Schaaf Ekicis Auftritt im Nordderby ordentlich: „,Memo‘ konnte sich empfehlen, war engagiert, gefährlich und hat viel von seinen Qualitäten gezeigt.“ Und drittens fehlen in Clemens Fritz und Marko Arnautovic (beide Gelb-Rot-Sperre) zwei Spieler. Ekici könnte – wie in Hamburg – eine der Halbpositionen im Mittelfeld übernehmen. Oder er rückt auf den rechten Flügel. Beides wurde trainiert. Ekici selbst will einfach nur im Team bleiben und sagt: „Ich traue mir beide Positionen auf jeden Fall zu.“

Im Nordderby hatte der 22-Jährige erfrischend begonnen, baute dann aber merklich ab. Insgesamt war es keine Top-, aber auch keine Flopleistung. Ekicis Urteil: „Man kann so viel trainieren, wie man will – man braucht eben den Spielrhythmus. Und der fehlt mir noch.“

Aleksandar Ignjovski

Aleksandar Ignjovski

Er ist Werders Allzweckwaffe, kann links und rechts hinten oder auf der „Sechs“ im Mittelfeld spielen – und auch Rechtsaußen. Im Nordderby vertrat „Iggy“ den noch nicht wieder ganz fitten Marko Arnautovic als Flügelmann. Er spielte diese Rolle bei weitem nicht so offensiv, bereitete aber trotzdem per Linksflanke das 1:0 vor (sein erster Saison-Assist) und war mit seinen kämpferischen Qualitäten der beste Bremer. „Auf der Position habe ich bisher nur in der Jugend gespielt“, erinnert sich Ignjovski: „Ich brauchte ein paar Minuten, bis ich drin war. Aber die Torvorlage hat mir dann Selbstvertrauen gegeben.“

Große Töne spuckt der in der Öffentlichkeit sehr zurückhaltende Serbe (vier Startelfeinsätze) nun aber nicht. Er würde sich freuen, auch morgen zu spielen – egal wo. Vermutlich wandert der 22-Jährige von vorne nach hinten. Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie, in Hamburg erschreckend schwach, rutschte gestern im Training in die B-Formation – da deutet sich eine Startelf-Pause an. Falls „Theo“ doch spielt, ist „Iggy“ ein heißer Kandidat als „Sechser“.

Assani Lukimya

Assani Lukimya

Fünf Mal durfte er bisher in der Anfangsformation ran, erstmals im Hinspiel in Hannover (2:3). Nun geht es wieder gegen „96“ – und „Luki“ wird das halbe Dutzend Startelf-Einsätze wahrscheinlich vollmachen. In der Hinrunde profitierte er meistens vom Pech seines Konkurrenten Sebastian Prödl, der verletzt ausfiel beziehungsweise noch leicht angeschlagen war. Und ein Mal kickte sich Lukimya auch selbst raus. Als der 27-Jährige gegen Düsseldorf sein zweites Spiel hintereinander von Anfang an machen durfte, sah er Gelb-Rot und saß nach abgesessener Sperre wieder draußen.

In Hamburg bekam er den Vorzug, weil Trainer Schaaf den Kongolesen stärker einschätzte als Prödl. Lukimya war hinten zwar nicht fehlerfrei, betrieb vorne aber mit seinem 1:0 gute Eigenwerbung. Doch er mag sich über sein erstes Bundesliga-Tor nicht so recht freuen und fragt: „Was nützt mir das Tor, wenn wir am Ende verlieren?“ Morgen will Lukimya wieder zur Angangsformation gehören – und diesmal in der Siegermannschaft spielen. · mr

Schlammschlacht beim Werder-Training

Das könnte Sie auch interessieren

Herbstmarkt in der Syker Innenstadt

Herbstmarkt in der Syker Innenstadt

"Stolzer" Wagner bezwingt polternden Mourinho

"Stolzer" Wagner bezwingt polternden Mourinho

Regierungspartei gewinnt Wahl in Japan

Regierungspartei gewinnt Wahl in Japan

Einzelkritik: Pavlenka sicher, Bartels ganz schwach

Einzelkritik: Pavlenka sicher, Bartels ganz schwach

Meistgelesene Artikel

Rosenberg zum dritten Mal Schwedischer Meister

Rosenberg zum dritten Mal Schwedischer Meister

Das passiert am Dienstag

Das passiert am Dienstag

Schlimme Werder-Krise: Nouri bleibt, Psychologe kommt

Schlimme Werder-Krise: Nouri bleibt, Psychologe kommt

Das passiert am Mittwoch

Das passiert am Mittwoch

Kommentare