Ein Fußball-Spiel, kein G7-Gipfel

Besucher brauchen Geduld

Bremen - Manchmal muss man es sich nochmal in Erinnerung rufen: Was heute Nachmittag in Bremen stattfindet, ist ein Fußball-Spiel, kein G7-Gipfel. Trotzdem muss die Polizei mit geschätzt 1500 bis 1800 Einsatzkräften präsent sein, trotzdem muss der Ordnungsdienst um eine nicht genannte Zahl aufgestockt werden.

Ein Hubschrauber wird beim Bundesliga-Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV über dem Stadion kreisen, das ganze Gelände unter intensiver Beobachtung stehen. Alles, weil sich zwei Bedrohungen heute zu einer Gefahrenlage vermengen: Fan-Krawall und Terror-Gefahr. Die 42.100 Besucher müssen sich auf alte und neue Sicherheitsmaßnahmen einstellen:

• Kein Alkohol! In den Zügen nach Bremen gilt bis zum Anpfiff der Partie ein Alkoholverbot. Im Stadion selbst wird aber Bier ausgeschenkt.

• Penible Einlasskontrollen! Der Ordnungsdienst ist aufgerufen, Besucher noch genauer zu kontrollieren als sonst. Werder bittet deshalb, auf die Mitnahme von Taschen und Rucksäcken zu verzichten, damit es an den Eingängen nicht zu unnötigen Verzögerungen kommt. Das gilt auch für Besucher mit einem VIP-Ticket. Zudem sollen die Fans die frühere Öffnung des Stadions (Gästebereich 13.00 Uhr, Rest 13.30 Uhr) auch nutzen und nicht erst auf den letzten Drücker durch die Tore drängen.

• PKW-Check! Auch bei den Zufahrten auf die Parkplätze wird kontrolliert – speziell Autos mit Ziel Stadion-Tiefgarage werden inspiziert.

• Bahnhofssperrung! Die Polizei rechnet mit 4000 Werder- und 1500 HSV-Fans, die mit dem Zug anreisen. Um ein totales Chaos am Hauptbahnhof zu verhindern, kann es in der Stoßzeit zu kurzfristigen Sperrungen des Bahnhofs kommen. Erstmals schickt der HSV eigenes Sicherheitspersonal in die Züge gen Bremen.

csa

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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