Hunt und Garcia wohl mit an Bord

Caldirola macht klar: „Das wichtigste Spiel der Saison“

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Zurück im Teamtraining: Werders Vizekapitän Aaron Hunt (rechts) begrüßt auf dem Platz erst mal Co-Trainer Damir Buric. Im Hintergrund ist Santiago Garcia zu sehen, der ebenfalls wieder beschwerdefrei ist

Bremen - Von Carsten Sander. Es ist zwar nur das erste von fünf bedeutungsschweren Spielen in Folge, doch für Werder-Verteidiger Luca Caldirola besteht kein Zweifel: Das Match morgen bei Tabellennachbar Eintracht Frankfurt „ist für uns das wichtigste Spiel der Saison“. Den Grund liefert der Italiener auch gleich mit:

„Jetzt können wir uns das Selbstvertrauen für die folgenden Aufgaben holen.“

Morgen ab 15 Uhr auf Kreiszeitung.de: Der Liveticker zur Partie Eintracht Frankfurt gegen Werder Bremen

Und die Aufgaben haben es in sich. Es sind die Wochen der Wahrheit, die vor Caldirola und Werder Bremen liegen. Erst Frankfurt, dann das Nordderby gegen den Hamburger SV, anschließend Nürnberg, Stuttgart, Freiburg – allesamt Gegner, die sich in der Tabelle im Bremer Dunstkreis aufhalten. Im Idealfall ist Werder am Ende des Fünferpacks der größten Abstiegssorgen ledig, im schlimmsten Fall steht der Club dann auf einem Abstiegsplatz. „Wir brauchen die Punkte“, fordert Caldirola folglich und will gleich mit einem Dreier in Frankfurt starten: „Ich bin überzeugt, dass wir dort gewinnen können.“

Die personellen Voraussetzungen sind jedenfalls nahezu perfekt. Sowohl Vize-Kapitän Aaron Hunt als auch Linksverteidiger Santiago Garcia kehrten gestern ins Teamtraining zurück. Weshalb Trainer Robin Dutt gestern erstmals in dieser Saison Vollbesetzung vermelden konnte. „Es sieht so aus, als hätte ich bei der Kaderbenennung die Qual der Wahl“, meinte der Coach. Auch Kapitän Clemens Fritz (acht Wochen Pause wegen einer Bauchmuskelverletzung) wird erstmals in der Rückrunde zum 18er-Kader gehören. Dutt: „Wenn er sagt, er ist fit, dann ist er als Kapitän natürlich dabei.“ Gleichwohl wird Aleksandar Ignjovski auf der Position des Rechtsverteidigers vermutlich den Vorzug erhalten, Fritz muss wohl auf der Bank Platz nehmen.

Startelf, Bank oder Sofa daheim – wie Aaron Hunt seinen Sonntag verbringen wird, entscheidet sich erst heute im Abschlusstraining. Der 27-Jährige, wegen Knieproblemen beinahe zwei Wochen außer Betrieb gesetzter Bremer Mittelfeldmotor, zog die Trainingseinheit gestern zwar durch („Es war alles okay“), grünes Licht für einen Einsatz konnte er jedoch noch nicht geben. Die Chance auf seinen Einsatz in Frankfurt sei grundsätzlich da, teilte Hunt mit, die Entwicklung heute müsse aber noch abgewartet werden.

Etwas anders sieht es bei Santiago Garcia aus. Der Argentinier legte sich nach abgelaufener Sperre und überstandener Innenbandreizung bereits gestern fest: Er kann spielen, er will spielen. „Mir geht es gut, ich habe Lust auf Sonntag“, sagte er voller Optimismus.

Lust auf Sonntag, Lust auf die Eintracht, Lust auf den puren, reinen Abstiegskampf. Als Tabellen-13. fährt Werder zum punktgleichen Zwölften – das sagt schon alles über die Bedeutung der Partie. Der Gewinner verschafft sich Luft, der Verlierer muss weiter den Mief des Tabellenkellers atmen. Folgerichtig also, dass Caldirola die Dienstreise nach Hessen zur ultimativen Herausforderung für das Bremer Team erhebt.

Allerdings liegt der Innenverteidiger nicht auf einer Linie mit seinem Coach. Wie es sich für einen Trainer gehört, lässt sich Robin Dutt nicht von der Aufregung um die Wochen der Wahrheit anstecken. „Wir haben noch 13 Spiele bis Saisonende, und ich sehe keinen Sinn darin, eine Unterteilung in fünf Partien hier und acht Partien dort vorzunehmen“, meint der 49-Jährige, der – würde er etwas anderes sagen – in große Erklärungsnotstand geriete, wenn Werder in den fünf Duellen mit direkten Konkurrenten versagt. Soll er dann nach dem 26. Spieltag mit Blick auf das schwere Restprogramm (unter anderem gegen Schalke, Bayern und Leverkusen) die weiße Fahne über dem Weserstadion hissen? Natürlich nicht.

Also besser die Bedeutung kleinreden. Und parallel an großen Fortschritten arbeiten. Dutt ließ sein Team gestern geheim trainieren und wünscht auch heute keine interessierte Öffentlichkeit am Platz. „Wir wollen uns einspielen, wollen einige Abläufe einstudieren. Dabei brauchen wir keine Frankfurter Spione“, erklärte er.

Bleibt abzuwarten, ob das Ergebnis der Geheimniskrämerei morgen in der Commerzbank-Arena sichtbar wird. „Es wäre“, sagte Robin Dutt und befand sich nun doch in der Caldirola-Spur, „schon mal ein geschickter Schritt, in Frankfurt drei Punkte zu holen“.

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