Werder-Kapitän Fritz zu seiner Vertragsverlängerung

„Habe noch das Feuer in mir“

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Werder-Kapitän Fritz auf der Pressekonferenz am Freitag

Bremen – Clemens Fritz macht weiter – mit dieser Meldung überraschte Werder Bremen am Donnerstagabend. Am Freitag stellte sich der Werder-Kapitän den Fragen der Journalisten und erklärte, warum er noch ein Jahr dranhängt bei den Grün-Weißen.

„Nach dem Augsburg-Spiel dachte ich, dass kann es noch nicht gewesen sein“, so der 35-Jährige: „Ich habe noch das Feuer, die Lust, die Freude in mir.“ Ausschlaggebend für die Fortsetzung seiner sportlichen Karriere war aber wohl Werders aktuelle Situation. Würden sich die Bremer nicht in dieser prekären Lage befinden, hätte es „wahrscheinlich keinen Rücktritt gegeben“, sagte Fritz, um anzufügen: „Ich möchte dazu beitragen, dass es wieder in die richtige Richtung geht.“ Und das notfalls auch in der Zweiten Liga, wie der Mittelfeldspieler noch einmal bekräftigte.

Ein wichtiger Aspekt bei seinen Überlegungen sei zudem gewesen, dass er sich noch absolut fit fühle: „Körperlich bin ich in sehr guter Verfassung – ich traue mir zu auf diesem Niveau ein weiteres Jahr zu spielen“, so der 35-Jährige. Letztlich sei die Vertragsverlängerung ein „gegenseitiger Prozess“ gewesen. Aus der Mannschaft, vom Trainer-Team und auch von Sportchef Thomas Eichin habe er Zuspruch erhalten, doch noch weiter zu machen, erklärte Fritz. In der vergangenen Woche seien die Gespräche dann forciert worden. Als Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainerteam mit nur wenig Einsatzzeiten sieht er sich in der kommenden Saison aber nicht: „Ich habe den Ehrgeiz und möchte spielen, kein Standby-Profi sein“. Trotz der drohenden Relegation ist Fritz „total überzeugt, dass wir die Klasse halten“.

Für Geschäftsführer Thomas Eichin ist die Verlängerung von Fritz „die Botschaft, verantwortlich zu sein, jeden Weg mitzugehen. Das ist ein starkes Signal für die Zukunft“. Er sei in einem Top-Zustand und man habe ihn immer wieder „gepiekst“, weiterzumachen: „Ich bin froh, dass er als Führungsfigur weiter vorangeht.“ Trainer Viktor Skripnik war voll des Lobes für den Mannschaftsführer: „Es freut mich, mit so einer Legende weiterzuarbeiten, nun hoffe ich auch auf Claudio.“ Der 37-jährige Claudio Pizarro liebäugelt ebenfalls mit einem weiteren Jahr in der Hansestadt, will aber nicht in der Zweiten Liga spielen.
mib/dpa

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