Vor Werder gegen Frankfurt

Frankfurter Durm im DeichStube-Interview über Werder, die Eintracht im Titelkampf und den (vielleicht) besten Spieler der Bundesliga

Vor Werder Bremen gegen Frankfurt: Eintracht-Profi Erik Durm spricht im DeichStube-Interview über das brisante Bundesliga-Duell.
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Vor Werder Bremen gegen Frankfurt: Eintracht-Profi Erik Durm spricht im DeichStube-Interview über das brisante Bundesliga-Duell.

Bremen - Wenn es nach seiner persönlichen Bilanz geht, könnte Werder Bremen fast schon eine Art Lieblingsgegner für Erik Durm sein. Vier Mal hat der 28-jährige, der bei Eintracht Frankfurt aktuell als rechter Mittelfeldspieler aufläuft, bisher gegen die Hanseaten gespielt, vier Mal hat er gewonnen – allerdings jedes Mal im Trikot von Borussia Dortmund.

 Nun trifft der Weltmeister von 2014 erstmals für Eintracht Frankfurt auf Werder Bremen. Im Interview mit der DeichStube spricht Erik Durm über das Spiel am Freitag, wie weit der aktuelle Höhenflug der „Adler“ wohl noch geht und welcher Frankfurter der derzeit wohl beste Spieler in der Bundesliga ist.

Wie sehr ärgert Sie, dass Sie beim Sieg im Spitzenspiel gegen die Bayern verletzt ausgefallen sind?

Klar wäre ich gerne dabei gewesen – wer wäre das nicht. Aber ich freue mich viel mehr über den Sieg

Was macht die Blessur? Können Sie am Freitag wieder auflaufen?

Wir werden es sehen. Ich bin jedenfalls wieder im Training und werde alles versuchen, um fit zu werden.

Die Eintracht hat mit der tollen Aktion, die Namen der Opfer des Anschlags in Hanau auf den Aufwärmtrikots zu tragen, bundesweit Anerkennung erfahren. Ihr Mannschaftskollege Amin Younes hat nach seinem Tor spontan das Trikot präsentiert. Wie haben Sie das erlebt?

Es war einfach eine tolle Geste von Amin, die ganz deutlich zeigt und unterstreicht, wofür Eintracht Frankfurt als Verein und natürlich auch wir als Mannschaft stehen.

Vor Werder Bremen gegen Frankfurt: Ist die Eintracht aktuell die beste Mannschaft der Bundesliga?

Beeindruckende erste Hälfte beim Erfolg gegen die Münchner. Stimmen Sie Ihrem Kollegen Kevin Trapp zu, der die Eintracht als momentan beste Mannschaft in der Liga bezeichnet?

Zumindest haben wir in diesem Jahr die meisten Punkte geholt und sind ungeschlagen. Das sind die Fakten. Ob wir die beste Mannschaft sind, sollen andere beurteilen. Wichtig ist, dass wir konstant unsere beste Leistung abrufen.

Kann Frankfurt noch in den Titelkampf eingreifen?

Das halte ich für vermessen. Wir wollen uns für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren. Das gilt nach wie vor.

Ist nach dem Lauf in diesem Jahr die Qualifikation für die Champions League das Minimalziel?

Es so auszudrücken ist ebenfalls vermessen. Natürlich haben wir in der aktuellen Situation eine Chance, aber es liegen noch schwere Aufgaben vor uns – unter anderem am Freitag in Bremen.

Was sind die Gründe für das Hoch?

Wir haben uns spielerisch weiterentwickelt und natürlich jede Menge Selbstvertrauen. Dazu sind wir von Verletzungen verschont geblieben – und selbst wenn wir wie gegen Bayern Ausfälle haben, dann ist unser Kader stark genug, um diese aufzufangen.

Alle schwärmen von der Frankfurter Offensive. Viele bewerten den Japaner Kamada als derzeit besten Bundesliga-Profi. Stimmen Sie zu?

Ich denke, wir haben einige gute Offensivkräfte. Andre Silva hat schon 18 Tore erzielt, Amin Younes war gegen Bayern überragend. Daichi ist da in sehr guter Gesellschaft...

Kann Werder Bremen auf Ihrem Siegeszug zum Stolperstein werden?

Es ist doch in jedem Bundesliga-Spiel so, dass jeder jeden schlagen kann, wenn eine Mannschaft nicht 100 Prozent Leistungsfähigkeit abruft. Also wird es für uns wichtig sein, genau das zu tun.

Schon wieder heftiger Zoff zwischen Werder Bremen und Eintracht Frankfurt – was passiert ist!

Wie beurteilen die Bremer Elf?

Sie spielen sehr kompakt und kassieren wenig Gegentore – Hoffenheim war da sicher ein Ausreißer. Werder ist für jeden Gegner schwer zu bespielen, gerade im eigenen Stadion. Da brauchen wir schon eine Topleistung, um zu gewinnen.

Werder hat sich in der Defensive stabilisiert und kassiert kaum Gegentore. Wie knackt die Eintracht den Bremer Beton?

Wir werden Geduld benötigen und Konsequenz bei der Chancenverwertung.

Im Hinspiel haben Sie nicht gespielt. Welche Erinnerungen haben Sie an das 1:1?

Wir waren in der ersten Hälfte etwas zu sehr verhalten, und nach der Pause mussten wir nach einem Konter einem hinterherlaufen. Danach waren wir aber deutlich überlegen und hätten das Spiel gewinnen können.

Trainer Adi Hütter stand auch schon mal auf der Bremer Wunschliste. Was zeichnet den Coach aus?

Er ist sehr klar in der Ansprache und in dem, was er auf dem Platz sehen will, dazu sehr kommunikativ. Dazu lässt er offensiven Fußball spielen.

Hoch gehandelt wird auch Werder-Trainer Florian Kohfeldt. Welchen Eindruck haben Sie von ihm?

Er ist ein junger, auf mich sympathisch wirkender Trainer. Er hat die Mannschaft stabilisiert und macht sicher einen guten Job in Bremen.

Werder Bremen im Abstiegskampf: Wird sich der SVW retten können? Das sagt Frankfurts Erik Durm im Interview

Zu Ihrer Person: Anfangs hatten Sie in Frankfurt gewisse Probleme, inzwischen sind Sie Stammspieler. Was sind die Gründe für den Leistungsschub?

Ich weiß nicht, ob ich Riesendinge verändert habe, eher nicht. Ich weiß, dass es sich abgedroschen anhört, doch ich habe einfach weiter Gas gegeben und es hat funktioniert. Ich habe nicht auf einmal erst den linken Schuh statt des rechten angezogen (lacht), nein, ich habe einfach nie resigniert, nie lamentiert, dafür aber die Situation respektiert. Das heißt nicht, dass ich sie akzeptiert habe.

Von Dortmund sind Sie nach Huddersfield gewechselt. Damals der richtige Karriereschritt?

Ja, denn ich war zuvor lange verletzt und wollte wieder spielen. So kam es dann auch.

Wie sehen Sie den Abstiegskampf? Wird Werder sich retten können?

Ich denke, die Mannschaft ist stabil genug.

Auch interessant: Mit dieser Startelf-Aufstellung dürfte Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt loslegen! Und: Besseres Timing bei Transfers: So hat Eintracht Frankfurt Werder Bremen abgehängt!

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