Pizarro hört auf!

Sein letzter Flug - Werder-Legende Claudio Pizarro verabschiedet sich mit dem Klassenerhalt

Abschied einer Club-Legende: Die Spieler des SV Werder Bremen lassen Claudio Pizarro ein letztes Mal hochleben.
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Abschied einer Club-Legende: Die Spieler des SV Werder Bremen lassen Claudio Pizarro ein letztes Mal hochleben.

Heidenheim – Lange dauerte es nach dem Schlusspfiff nicht, da flog im Heidenheimer Stadion ein Mann in den Nachthimmel. Auch aus der Distanz war das gut zu erkennen, weil dieser Mann ein knallorangenes Leibchen über seinem dunklen Aufwärmshirt trug. Akustisch war die Szene ebenfalls sehr auffällig: Lautes Gejohle begleitete seinen Flug, der sein letzter in einem Fußballstadion sein sollte. Der Mann hieß: Claudio Pizarro. 

Seine Mitspieler hatten Claudio Pizarro hochleben lassen. Als er landete, war seine lange, lange Karriere vorbei. Final destination. Kurz zurückgespult, in die Wochen des Saisonfinales, als die Relegation für die Fans von Werder Bremen erst Angstszenario, dann plötzlich Rettungsanker und dann wieder Angstszenario war. 

Werder Bremen lässt Legende Claudio Pizarro fliegen

In diesen Wochen jedenfalls gab es unter den Fans ein schmunzelnd vorgetragenes und doch vollkommen ernst gemeintes Szenario, wie doch noch alles gut werden, wie sich schließlich doch noch alles fügen könnte: Es würde sein Moment werden. Claudio Pizarro, Rekordtorschütze, Vereinslegende und auch im Alter von 41 Jahren noch Fußball-Filou erzielt das entscheidende Tor zum Klassenerhalt des SV Werder Bremen! Am letzten Spieltag gegen Köln, in der Relegation gegen den HSV, na gut, gegen Heidenheim – die Versionen wurden stetig angepasst, ehe dann keine von ihnen eintrat. 

Claudio Pizarro schoss kein Tor mehr. Er hatte in seiner allerletzten Saison gar keines in der Bundesliga erzielt und Werder auf dem Platz nicht mehr helfen können. Alles richtig. Am späten Montagabend, mitten auf dem Heidenheimer Schlossberg aber auch alles egal. Kaum, dass die Partie abgepfiffen, Werder Bremen also gerettet war, suchten die Bremer Profis diesen Mann und fanden ihn schnell. Eine Menschentraube, der orangene Flieger in der Mitte, dann auf und plötzlich über ihr – und hoch, immer wieder hoch! Angesichts der tristen Umstände ohne Fans und große Bühne war es die bestmögliche Art, einem Altgedienten zum Abschied auf Wiedersehen zu sagen. Ehrerbietung reduziert auf das Wesentliche. Nur Pizarro und seine Mitspieler, die ihn feierten, wie Fußballer quer durch alle Ligen nunmal feiern: Hoch!

Werder Bremen: Auch Trainer Florian Kohfeldt verneigt sich vor Claudio Pizarro

Auch Trainer Florian Kohfeldt hatte diesen Moment aufgezogen, etwas abseits stehend. Danach ging er auf Claudio Pizarro zu – und entschuldigte sich dafür, ihn nicht eingewechselt zu haben, ihm seinen letzten, wirklich allerletzten Einsatz verwehrt zu haben. „Es tat mir leid, dass ich ihn nicht mehr bringen konnte, aber die Situation war leider nicht da“, erklärte Kohfeldt, der sich so oder so ähnlich auch gegenüber Pizarro erklärt haben dürfte. Antwort des Altmeisters, weitererzählt von Kohfeldt: „Er hat gesagt ,Scheißegal, Hauptsache wir sind drin!‘“ Dazu, man kann sich das sehr gut vorstellen, dieses breite Pizarro-Lächeln mit den glänzenden Augen darüber, wie es in der Bundesliga seit 1999 zu ist. Entschuldigung: war.

