Werder arbeitet an Taktik und Standards

Diesmal kein „Schmerzlake“

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Werder-Coach Skripnik

Bremen - Ganz so heftig wie beim Aufenthalt vor 17 Jahren in Herzlake dürfte es diesmal nicht werden. Im Januar 1999 hatte Werder zum bisher letzten Mal sein Trainingslager in der kleinen Gemeinde im Emsland aufgeschlagen. Trainer damals: Felix Magath.

Und der für knallhartes Training (besonders in der Vorbereitung) bekannte 63-Jährige ließ die Bremer ordentlich schwitzen. Später etablierte sich sogar der Name „Schmerzlake“, weil „Quälix“ Magath mit seinen Teams so gerne dorthin fuhr. Heute Mittag macht sich Werder wieder auf den Weg nach Herzlake und bleibt bis Samstag. Da sich die Sommervorbereitung aber bereits dem Ende nähert, wird Trainer Viktor Skripnik keine Kondition mehr bolzen lassen.

Es geht vielmehr um das Feintuning. Etwa darum, das gegen Chelsea (2:4) praktizierte und schon ordentlich funktionierende 4:2:3:1-System zu verbessern. Aber auch insgesamt um das Offensivspiel. „Schön für mich, da freue ich mich drauf“, sagte Torjäger Claudio Pizarro. Auf der Agenda bleibt jedoch auch die Defensive, an der Werder bisher am meisten gearbeitet hatte. Gegen Chelsea war jedoch zu sehen, dass hier noch längst nicht alles passt.

„Die vier Gegentore haben vielleicht einen Hallo-Wach-Effekt“, hofft Kapitän Clemens Fritz: „Auf der andere Seite brauchen wir jetzt nicht alles über den Haufen zu werfen. Wir arbeiten einfach weiter an den Schwachstellen und müssen eine gesunde Mischung finden.“ Ein weiterer Schwerpunkt im Trainingslager werden die Standards sein. Skripnik kündigte bereits an: „Die werden wir üben.“
mr

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