Noch mehr Zusammenhalt gefordert

Druck gegen Düsseldorf: Auch Werder-Boss Bode dreht an den Reglern

Marco Bode, Aufsichtsratschef des SV Werder Bremen, ist trotz der Krise „nicht bereit, alles grundsätzlich infrage zu stellen“.
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Marco Bode, Aufsichtsratschef des SV Werder Bremen, ist trotz der Krise „nicht bereit, alles grundsätzlich infrage zu stellen“.

Palma – Der Chef ist vor Ort. Marco Bode ist seit dem ersten Tag des Trainingslagers des SV Werder Bremen auf Mallorca dabei.

Und wenn er nicht gerade am Rande einer Trainingseinheit gekonnt mit Bällen jongliert, ist der Vorsitzende des Bremer Aufsichtsrates vor allem bemüht, durch Gespräche mit quasi allen Mitarbeitern „ein Gefühl für die Situation in der Mannschaft“ zu bekommen. Denn im Abstiegskampf, das macht Bode in einer als Interview getarnten Regierungserklärung auf „werder.de“ klar, ist ein gutes Binnenklima enorm wichtig.

Marco Bode erwartet Zusammenhalt bei Werder Bremen

„Ich weiß aus eigener Erfahrung: Wenn es nicht gut läuft, sucht man leicht die Verantwortung bei anderen. Das hilft null weiter“, sagt der 50-Jährige und fordert die Spieler in den kommenden Monaten zu noch mehr Zusammenhalt auf: „Es ist wichtig, dass jeder jetzt für sich die richtige Einstellung findet für die Rückrunde und möglicherweise aufkommende egoistische Gedanken ablegt.“

Störgeräusche müssen also ausgeblendet werden und auch Vertragssachen bis auf Weiteres ruhen. Nur Werder Bremen zählt, so die Botschaft des Bosses. Und die Fortuna aus Düsseldorf, die zählt natürlich auch. Gegen die nur einen Punkt und einen Rang besser platzierten Rheinländer wartet zum Start in die Rückrunde direkt ein Kellerkrimi auf den SV Werder. „Ich glaube, man muss niemandem erklären, wie bedeutsam dieses Auftaktspiel sein wird“, erklärt Bode einerseits. Andererseits sei es wichtig, „den Druck nicht zu groß werden zu lassen“. Doch dreht auch er an den Reglern, die die Spannung in der Mannschaft hochtreiben sollen.

Werder Bremen: „Schnelle Erfolgserlebnisse sind die beste Medizin“, sagt Marco Bode

Gegen den schlechten Eindruck, den das Team am Ende der Hinrunde gemacht hatte („Dieser Eindruck bestimmt ja leider momentan die öffentliche Wahrnehmung“, so Bode) gäbe es ein gut wirkendes Gegenmittel, meint er: „Schnelle Erfolgserlebnisse sind die beste Medizin.“ Werder Bremen muss vom ersten Spiel an liefern, und das Düsseldorf-Match wird für Spieler und Trainer zur großen Überprüfung, ob die Art der Rückrundenvorbereitung richtig war. Dann, so Bode, „werden wir sehen, wie diese kurze Vorbereitungszeit genutzt werden konnte“.

In der Krise hat der Aufsichtsratschef bislang fest zu Coach Florian Kohfeldt und Sportchef Frank Baumann gehalten – und dabei bleibt es auch. Obwohl in der Hinrunde vieles nicht funktioniert hat, ist Bode „nicht bereit, alles grundsätzlich infrage zu stellen.“ (csa)

Quelle: DeichStube

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