Gar nicht lange her, da hat Kohfeldt das gemeinsam mit seinem Trainerteam noch einmal Revue passieren lassen, hat die große Zeitmaschine namens Youtube angeworfen. „Wir haben ein Video von ihm geschaut, Szenen aus den 1990er Jahren, den 2000er und 2010er Jahren“, berichtete der 37-Jährige, der für seine Assistenten nach dem Film festhielt: „Es ist immer dieselbe Fresse, die da lacht.“ Trainer als Fans, als Verehrer eines großen Sportlers, vielleicht sogar des größten Fußballers, den der SV Werder Bremen jemals hatte.

Claudio Pizarro hört auf - Werder Bremen bedankt sich bei einer Legende

„Wieviel Bedeutung Claudio für den Verein hat...“, begann Kohfeldt, ließ seinen Satz aber unvollendet und sagte stattdessen dies: „Ich kann meinen Hut gar nicht tiefer ziehen, mich gar nicht tiefer vor Claudio Pizarro verbeugen, vor dem, was er für Werder Bremen und für die Bundesliga geleistet hat. Vielen Dank, Claudio!“ Mach es gut. (dco)

Letzte Meldung vom 25. Juni 2020:

Pizarros Psycho-Rucksack - aber folgt jetzt das Happy End mit Werder Bremen?

Nur noch vier Saisonspiele. Für Claudio Pizarro bedeutet das: Nur noch vier Mal die Chance, auf der großen Bühne Bundesliga aufzulaufen, ehe seine beispiellose Karriere im Sommer endgültig vorbei ist. Gegenüber „espn.com“ hat der angeschlagene Stürmer des SV Werder Bremen nun erklärt, wie es ihm gesundheitlich nach knapp 14 Wochen Verletzungspause geht - und wie er und seine Angehörigen den Corona-Fall innerhalb der Familie erlebt haben.

Es war durchaus eine kleine Überraschung, als Trainer Florian Kohfeldt am Donnerstag während der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel des SV Werder Bremen beim SC Paderborn (Samstag, 15.30 Uhr, DeichStube-Live-Ticker) ankündigte, dass Claudio Pizarro nach dessen Muskelverletzung eventuell in den Kader zurückkehren könnte. Am Mittwoch hatte der 41-Jährige erstmals wieder mit den Kollegen gemeinsam trainiert - und dabei offenbar einen guten Eindruck hinterlassen. 

Werder Bremen: Positiver Corona-Fall in der Familie eine große Belastung für Claudio Pizarro

Nun brennt Werders Bundesliga-Rekordtorschütze (109 Treffer) darauf, seiner vom Abstieg bedrohten Mannschaft zu helfen. „Ich hoffe, am Wochenende auf der Bank zu sitzen“, sagte Pizarro, räumte aber auch ein: „Physisch bin ich nicht bei hundert Prozent. Ich beiße auf die Zähne, weil noch vier Partien ausstehen und ich spielen möchte. Psychologisch ist es kompliziert.“

Allgemein dürften die vergangenen Wochen für den Peruaner belastend gewesen sein. Wegen Werders sportlicher Situation. Wegen seiner Verletzung und der damit verbundenen Ungewissheit über die Art und Weise seines Karriereendes. Vor allem aber auch wegen des Corona-Falls in der eigenen Familie. Mitte Mai war bei den obligatorischen Corona-Test, denen sich auch die Familienangehörigen der Werder-Profis unterzogen, eine Infektion bei Pizarros Tochter Antonella festgestellt worden. Claudio Pizarro und seine Familie begaben sich daraufhin in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne. Werder Bremen machte Pizarros Namen auf ausdrücklichen Wunsch des Peruaners damals nicht öffentlich. Nun äußerte sich Pizarro selbst.

Werder Bremen: Schießt Claudio Pizarro Werder als Joker zur Rettung?

„Meine ganze Familie wurde getestet, und meine Tochter war positiv, schwach positiv“, berichtete er. „Sie hatte nie Symptome, und der Rest von uns war negativ, aber wir mussten alle für 14 Tage in Quarantäne.“ Nach fünf Tagen sei seine Tochter dann erneut getestet worden: „Das Ergebnis war negativ.“ Für Claudio Pizarro und Familie war die Sache nach Ablauf der Quarantäne-Zeit beendet.

