Talente-Fahnder Borowski, Baumann und Schaaf

Werder hat seine Promis bei der EM

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Sie haben schon ewig den Bremer Blick und schauen sich bei der U21-EM für Werder um (von links): Co-Trainer Tim Borowski, Sportchef Frank Baumann und der technische Direktor Thomas Schaaf.

Bremen – Wenn ab Sonntag die besten Fußball-Talente Europas bei der U21-EM in Italien und San Marino um den Titel kämpfen, ist Werder prominent vertreten – aktiv und passiv.

Maximilian und Johannes Eggestein spielen für Deutschland, Marco Friedl für Österreich. Und ihr Club schickt jede Menge Prominenz, um weitere Talente live zu verfolgen und vielleicht für Werder zu entdecken.

Werder Bremen: Nur Florian Kohfeldt fährt nicht zur EM

„Das ist ein sehr wichtiges Turnier für uns“, sagt Sportchef Frank Baumann im Gespräch mit der DeichStube und verrät: „Wir werden vor Ort sehr gut vertreten sein. Tim Borowski ist im Rahmen seines Fußball-Lehrer-Lehrgangs da. Thomas Schaaf arbeitet für die Uefa. Unsere Scouting-Abteilung wird sich auch gezielt Spiele anschauen. Vielleicht werde ich mir auch selbst das eine oder andere Spiel angucken.“ Mehr geht eigentlich nicht. Nur Florian Kohfeldt fährt nicht zur EM. Der Cheftrainer darf sich noch ein paar Tage von der vergangenen Saison erholen, ehe dann die Vorbereitung auf die Vorbereitung startet. Am 28. Juni treffen sich die Werder-Profis in Bremen, um das Training aufzunehmen. Zwei Tage später steigt in Udine das EM-Finale.

Borowski soll bei der U21-EM für Werder scouten

Borowski wird dann wahrscheinlich nicht im Stadion in Italien sitzen, sondern als Co-Trainer bei Werder im Einsatz sein. Der 39-Jährige hat seit einigen Wochen quasi zwei Jobs. Er gehört zu den 25 Teilnehmern des 66. Fußball-Lehrer-Lehrgangs des DFB. Und auf dem Stundenplan steht auch die U21-EM – allerdings nur die erste Woche. Dort sollen sich Borowski und Co. viele Spiele anschauen und natürlich analysieren. Nebenbei kann der Ex-Profi dabei auch für Werder scouten.

Genauso wie Schaaf. Die Trainer-Legende arbeitet seit Jahren als „Technischer Beobachter“ für die Uefa. Den Nebenjob hat der 58-Jährige auch nach seiner Rückkehr zu Werder als Technischer Direktor behalten. Nun profitiert der Bundesligist auch mal ganz offensichtlich davon. Ohnehin wird Schaafs guter Draht zum europäischen Fußballverband und sein Blick auf den internationalen Fußball bei den Bremern sehr geschätzt.

Wonach genau sucht Werder bei der EM?

Aber wonach sucht Werder ganz genau bei der EM? „Die Topspieler bewegen sich natürlich schon in einer sehr hohen Preiskategorie“, gesteht Baumann: „Aber man bekommt einen umfassenden Überblick über diese Altersklasse in Europa. Viele Spieler werden in Zukunft immer wieder ein Thema in unserem Scouting sein. Aber das bedeutet nicht, dass wir gleich schon für die kommende Saison so einen Spieler verpflichten werden.“

Auszuschließen sei das wiederum auch nicht. Werder ist schließlich immer auf Schnäppchenjagd. Aber es geht wohl mehr um die Zukunft. Bei den zwölf teilnehmenden Nationen gibt es sicher den einen oder anderen Spieler, der noch nicht den Durchbruch im Profi-Fußball geschafft hat. Von diesen Spielern werden möglichst viele Eindrücke gesammelt, dann in einer Datenbank hinterlegt, um bei Bedarf wieder hervorgeholt zu werden. Deswegen heißt es bei fast jedem Transfer: „Wir haben den Weg des Spielers schon lange verfolgt.“ Eine Phrase, die aber sehr oft stimmt. Deswegen sind die Werder-Scouts ständig unterwegs.

U21-EM auch eine gute Werbung für Werder

Werder hat sich dabei auf Europa und Nordamerika spezialisiert. Südamerika und Afrika werden als Märkte kaum noch betrachtet. Das spiegelt sich inzwischen auch im Bundesliga-Kader wider. Afrikaner sind dort gar nicht mehr zu finden – und Claudio Pizarro besitzt als letzter Südamerika-Vertreter neben seinem peruanischen längst auch einen deutschen Pass.

Auf welche Teams Werder besonders schauen wird, das möchte Baumann nicht verraten. Betriebsgeheimnis. Es ist ohnehin schwer genug, sich gegen die meist zahlungskräftigere Konkurrenz zu behaupten. Allerdings ist die U21-EM auch eine gute Werbung für Werder. Schließlich sind in den Eggestein-Brüdern und Friedl drei Spieler dabei, die in Bremen zu Bundesliga-Profis geworden sind und auch regelmäßig zum Einsatz kommen. Das könnte Sogwirkung haben. Und prominente Beobachter wie Borowski, Schaaf und Baumann hinterlassen gewiss auch Eindruck bei möglichen Kandidaten.

Verfolgt hier alle Ergebnisse und Ereignisse der Werder-Profis bei der Nationalmannschaft im News-Ticker.

Quelle: DeichStube

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