Jerome Gondorf mit neuer Friese

„Blondorf“ überzeugt in neuer Rolle

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Jerome Gondorf mit neuer Friese.

Bremen - Als die Werder-Spieler am Mittwochabend zum Aufwärmen den Rasen des Weserstadions betraten, dürfte sich der ein oder andere Fan verwundert die Augen gerieben haben: Jerome Gondorf war auf den ersten Blick aus der Ferne jedenfalls nicht zu erkennen.

Der 29-Jährige hatte sich die Haare vor dem Pokal-Achtelfinale gegen den SC Freiburg (3:2) blond, fast schon aschgrau gefärbt. „Ihr habt ihn gar nicht erkannt, oder?“, scherzte Werders Trainer Florian Kohfeldt hinterher gegenüber den Journalisten. Tatsächlich hatte man bei Gondorf an diesem Abend etwas genauer hingucken müssen: Mehr noch als durch seine Frisur fiel er durch seine neue Rolle auf dem Platz auf.

Kohfeldt hatte den Ex-Darmstädter in der Bremer Mittelfeldraute als zentralen Mann hinter den Spitzen aufgeboten - und dort fühlte sich Gondorf pudelwohl. Die ersten beiden Bremer Tore bereitete er mustergültig vor. Zunächst steckte er den Ball in den Lauf von Ishak Belfodil (3.), kurz darauf setzte er Florian Kainz auf dem linken Flügel per Pass mit dem Außenrist in Szene (20.). „Für mich ist die Rolle als Spielmacher nicht neu. Das habe ich in meiner Karriere schon gespielt“, sagte Gondorf, der bei Werder bis dato eher als Abräumer oder Achter zum Einsatz gekommen war. Auch an der Entstehung des Bremer 3:1 durch Philipp Bargfrede war er beteiligt - dieses Mal, weil er im Abseits stehend irregulär eingriff.

Lob vom Chef-Coach

Seine eigene Leistung wollte Gondorf nach dem Schlusspfiff nicht kommentieren. „Da habe ich eine Meinung drüber, aber die behalte ich für mich“, sagte er. Der Mittelfeldspieler will erstmal in Ruhe Weihnachten feiern, „dann ziehe ich ein persönliches Resümee meiner Hinrunde.“

Trainer Kohfeldt war da deutlich meinungsfreudiger. „Jerome war sehr laufstark, ein guter Balleroberer“, lobte der 35-Jährige - und betonte: „Mein Grundvertrauen in ihn ist sehr groß.“ Nachdem Gondorf zu Saisonbeginn noch Stammspieler gewesen war, hat er seinen Platz in der ersten Elf während der Hinrunde verloren. „Da ist es schön für einen Trainer, wenn einer wie Jerome zeigt, dass er eine Top-Leistung abrufen kann“, sagte Kohfeldt.

Werder Bremen gegen SC Freiburg

Werder Bremen gegen SC Freiburg.
Werder Bremen gegen SC Freiburg. © Gumz
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Werder Bremen gegen SC Freiburg. © nordphoto
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Und was war jetzt mit den blond-grauen Haaren? „Die hatte ich schon mal im Sommer 2016“, berichtete Gondorf, „jetzt wollte ich das wieder“. Als nicht ganz ernst gemeinten Grund für den neuen Look nannte der Profi das nahende Weihnachtsfest. „Meine Tochter freut sich bestimmt, wenn der Papa jetzt etwas mehr wie der Weihnachtsmann aussieht.“

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Quelle: DeichStube

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