Nun also noch diese vier Spiele, in denen der Stürmer als Joker natürlich möglichst oft und lange zum Einsatz kommen möchte, um seiner Werder-Karriere womöglich noch die Krone aufzusetzen. Nicht, dass Pizarro das noch nötig hätte - an seinem Legenden-Status ist ohnehin nicht mehr zu rütteln -, aber kurz vorm Aufhören noch schnell zum großen Retter werden? Das hätte schon was. (dco)

Zur letzten Meldung vom 11. Juni 2020:

Wieder im Teamtraining: Pizarro-Comeback bei Werder rückt näher

Vieles hatte bereits für ein vorzeitiges Saison-Aus und damit denkbar unschönes Karriere-Ende gesprochen, doch nun sieht es mehr und mehr danach aus, dass Claudio Pizarro doch noch (mindestens) einmal für Werder Bremen auf dem Platz stehen wird.

Am Mittwoch trainierte der 41-jährige Stürmer nach seiner Muskelverletzung, die er sich kurz vor dem Re-Start der Saison zugezogen hatte, erstmals wieder mit der Mannschaft. „Bei Claudio Pizarro wird es eine ganz knappe Entscheidung, ob ich ihn mit in den Kader nehmen kann“, sagte Trainer Florian Kohfeldt mit Blick auf das Auswärtsspiel des SV Werder Bremen beim SC Paderborn (Samstag, 15.30 Uhr).

Spätestens für die drei danach noch ausstehenden Partie (gegen Bayern, Mainz und Köln) dürfte Pizarro aber wieder eine Option sein. (dco)

Zur letzten Meldung vom 11. Juni 2020:

Werder-Comeback von Claudio Pizarro im Abstiegskampf doch noch möglich

Keine Frage: Einen Claudio Pizarro in guter Form und Verfassung könnte der Sturm des SV Werder Bremen jetzt gut gebrauchen.

Doch drei Wochen und vier Spiele vor dem Ende der Punktspielsaison ist noch nicht absehbar, ob der 41-Jährige kurz vor seinem Karriereende noch einmal für den SV Werder Bremen auf den Platz zurückkehren wird. Auszuschließen ist es allerdings auch nicht. Im Moment absolviert Claudio Pizarro noch individuelle Trainingseinheiten abseits der Mannschaft. Die Fortschritte, die er dabei macht, entscheiden darüber, wie zeitnah er ins Teamtraining und damit auch in den Spielbetrieb zurückkehren kann. 

Claudio Pizarro hatte sich kurz vor dem Re-Start der Bundesliga eine Muskelverletzung zugezogen. Für die Partie gegen den SC Paderborn am Samstag wird er sicher noch kein Thema sein, danach sei aber alles offen, heißt es bei Werder Bremen. Denkbar ist, dass Pizarro in den letzten beiden Partien gegen Mainz 05 und den 1. FC Köln nochmal in die Joker-Rolle schlüpfen könnte. (csa)

Zur letzten Meldung vom 2. Juni

Abschied der Werder Bremen-Legende: Baumann hofft auf letzten großen Claudio Pizarro-Moment

Bremen – Die Zeit rennt und rennt – und sie rennt Claudio Pizarro davon. Das Ende der Saison und damit das Ende seiner Karriere ist nur noch 26 Tage oder sechs Spiele weit weg, doch es ist weiterhin unklar, ob der 41-Jährige noch einmal fit genug für ein Bundesliga-Match für Werder Bremen sein wird.

Wegen der Muskelverletzung im Oberschenkel kann Claudio Pizarro nach wie vor nicht mit der Mannschaft trainieren, Werder-Sportchef Frank Baumann hat die Hoffnung aber nicht aufgegeben, die Sturm-Legende noch ein letztes Mal für Werder Bremen spielen zu sehen.

Werder Bremen: „Möglich, dass Claudio Pizarro noch rechtzeitig fit wird“

„Claudio braucht noch ein bisschen, aber es ist durchaus möglich, dass er noch rechtzeitig fit wird“, sagt Baumann, der dem ehemaligen Mitspieler natürlich einen anderen Abgang von der Fußball-Bühne wünscht, als aus dem Verletztenstand ins Rentnerdasein wechseln zu müssen. Die ganz große Abschiedsshow mit dem verdienten Fan-Applaus wird es wegen der Geisterspiele ohnehin nicht geben, dann aber wenigstens ein Abschied im Trikot. 

