Chronik

Ein Monat, kein Ergebnis

Bremen - Die Suche nach einem Nachfolger bei Werder Bremen für Klaus Allofs dauert an. Hier eine Chronik der Ereignisse seit dem Allofs-Wegggang zum VfL Wolfsburg.

8. November: Erste Gerüchte tauchen auf: Klaus Allofs steht vor einem Wechsel zum VfL Wolfsburg. Noch dementiert der Werder-Boss. Später gesteht Willi Lemke: „Wir wurden von der Nachricht kalt erwischt.“

11. November: Am Rande des Bundesliga-Spiels bei Schalke 04 weicht Allofs sein Dementi auf: „Im Fußball kann man gar nichts ausschließen.“

12. November: Allofs einigt sich mit VW-Vertretern auf einen Wechsel nach Wolfsburg. Bei Werder wird bereits über einen Nachfolger nachgedacht.

13. November: Lemke trifft sich mit den Wolfsburger Bossen. Der Allofs-Transfer wird zu nächtlicher Stunde fixiert.

14. November: Allofs verlässt Werder, die Nachricht wird offiziell verkündet. Lemke: „Wir suchen jetzt mit Hochdruck nach einem Nachfolger.“ Dietmar Beiersdorfer gilt als Top-Kandidat, Außerdem werden die Ex-Profis Marco Bode, Frank Baumann, Rune Bratseth und Valerien Ismael gehandelt.

16. November: Frank Baumann macht sich klein. Der kommissarische Sportdirektor will nicht in die erste Reihe, scheidet damit als Nachfolger aus.

17. November: Dietmar Beiersdorfer sagt Werder ab. Er bleibt bei Zenit St. Petersburg. Lemke lässt anklingen, dass der neue Allofs auch ein Quereinsteiger sein darf.

20. November: Lemke flüchtet in die Geometrie und kreiert das magische Dreieck – mit Trainer Schaaf als alleinige fußballfachliche Instanz, mit Baumann als Helfer im Hintergrund und mit Mr. X als Mann für Verhandlungen und als Werder-Gesicht. Der Münchner Sport-Manager Thomas Krohne und Rune Bratseth stehen nicht auf der „Shortlist“ (kurze Liste) der Kandidaten. Darauf sind nur drei oder vier Namen vermerkt.

23. November: Klaus Filbry wird zum Vorsitzenden der Geschäftsführung befördert. Frank Baumann erhält den Titel eines Direktors für Profi-Fußball und Scouting. „Ich will nicht im Rampenlicht stehen“, sagt der Ehrenspielführer.

27. November: Der Name Marc Kosicke taucht auf. Werder bestätigt, dass der Trainer-Berater und gebürtige Bremer auf der Shortlist steht. Er gilt als Wunschkandidat.

6. Dezember: Die Tage vergehen, nichts tut sich. Lemke bittet um Geduld. Kosicke sei nicht der einzige Anwärter, sagt er.

9. Dezember: Lemke dementiert, dass Kosicke abgesagt hat. Filbry wirbt stellvertretend für Kosicke um Verständnis, dass das Nachdenken so lange dauert. „Wir können warten“, sagt er.

13. Dezember: Kosicke gibt Werder einen Korb. Die neue Stunde null einen Monat nach Allofs’ Abgang?

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