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Daumen hoch - erster Salifou-Tag bei Werder Bremen

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Von: Björn Knips

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Werder Bremen traut Neuzugang Dikeni Salifou zu, sich an der Weser durchzusetzen.
Werder Bremen traut Neuzugang Dikeni Salifou zu, sich an der Weser durchzusetzen. © gumzmedia

Bremen – Als sein erster Arbeitstag beim SV Werder Bremen vorbei war und er aus der Kabine kam, da strahlte Dikeni Salifou, sein Daumen zeigte nach oben. Besondere Momente lagen da hinter ihm, denn der 19-Jährige hat gerade seinen ersten echten Wechsel im Profi-Fußball hinter sich, traf zum ersten Mal auf seine neuen Kollegen. Werder hat Salifou ablösefrei vom FC Augsburg geholt, wo dieser Kapitän der U19 war und schon ein bisschen bei den Profis reinschnuppern durfte. In Bremen will Salifou nun als defensiver Mittelfeldspieler den Durchbruch schaffen. Clemens Fritz als Leiter Profifußball bei Werder traut ihm das natürlich zu, bittet aber auch um Geduld.

„Wir freuen uns, dass uns diese Verpflichtung gelungen ist. Dikeni ist ein sehr junger, verheißungsvoller Spieler, der unheimlich viel Potenzial mitbringt“, sagt Clemens Fritz. Gleich mehrere Erst- und Zweitligisten wollten den gebürtigen Münchner mit togolesischem Pass holen, doch Werder Bremen machte das Rennen bei Dikeni Salifou. „Natürlich ist es auch für ihn, der gerade erst aus dem Nachwuchsbereich herauskommt, eine neue Situation mit einem neuen Umfeld, in dem er sich erst einmal zurechtfinden muss“, betont Fritz, gibt sich aber zuversichtlich: „Er ist ein sehr offener Junge. Wir hoffen, dass die Integration für ihn schnellstmöglich verläuft und wir ihn dann schnell auf das nächste Level bringen können.“

Werder-Bremen-Leiter Profifußball Clemens Fritz über Neuzugang Dikeni Salifou: „Ist ein verheißungsvoller Spieler, der unheimlich viel Potenzial mitbringt“

Beim FC Augsburg war Dikeni Salifou in der U19 gesetzt, Profi-Coach Markus Weinzierl berief ihn in der vergangenen Saison vier Mal in den Spieltagskader der Bundesliga-Mannschaft, setzte den 1,91 Meter großen Mittelfeldspieler dann aber nicht ein. Bei Werder Bremen dürfte es für Salifou auch nicht viel einfacher werden. Auf seiner Hauptposition als Sechser war zuletzt der erfahrene Christian Groß gesetzt. Ilia Gruev (22), der seinen Vertrag bei Werder verlängert hat, gilt als erster Ersatzmann. Auch Neuzugang Niklas Stark (27) und Nicolai Rapp (25) können dort spielen. Außerdem schaut sich Werder auf dem Transfermarkt um, infrage kommt aber nur eine echte Verstärkung.

„Dikeni weiß, dass es eines gewissen Konkurrenzkampfes bedarf. Aber es liegt an jedem selbst, sich hier während der Vorbereitung zu positionieren. Wir trauen ihm einiges zu“, macht Clemens Fritz dem Neuzugang Mut. Bislang stand für Dikeni Salifou bei Werder Bremen nur Leistungsdiagnostik auf dem Programm. Am Mittwoch geht es dann raus zum ersten Training mit der neuen Mannschaft. Offiziell vorgestellt wurde er vom Verein noch nicht, aber in einem Interview auf der Internetseite des Vereins sagt Sailfou über seine ersten Tage in Bremen: „Ich habe mich schon ganz gut eingelebt. Ich habe bereits eine Wohnung gefunden, dort bin ich erstmal mit meinem Vater eingezogen.“ Die Mannschaft habe ihn gut aufgenommen: „Die Jungs sind alle sehr witzig, das habe ich so nicht erwartet. Man hat immer seine Vorstellung, wie die Leute sind, aber es war komplett anders. Mit Duckschi und Agu habe ich schon viel gelacht.“

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