Frank Baumann: „Claudio Pizarro wird bis zum letzten Tag den Ehrgeiz haben, in die bestmögliche Verfassung zu kommen, um noch einmal für uns spielen zu können. Und er kann für uns noch mal wichtig werden. Selbst wenn er im letzten Spiel nur für zehn Minuten in einer guten Verfassung ist und uns damit helfen kann, macht es für alle Beteiligten Sinn, am Comeback zu arbeiten.“ (csa)

Zur letzten Meldung vom 13. Mai 2020:

Nie mehr Bundesliga? Werder-Stürmer Claudio Pizarro fehlt verletzt für „mehrere Wochen“

Ganz bittere Nachrichten für den SV Werder Bremen kurz vor dem Neustart der Bundesliga-Saison gegen Bayer Leverkusen: Wie der Verein am Dienstagabend bekannt gab, fällt Stürmer Claudio Pizarro mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel für mehrere Wochen aus.

„Das ist bitter für uns, gerade weil Claudio nach der Coronavirus-Pause einen guten und frischen Eindruck hinterlassen hat. Jetzt fehlt uns für die ersten Partien vorerst eine Option in unserem Offensivspiel“, wird Florian Kohfeldt, Trainer von Werder Bremen, in einer Mitteilung des Vereins zitiert. Der 41-jährige Peruaner hatte sich die Verletzung im Training zugezogen.

Ob Claudio Pizarro in dieser Saison in den letzten Spielen für Werder Bremen überhaupt noch einmal zum Einsatz kommen kann, erscheint plötzlich fraglich. Sollte es nicht der Fall sein, hätte Werders Vereinslegende die große Bühne Bundesliga auf denkbar unglückliche Art und Weise verlassen. Dass er seine Karriere nach der Saison beenden wird, hatte Pizarro schon vor längerer Zeit angekündigt. 

In der laufenden Spielzeit kam der Angreifer bisher 15 Mal zum Einsatz, jeweils als Joker. Auf einen Treffer oder eine Torvorlage wartet Pizarro bisher noch. Insgesamt hat er in der Bundesliga in seiner Karriere 197 Tore (109 davon für Werder) erzielt. (dco)

Zur letzten Meldung vom 18. April

Claudio Pizarro über die Zeit nach der aktiven Karriere: „Ich habe von Werder noch kein Angebot“

Bremen – Es sollte sein letztes großes Jahr werden, der krönende Abschluss einer beispiellosen Karriere, doch irgendwie kam alles anders. Nicht nur, dass Claudio Pizarro nach 15 Saisoneinsätzen noch immer ohne Tor und Vorlage dasteht und sportlich längst nicht mehr den Wert für Werder Bremen hat wie noch im Vorjahr – nein, wegen der Coronavirus-Pandemie droht Claudio Pizarro nun sogar ein ganz leiser Abschied von der großen Bühne.

Sollte die Saison tatsächlich abgebrochen werden, wäre Pizarros dreiminütiger Einsatz am 7. März während Werders 2:2 bei Hertha BSC sein allerletzter Bundesliga-Auftritt gewesen. Daran denken möchte der Peruaner noch nicht. „Ich konzentriere mich nur auf unser großer Ziel, den Klassenerhalt zu schaffen“, sagte Claudio Pizarro während einer Online-Medienrunde am Dienstag – und betonte: „Ich glaube auch, dass die Saison fortgesetzt wird. Natürlich ist die Gesundheit gerade das Allerwichtigste, aber sollte es machbar sein, dass wir spielen, wäre es sicherlich eine schöne Ablenkung für die Menschen in dieser schwierigen Zeit.“ Und für Pizarro selbstredend der schönere Schlussakt mit dem SV Werder Bremen, selbst wenn die Zuschauer in den Stadien fehlen würden. „Ohne Fans wäre es total anders als sonst, aber wir müssen dann einfach unseren Job machen.“

Werder Bremen: Fällt das Abschiedsspiel von Claudio Pizarro wegen des Coronavirus aus?

