Posten als Aufsichtsratschef

Lemke bestätigt Amtsübergabe an Bode noch in diesem Jahr

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Bremen - Marco Bode soll noch in diesem Jahr neuer Aufsichtsratschef des Fußball-Bundesligisten SV Werder Bremen werden. „Ich rücke ins zweite Glied, Marco wird mein Nachfolger. Das wird nicht erst 2015 oder 2016 passieren“, sagte Willi Lemke der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch.

Erst am Dienstagabend hatte der Chef des Kontrollgremiums seinen Rückzug vor Ablauf seiner Amtszeit 2016 angekündigt. Nur wenige Stunden später erklärte Bode gegenüber der „Kreiszeitung“ zur schnellen Amtsübernahme bereit zu sein. „Ich verspüre eine Verpflichtung, mich stärker als bisher einzubringen“, sagte er. Der Aufsichtsrat muss der Personalie zwar noch zustimmen - dies gilt aber als sicher.

Der bei den Werder-Fans beliebte Ex-Profi hatte den UN-Sonderbeauftragten Lemke vorab schon telefonisch über seine Bereitschaft informiert. „Ich begrüße das sehr, dass Marco mich heute angerufen hat und freue mich, dass das klappt“, sagte der 68 Jahre alte Ex-Manager. Zu seiner weiteren Zukunft im Aufsichtsrat erklärte Lemke: "Ich werde als einfaches Mitglied des Gremiums bis zum Ende meiner Wahlperiode im Jahr 2016 Marco Bode jede Form der Unterstützung geben." 

Auch Werders Geschäftsführung um Klaus Filbry, Thomas Eichin und Klaus-Dieter Fischer begrüßte die Entscheidung: „Marco ist ein großartiger Werderaner. Dass er nun diesen Schritt geht, freut uns alle sehr.“ Am Wochenende hatte sich bereits Günter Netzer für Bode ausgesprochen. Der Ex-Profi, der als Executive-Direktor des Bremer Vermarktungspartners Infront eine kurzfristige Finanzspritze von sieben Millionen Euro an den klammen Verein mitträgt, schätzt Bode über alle Maßen.

Der überraschend schnelle Rückzug von Lemke, der seit 2005 Aufsichtsratsboss ist, dürfte auch potenzielle Geldgeber auf den Plan rufen. Diese sollen Investitionen in den klammen Traditionsclub von einem Rücktritt des SPD-Politikers abhängig gemacht haben. Für Bode wird es in Zukunft vor allem darum gehen, mit Hilfe einer überschaubaren Verschuldung einen Ausweg aus der sportlichen Krise zu finden. „Ich glaube, dass ein Abstieg die größere Katastrophe ist. Es muss das erste Ziel sein, das zu verhindern“, hatte der 45-Jährige bereits vor einigen Tagen gesagt.
dpa

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