Der Ex-Profi checkt die Bundesliga – und sieht Werder im Niemandsland der Tabelle

Effenbergs Rat: „Schotten dicht“

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Spaß bei der Arbeit: Sky-Checker Stefan Effenberg und Viktor Skripnik.

Bremen - Ein schwarzer Truck auf dem Park- und ein blonder „Tiger“ auf dem Trainingsplatz – klarer Fall: Stefan Effenberg ist da! Der Ex-Profi führt im Auftrag des Pay-TV-Senders Sky derzeit „Effes Bundesliga-Check“ durch. Und gestern machte er Station bei Werder Bremen.

Effenberg (46) umarmte zur Begrüßung seinen ehemaligen Gladbacher Teamkollegen Thomas Eichin (insgesamt acht Jahre gemeinsam bei der Borussia), plauderte anschließend entspannt mit dem Werder-Geschäftsführer. Auch mit Trainer Viktor Skripnik lachte er viel – scheinbar ist „Effe“ in Sachen Werder sorgenfrei – oder?

„Die Mannschaft wird nichts mit dem Abstieg zu tun haben, diese Befürchtung kann ich den Werder-Fans nehmen“, erklärte der ehemalige Nationalspieler. Mehr traut der Sky-Experte den Bremern mit ihrem „total authentischen“ Trainer aber auch nicht zu: „Nach Europa würde ich nicht unbedingt schielen, das ist nicht die Realität. Da sehe ich andere Mannschaften mit mehr Potenzial.“ Für Werder wird es sich „zwischen Rang neun und zwölf einpendeln“. Es knirsche in Angriff und Abwehr, sagt Effenberg in seinem Werder-Check.

Die Abgänge von Franco Di Santo und Davie Selke werden „richtig weh tun“, orakelt „Effe“: „Zusammen haben sie 22 Tore gemacht und waren auch für die Attraktivität zuständig. Die Kraft und Qualität nach vorne hat Werder verloren.“ Neuzugang Anthony Ujah sei zwar im auf Defensive getrimmten Team des 1. FC Köln auf beachtliche zehn Tore gekommen, „aber ob er das bringt, was vorher zwei gebracht haben, wage ich doch zu bezweifeln“, sagt Effenberg. Eine weitere Verstärkung für den Sturm sei deshalb enorm wichtig: „Erst dann kann man sagen, wo die Reise hingeht.“ Ein Tipp für den unter Beschaffungsdruck stehenden Ex-Kollegen Eichin: „Vom reinen Strafraumstürmer würde ich ihm abraten.“

Training mit Effenberg als Zaungast

65 Gegentore – „das ist schon eine Hausnummer, die darfst du nicht noch einmal schlucken“, spricht Effenberg aus, was ohnehin jeder weiß. Was keiner weiß, ist, wie die fast schon traditionelle Flut an Gegentreffern (in den beiden Jahren zuvor jeweils 66) einzudämmen ist. Ohne dabei die Identität als offensivfreudige Mannschaft zu verlieren, versteht sich. „Natürlich kannst du sagen, die Bremer stehen für Offensivfußball, aber du musst hinten die Schotten dicht machen“, rät Checker Stefan.

Zu einer starken Abwehr gehöre „eine Nummer eins, die dir auch mal ein Pünktchen festhält. Das war ja auch ein Problem in der Vergangenheit“, meint Effenberg, sieht in Felix Wiedwald aber die Lösung: „Er hat Potenzial gezeigt in den Spielen für Eintracht Frankfurt. Da war er nicht die Nummer eins, jetzt muss er sich als solche beweisen.“

csa

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