Nächste Woche soll alles klar sein

Eichin-Poker: Zwei Jahre als Lösung

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THOMAS EICHIN darf sich freuen, er wird wohl noch länger Werder-Sportchef bleiben.

Bremen. - Von Björn Knips. Was ist eigentlich mit Thomas Eichin? Die Vertragsverlängerung des Werder-Sportchefs sollte längst erledigt sein, ist sie aber immer noch nicht. Nun berichtet die „Bild“, dass ihm der Aufsichtsrat nur einen neuen Kontrakt bis Sommer 2017 angeboten hat. Das wäre gerade mal eine Verlängerung um ein Jahr. Eichins aktueller Vertrag läuft bis 2016. Ein Vertrauensbeweis sieht eigentlich anders aus.

Doch nach Informationen dieser Zeitung gehört das Angebot zum Pokerspiel. Eichin würde gerne für drei Jahre unterschrieben – inklusive einer ordentlichen Gehaltsaufbesserung. Das ist Werder zu lange. Und um in den Verhandlungen Spielraum zu haben, wurde offenbar das Minimalangebot gewählt. Ein Kompromiss muss her, und ist wohl auch gefunden worden. Eichin wird dem Vernehmen nach einen Vertrag bis 2018 erhalten – also eine Verlängerung um zwei Jahre. Schon in den nächsten Tagen soll das Thema abgehakt werden, wenn sich Aufsichtsratschef Marco Bode als Verhandlungsführer des Kontrollgremiums erneut mit Eichin trifft. Die Zeichen stehen klar auf Einigung.

Doch es bleibt in jedem Fall ein fader Beigeschmack. Die Verhandlungen haben sich sehr lange hingezogen, obwohl beide Seiten schon vor Monaten betont hatten, den Vertrag verlängern zu wollen. Allerdings war gleichzeitig zu hören, dass im Aufsichtsrat in der Personalie Eichin keine Einigkeit besteht. Einige Mitglieder des sechsköpfigen Gremiums sehen die Arbeit und das sehr selbstbewusste Auftreten des 48-jährigen Sportchefs, der seit Februar 2013 für Werder tätig ist, sehr kritisch.

Öffentlich äußern mag sich zu dem Thema kein Beteiligter. Auch Eichin und Bode blieben gestern trotz Nachfrage stumm.

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