Petralito besucht Eichin in stürmischen Zeiten

Wenn der weiße Sportwagen vorfährt

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Giacomo Petralito.

Bremen - Der weiße Sportwagen fällt ins Auge, der laute Motor geht ins Ohr – und der Mann, der diesen Wagen steuert, lässt in Bremen sofort aufhorchen: Giacomo Petralito. Der berühmte Schweizer Spielervermittler hat schon so manchen Profi zu Werder gebracht – oder von Werder weg. Möglich, dass er da ist, um den Bremern zu helfen, die aussortierten Eljero Elia und Ludovic Obraniak loszuwerden. Oder hat er einen Stürmer dabei, etwa einen neuen Franco Di Santo?

Nein, Petralito ist an diesem Donnerstagmorgen allein unterwegs. Eine Stunde lang dauert seine Unterhaltung mit Werder-Sportchef Thomas Eichin und Sportdirektor Rouven Schröder auf der Geschäftsstelle im Weserstadion. Dann geht der 65-Jährige wieder zu seinem Auto. Auf die Frage, was ihn nach Bremen getrieben hat, antwortet er kurz und knapp: „Das schöne Wetter.“ Den Regen kann er nicht sehen, er trägt Sonnenbrille. Aber Petralito ist ein höflicher Mensch, also fügt er noch erklärend an: „Ich komme seit 25 Jahren hierher zu meinen Freunden nach Bremen. Erst Willi Lemke, dann Klaus Allofs und jetzt Thomas Eichin.“ Gibt es denn keinen konkreten Anlass für den Besuch? „Fragen Sie Thomas“, antwortet Petralito, steigt in sein Auto und braust davon – inklusive cooler Daumen-Hoch-Geste.

Sturmproblem also doch gelöst? Ist etwa Petralito-Klient Lucas Barrios die Lösung? Der 30-jährige Ex-Dortmunder kickt inzwischen in Brasilien. Eichin lacht – nicht über Barrios. Zu Namen äußert sich der Sportchef nicht. Ihn amüsiert die Ungeduld der Medien. „Das ist doch normales Alltagsgeschäft“, sagt der 48-Jährige: „Ich bekomme jeden Tag Besuch von Agenten.“

Ob einer davon den gewünschten Angreifer – also einen Mittzwanziger für höchstens fünf Millionen Euro Ablöse – im Angebot hatte, lässt Sportchef Eichin offen. Er will nichts verraten. Bei dem Thema müssten sich alle bis zur Vollzugsmeldung gedulden. Basta! Bis dahin sollen Geschichten über weiße Sportwagen mit kleinen Schweizern am Steuer reichen – findet zumindest Eichin.

kni/mr

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