Werder Bremen dominiert - holt aber nur einen Punkt

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Torschütze zum 1:1 - Torsten Frings jubelt mit den Fans in der Ostkurve.

Bremen. Werder Bremen hat im Kampf um den Klassenerhalt den erhofften Befreiungsschlag verpasst. Die ersatzgeschwächten Bremer blieben zwar im fünften Spiel hintereinander ohne Niederlage, mussten sich am Samstag gegen den unmittelbaren Konkurrenten VfB Stuttgart aber trotz eines deutlichen Chancenplus' mit einem 1:1 (1:1) begnügen.

Immerhin wahrte Werder in der Tabelle der Fußball-Bundesliga den Drei-Punkte-Vorsprung vor dem VfB. Den Bremer Ausgleich erzielte vor 40.500 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion Torsten Frings (34.).

Werder Bremen - VfB Stuttgart 1:1

Werder Bremen - VfB Stuttgart 1:1

Für den VfB hatte Tamás Hajnal (13.) die Führung erzielt. Torwart Sven Ulreich hielt den Punkt für den VfB fest. Der Torwart der Stuttgarter rettete mehrere Male gegen die stürmischen Bremer, die sich von der frühen Führung des VfB wenig geschockt zeigten und sich viele Chancen herausspielten. Eine Minute vor Schluss hielt Ulreich glänzend bei einer Chance vonSandro Wagner. Zuvor parierte der Schlussmann bei Fernschüssen von Marco Marin (21.) und Wesley (28.) prächtig. Chancenlos war der Keeper nur beim Treffer von Frings, dessen Fernschuss von Georg Niedermeier abgefälscht wurde.

Im Werder-Sturm wurde die Treffsicherheit des gesperrten und zugleich verletzten Claudio Pizarro vermisst. Wagner und dem erstmals von Beginn an spielenden Denni Avdic mangelte es an Kaltschnäuzigkeit. Allerdings fehlte auch ein wenig Glück - vor allem in der 42. Minute, als zunächst Serdar Tasci einen Wagner-Schuss auf der Linie klärte und Sekunden danach ein Avdic-Kopfball an die Latte klatschte. Aber auch später, als erneut Tasci bei einem Silvestre-Kopfball auf der Linie rettete. Obwohl Marko Marin auf der Spielmacherposition nicht unbedingt überzeugen konnte, besaß Werder nach schleppendemStart insgesamt klare Vorteile. Vor allem Wesley und Frings kurbelten das Spiel aus dem Mittelfeld an.

Die Stuttgarter, die im Hinspiel noch sechs Treffer gegen Werder erzielt hatten, waren effektiver. Die einzige echte Chance nutzte Hajnal. Der eifrige Spielmacher des VfB staubte ab, als Werder-Keeper Tim Wiese Pawel Pogrebnjaks Kopfball nicht festhalten konnte. Werder stand in der der Abwehr sonst aber relativ sicher.

Da nach Naldo nun auch Sebastian Prödl längerfristig ausfällt, musste Petri Pasanen aushelfen. Der Finne, der zum Saisonende den Verein verlassen muss, machte neben Per Mertesacker eine ordentliche Partie. Er wurde indes nicht so häufig geprüft, weil die Stuttgarter wenig Offensivaktionen hatten.

Der VfB wackelte hingegen in der Defensive, in der Kapitän Matthieu Delpierre trotz abgelaufener Sperre nur zuschaute. Er saß auf der Bank, während Niedermeier und Tasci in der Innenverteidigung von einer Verlegenheit in die nächste gestürzt wurden. Zaghafte Entlastungsangriffe gab es nur in den letzten 20 Minuten. Der ehemalige Werder-Profi Martin Harnik, nach einer Pause wegen der fünften Gelben Karte wieder dabei, war in Bremen besonders bemüht. Doch trotz seines großen Laufpensums konnte Harnik nicht für Gefahr sorgen.

dpa

Werder Bremen - VfB Stuttgart

Werder Bremen: Wiese - Fritz, Mertesacker, Pasanen, Silvestre - Frings - Wesley, Borowski - Marin - Wagner, Avdic

VfB Stuttgart: Ulreich - Boulahrouz, Tasci, Niedermeier, Molinaro - Träsch, Kuzmanovic - Harnik, Hajnal, Okazaki - Pogrebnjak Schiedsrichter: Perl (Pullach)

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