Fehlende Fans, sprich Geisterspiele – das ist zugleich ein Thema, von dem auch Pizarros geplantes Abschiedsspiel betroffen ist. Werders Plan hatte ursprünglich so ausgesehen, dass der Verein seinem Altmeister im Herbst einen in Bremen so noch nie dagewesenen Fußball-Festakt im voll besetzten Weserstadion bescheren wollte. Aber ohne Fans auf den Rängen ergibt so ein Spiel freilich wenig Sinn. „Es könnte sein, dass es ausfällt“, sagte Claudio Pizarro mit ernster Miene, „im Moment ist jedenfalls alles auf Stand-by, denn es bringt gerade nichts, darüber nachzudenken“. Auf Werder Bremen konzentrieren, hoffen, dass die Saison weitergeht – mehr möchte Pizarro gerade nicht tun. Und deshalb schob er auch die Frage, was er eigentlich nach der Karriere macht, noch einmal von sich.

Gerüchteweise soll sich der Angreifer bereits mit seinem Ex-Verein FC Bayern München darüber einig sein, nach dem Ende der Laufbahn Botschafter des Rekordmeisters zu werden. „Das sind nur Gerüchte“, wiegelte Claudio Pizarro ab, betonte aber auch: „Ich habe von den Bayern gehört, dass sie mich gerne für diese Rolle haben würden, und für mich ist das auch sehr interessant.“ Da Pizarros Familie noch immer in München lebt und der Peruaner seinen Lebensmittelpunkt nach der Karriere ohnehin im Süden Deutschlands sieht, ist es nicht gerade unwahrscheinlich, dass er das Bayern-Angebot annimmt. „Das überlege ich mir aber erst, wenn die Saison zu Ende ist“, sagte er.

Claudio Pizarro: Noch kein Angebot von Werder Bremen

Viele Fans des SV Werder Bremen hoffen nach wie vor, dass die Club-Legende vielleicht doch einen Posten beim SVW übernimmt. Auch Werder hat Ideen in diese Richtung, sie aber offenbar noch nicht klar kommuniziert. Claudio Pizarro sagte dazu: „Wenn ich ein Angebot von Werder bekomme, werde ich auch darüber nachdenken, aber bis jetzt liegt mir noch nichts vor.“ (dco)

Letzte Meldung vom 3. April 2020:

Rückkehr zum FC Bayern nach der Profi-Karriere? Das sagt Werder Bremen-Legende Claudio Pizarro 

Alles klar mit dem FC Bayern? Die „Sport Bild“ hatte am Mittwoch berichtet, Claudio Pizarro habe sich entschieden, nach der aktiven Karriere bei den Münchnern als Markenbotschafter anzuheuern. Jetzt hat sich die Legende des SV Werder Bremen bei Twitter zu Wort gemeldet.

Aber der Reihe nach: Am Donnerstagabend twitterte der peruanische Radioreporter Cesar Vivar Miranda, dass Claudio Pizarro zwar tatsächlich Interesse an dem Job beim FC Bayern habe, aber es sei noch kein Vertrag unterschrieben. Der 41-jährige Stürmer sei voll und ganz auf den Abstiegskampf mit dem SV Werder Bremen fokussiert.

Diese Nachricht des Reporters retweetete Pizarro anschließend mit seinem offiziellen Twitter-Account und schrieb dazu: „Das ist die Wahrheit.“ Zwecks Einordnung: Eine Rückkehr zum FC Bayern nach seinem Karriereende hat Claudio Pizarro damit nicht ausgeschlossen, aber es sei eben noch nichts fix. (tst)

Letzte Meldung vom 1. April 2020:

Entscheidung offenbar gefallen: Werder-Legende Claudio Pizarro nach Profi-Karriere zurück zum FC Bayern München

Noch steht Claudio Pizarro beim SV Werder Bremen unter Vertrag: Der 41-jährige Stürmer, dessen Kontrakt bei den Grün-Weißen zum Ende der Saison ausläuft, hat sich für die Zeit nach der aktiven Karriere aber offenbar für eine Zukunft beim FC Bayern München entschieden.

