Werder Bremen bleibt die Nummer eins im Norden

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Claudio Pizarro (31. Minute), Sebastian Prödl (49.) und Markus Rosenberg (56.) schossen die Tore für Werder Bremen.

Bremen. Mit 3:0 (1:0) gewann die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf das brisante Derby gegen Hannover 96 und hängte den Nachbarn im Kampf um die Europa-League-Plätze vorerst ab. Claudio Pizarro (31. Minute), Sebastian Prödl (49.) und Markus Rosenberg (56.) schossen am Sonntag vor 41 500 Zuschauern im ausverkauften Weser-Stadion den am Ende verdienten Sieg für die Bremer heraus.

Werder Bremen bleibt die Nummer eins im Norden. Der Tabellensechste der Fußball-Bundesliga hat mit 39 Punkten nun vier Zähler Vorsprung auf Hannover und rückte näher an den Fünften Leverkusen (40) heran.

Die Gäste waren 45 Minuten lang die klar bessere Mannschaft, müssen aber weiter auf ihren ersten Auswärtssieg in Bremen seit neun Jahren warten. „Am Ende haben wir nicht unverdient verloren“, resümierte Hannovers Sportdirektor Jörg Schmadtke diplomatisch. Werder war bei den ersten beiden Treffern jeweils nach Freistößen des eingewechselten Mehmet Ekici erfolgreich, das dritte Tor legte Pizarro vorbildlich für seinen Sturmpartner Rosenberg auf.

Werder Bremen gewinnt mit 3:0 gegen Hannover 96

Werder Bremen gewinnt mit 3:0 gegen Hannover 96

„Es ist wichtig, dass wir alle in der zweiten Halbzeit besser gespielt haben“, sagte Schaaf. „In der ersten Hälfte haben wir uns sehr schwergetan und hatten Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten sind.“ Sein Kollege Mirko Slomka haderte mit der Chancenverwertung und der Anfälligkeit nach Standardsituationen. „Wir kriegen zu viele Gegentreffer“, sagte Slomka und ergänzte: „Werder ist in der Chancenverwertung sehr konkret und effektiv.“

Nach einer knappen Stunde war die Partie entschieden, auch wenn es lange Zeit nicht nach einem derart klaren Bremer Sieg ausgesehen hatte. Beide Teams leisteten sich eine zehnminütige Aufwärmphase, ehe sich eine muntere und unterhaltsame Bundesliga-Partie entwickelte.

Den ersten Aufreger bekamen die Zuschauer nach einem Konter der Gäste zu sehen. Konstantin Rausch passte gekonnt in den Bremer Strafraum. Doch Didier Ya Konan, erst kurzfristig für den am Rücken verletzten Jan Schlaudraff in die Startelf gerückt, scheiterte an Nationaltorhüter Tim Wiese (14.). Nur vier Minuten später musste bei den Bremern Marko Marin wegen einer Oberschenkelverletzung seine Kurz-Schicht beenden und seinen Mittelfeldplatz für Ekici räumen.

Lange tat sich Werder schwer gegen die selbstbewussten Hannoveraner. Rausch (28.) und Lars Stindl (30.) hatten weitere gute Möglichkeiten, der erste Treffer aber fiel auf der anderen Seite des Stadions durch Pizarro. Bis dahin waren die Gäste das bessere Team. Hannover wirkte drei Tage nach dem Europa-League-Auftritt in Lüttich (2:2) zunächst ausgeruht und spielfreudig. „Normalerweise steht es 3:1“, sagte Schmadtke zur Pause am Sky-Mikrofon. So aber musste sein Team nach dem Wechsel dem unglücklichen Rückstand hinterherlaufen.

Die Noten: Werder Bremen - Hannover 96

Die Noten: Werder Bremen - Hannover

Die Bremer standen nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie unter Druck, steigerten sich aber in den zweiten 45 Minuten und verdienten sich den Sieg dank Effizienz und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Beim 2:0 musste Prödl, der nach seiner schweren Gesichtsverletzung ein erfolgreiches Comeback feierte, nur den Kopf hinhalten und den Ekici-Freistoß veredeln. Den dritten Bremer Treffer legte Pizarro für Rosenberg auf, der an Zieler vorbei den Ball ins Netz schob.

Nun schwanden dann doch die Kräfte bei der Elf von Trainer Mirko Slomka. Ya Konan traf elf Minuten vor Schluss zwar ins Bremer Tor, doch Schiedsrichter Christian Dingert gab das Tor wegen einer angeblichen passiven Abseitsstellung nicht. Die Bremer hatten nun keine Mühe mehr, die drei Punkte auf der Habenseite zu verbuchen.

Von Michael Rossmann

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