Coronavirus-Krise

Werder-Boss Klaus Filbry: „Der Fußball wird sich dramatisch verändern“

Für den Boss des SV Werder Bremen, Klaus Filbry, ist Solidarität ein zentraler Punkt bei der durch die Coronavirus-Krise erforderlich gewordenen Neu-Ausrichtung des Fußballs.
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Für den Boss des SV Werder Bremen, Klaus Filbry, ist Solidarität ein zentraler Punkt bei der durch die Coronavirus-Krise erforderlich gewordenen Neu-Ausrichtung des Fußballs.

Bremen – Das Präsidium der Deutschen Fußball-Liga (DFL) hatte den Vorschlag unlängst gemacht, und die 36 Vereine aus erster und zweiter Bundesliga werden ihm folgen: Am Dienstag, 31. März, während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, werden die Clubs - und damit auch der SV Werder Bremen - offiziell beschließen, dass die Bundesliga-Saison bis zum 30. April ausgesetzt wird.

Bei einem anderen Thema dürfte es hingegen rege Diskussionen geben: Es geht um die Solidarität zwischen den Vereinen. Für den Geschäftsführer von Werder Bremen, Klaus Filbry (53), ein ganz zentraler Punkt bei der in seinen Augen durch die Coronavirus-Krise erforderlich gewordenen Neu-Ausrichtung des Fußballs.

„Wir erleben gerade eine Situation, die ein Umdenken auf allen Ebenen erfordert“, sagt Filbry. Und Teil dieses Umdenkens sei es für ihn auch, „dass für Vereine, die es brauchen, kurzfristig Lösungen gefunden werden.“ Stichwort: Solidarfonds, durch den, grob auf den Punkt gebracht, die finanzstärkeren den finanzschwächeren Vereinen helfen könnten. „Generell müssen wir uns mittel- und langfristig die Frage stellen, wie es mit dem Fußball weitergeht“, betont Filbry, der der Branche prophezeit: „Der Fußball wird sich dramatisch verändern.“

Werder Bremen: Klaus Filbry appelliert in der Coronavirus-Krise an die Solidarität

„Es wird durch die Coronavirus-Krise definitiv weniger Geld im Kreislauf sein. Zudem wissen wir nicht, wie sich der Transfermarkt entwickelt, auch die Gehaltspirale wird sich verändern“, zählt Filbry auf – und fasst zusammen: „Es wird viele Herausforderungen für den gesamten Fußball geben. Am Ende wird man sie nur lösen können, wenn man umdenkt. Und das heißt eben auch, solidarisch zu denken.“

Wie das in der Praxis aussehen könnte, möchte Filbry öffentlich noch nicht sagen. Das müssten die Vereine zunächst untereinander besprechen. Erste, konkrete Ideen gibt es offenbar. Laut „Bild“-Zeitung planen die vier Champions-League-Teilnehmer Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer 04 Leverkusen, insgesamt 20 Millionen Euro für notleidende Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga zur Verfügung stellen. Eine Richtung, die Klaus Filbry gefallen dürfte. (dco)

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