Einem Bericht der „Sport Bild“ zufolge, kehrt Claudio Pizarro zum FC Bayern zurück. Demnach wird die Vereinslegende des SV Werder Bremen im Anschluss an ihre Profi-Karriere Markenbotschafter beim deutschen Rekordmeister. Auch Werder hatte um Pizarro für eine vergleichbare Position gebuhlt, sogar in Erwägung gezogen, den Stürmer als Botschafter der gesamten Bundesliga zu installieren – ohne Erfolg. Für die Münchner hatte Pizarro von 2001 bis 2007 und zwischen 2012 und 2015 gespielt.

Claudio Pizarro: FC Bayern statt Werder Bremen

Werder Bremen plane aber, Claudio Pizarro trotz seiner zukünftigen Tätigkeit beim FC Bayern als Repräsentant der Grün-Weißen zu Club-Veranstaltungen einzuladen. „Claudio wird aufgrund seiner Vergangenheit immer eine Verbindung zu Werder haben – egal, ob er nach seiner Karriere vertraglich bei uns gebunden ist oder nicht“, wird Werder-Sportchef Frank Baumann von der „Sport Bild“ zitiert.

Auch unabhängig von einem möglichen Bayern-Engagement ist geplant, dass Pizarro nach dem Karriereende mit einem Abschiedsspiel im Weserstadion noch einmal gebührend gefeiert wird. Bisher schien eine Länderspielpause im September als mögliches Zeitfenster für einen solchen Termin. Wegen der Coronavirus-Pandemie und den durchgewirbelten Fußball-Spielplänen ist allerdings noch völlig unklar, wann so ein Spiel tatsächlich über die Bühne gehen könnte. (tst/han)

Meldung vom 18. April 2019:

Wegen Claudio Pizarro: Werder Bremen plant gemeinsame Sache mit FC Bayern

Wenn das nicht clever ist! Den Vorstoß des FC Bayern, Claudio Pizarro mit einem Jobangebot für die Zeit nach der Karriere zurück nach München zu locken, konterte Frank Baumann nicht nur mit einem eigenen Angebot, sondern der Sportchef des SV Werder Bremen will sogar gemeinsame Sache mit dem FC Bayern machen, um die Legende nicht komplett zu verlieren.

„Natürlich haben wir großes Interesse, Claudio auch nach seiner Karriere in irgendeiner Form an Werder zu binden“, sagte Baumann während der Pressekonferenz für das Bundesligaspiel am Samstag in München: „Vielleicht ist es ja auch eine gemeinsame Geschichte, die da entstehen kann – gemeinsam mit Bayern. Vielleicht auch gemeinsam mit der DFL. Claudio ist mit beiden Clubs sehr eng verbunden – und er könnte durch seine außergewöhnliche Karriere auch ein sehr guter Botschafter für die Bundesliga sein.“

Schon gelesen? Auch die Bayern wollten Maxi Eggestein

FC Bayern will Werder Bremen-Legende Claudio Pizarro als Botschafter

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge hatte in dieser Woche das Münchner Interesse öffentlich gemacht. „Wir haben mit Claudio vereinbart, wenn er wirklich mal seine Karriere beendet, wann auch immer das sein wird, dass er dann nach München zurückkehren und bei uns eine Botschafter-Rolle übernehmen kann", war Rummenigge von „Mein Werder" zitiert worden. Für Baumann ist das „keine neue Geschichte“, die eben gut in die Woche vor den heißen Duellen mit den Bayern passe. Er lässt sich dadurch nicht unter Druck setzten.

Zum Nachlesen: Die Pressekonferenz der Bayern im Liveticker der Kollegen von tz.de

In seiner typisch süffisanten Art merkte der Bremer Sportchef an: „Die Frage ist doch, wann Claudio seine Karriere beenden wird. Ob in drei oder vier Jahren, das weiß man ja noch nicht.“ Claudio Pizarro ist schließlich auch mit 40 Jahren immer noch extrem wertvoll für Werder Bremen – und zwar auf dem Platz. Das sollen nun auch die Münchner, für die er von 2001 bis 2007 und zwischen 2012 und 2015 spielte, in den nächsten Tagen zu spüren bekommen. (kni)

Quelle: DeichStube

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