Kommentar zur Situation von Werder

Ohne Input sieht es düster aus

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Nach der Pleite in Frankfurt überwintert Werder auf Platz 16

Ein Kommentar von Carsten Sander. In ein paar Tagen läuft er wieder, der TV-Klassiker zum Jahresende. „Dinner for one“ mit dem Kult-Dialog zwischen dem betagten Butler James und der noch betagteren Miss Sophie: „Same procedure as last year?“ „Same procedure as every year!“ Dann gemeinsamer Abgang die Treppe rauf, der Rest ist (schmutzige) Phantasie. Ob die Profis von Werder Bremen darüber noch lachen können?

Carsten Sander

Wahrscheinlich nicht. Sie sind in der Bundesliga in ihre ganz eigene und völlig unwitzige Wiederholungsschleife geraten. Platz 16 nach der Hinrunde, Abstiegsangst unter dem Weihnachtsbaum – das war vor einem Jahr exakt genauso. Am Ende ging zwar alles gut, doch Kraftakte wie der damals sind nicht beliebig zu wiederholen. Zumal sich die Umstände verändert haben.

Damals hatte sich Werder am Ende der Hinrunde mit dem Sieg über Dortmund einen Schub für die Rückrunde geholt. Jetzt geht das Team zerknirscht in die Pause.

Damals war Viktor Skripnik ein frischer, unverbrauchter Trainer. Jetzt ist er ein Coach, der mit jeder Niederlage verzweifelter wirkt. Spielerisch hat das Team unter ihm fraglos Fortschritte gemacht, in der Tabelle nicht. Zu hoch ist die Fehlerquote.

Damals stärkte der Club das Team mit den Verpflichtungen von Jannik Vestergaard und Koen Casteels. Jetzt werden die Bremer wohl tatenlos zusehen, wie die Konkurrenz aus Hannover, Hoffenheim und Frankfurt aufrüstet. Selbst fehlt das Geld.

Dabei braucht Werder dringend Input, muss für den Klassenerhalt ins finanzielle Risiko gehen – speziell eine Leitfigur im Mittelfeld ist nötig. Diese Erkenntnis ist zwar schon fast so alt wie Miss Sophie, aber immer noch aktuell. Passiert jetzt wieder nichts, sieht es düster aus für die Grün-Weißen.

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