Kohfeldt setzt auf Werder-Talent

Benjamin Goller bei Werder plötzlich im Kreis der Hoffnungsträger

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Benjamin Goller könnte in der Rückrunde für Werder Bremen wichtiger werden.

Bremen – Florian Kohfeldt, Trainer des SV Werder Bremen, zählt Benjamin Goller zu den Spielern, „die in der Rückrunde den Klassenerhalt für uns realisieren sollen“. Das Talent ist plötzlich Hoffnungsträger.

Kurz gestoppt, kurz geschaut und dann sofort Maß genommen – da vorne, auf Höhe des gegnerischen Strafraums, galt es schließlich, keine Zeit zu verlieren. Denn Benjamin Goller hatte in der Mitte etwas entdeckt, oder besser gesagt: jemanden. Josh Sargent. Der Mittelstürmer des SV Werder Bremen war nahe des Elfmeterpunkts in Position gelaufen, wurde dort Sekunden später mustergültig von Goller bedient und traf per Kopf zum zwischenzeitlichen 2:1 im Testspiel gegen Hannover 96.

Es war eine Szene, in der Sargent die Hauptrolle spielte, ganz klar. Aber auch Goller hatte mit seiner Aktion einen weiteren Hinweis gegeben – darauf, dass er für Werder Bremen in der zweiten Saisonhälfte, die am Samstag mit dem Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf beginnt, noch richtig wichtig werden könnte. Für seinen Trainer Florian Kohfeldt steht das ohnehin fest. „Benni ist einer derer, die in der Rückrunde den Klassenerhalt für uns realisieren sollen“, sagte der 37-Jährige – und hielt fest: „Das ist für ihn ein guter Schritt.“

Werder Bremen: Benjamin Goller noch ohne Tor oder Vorlage

Ist es in der Tat. Denn nur zur Erinnerung: Als Benjamin Goller im Sommer aus der U19 von Schalke 04 nach Bremen wechselte, war er dort zwar für die Vorbereitung bei den Profis, danach aber eigentlich zunächst für die U23 eingeplant. Nur ein halbes Jahr und neun Bundesliga-Einsätze später zählt er an der Weser nun fest zum Kreis der Hoffnungsträger.

Es ist vor allem Gollers Unbekümmertheit auf dem Platz, die Kohfeldt gefällt, von der er hofft, „dass Benni sie sich beibehält“. In der Hinrunde war der 21-Jährige mehrfach durch forsche Dribblings und mutige Offensivaktionen aufgefallen – ertragreich waren sie allerdings noch nicht. Nach 271 gespielten Minuten stehen für den Außenstürmer weder ein Tor noch eine Vorlage zu Buche. Auch Kohfeldt weiß natürlich, dass bei Goller noch längst nicht alles funktioniert. „Im Passspiel muss er zum Beispiel noch klarer werden, da macht er Entscheidungsfehler“, sagte der Coach.

Werder Bremen: Benjamin Goller „eine echte Alternative“

Im Testspiel gegen den AC Monza (2:2) war während des Trainingslagers zu sehen gewesen, dass Benjamin Goller noch lernen muss. Beim 0:1 hatte er keine gute Figur gemacht, was Kohfeldt hinterher öffentlich thematisierte. Sachlich und nüchtern, schließlich wusste der Coach, dass er Goller in ungewohnter Rolle – auf der rechten Halbposition vor der Dreierkette – aufgeboten hatte. „Benni ist eine echte Alternative geworden, aber für eine Offensivposition, nicht unbedingt für eine Außenposition in einer Dreierkette. Das war eher aus der Not heraus“, sagte Kohfeldt.

Während der Rückrunde möchte der Trainer des SV Werder Bremen von Spiel zu Spiel entscheiden, ob und wenn ja, wie Goller helfen kann. „Er ist definitiv jemand, der für den Erfolg der Mannschaft in der Rückrunde eine relevante Rolle spielt“, betonte Kohfeldt – und schob hinterher: „Welche – ob als Einwechselspieler oder von Anfang an und auf welcher Position – das werde ich von Mal zu Mal entscheiden.“ (dco)

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Jetzt hat sich auch noch Florian Kohfeldt verletzt! Der Coach des SV Werder Bremen ist aber in Düsseldorf dabei.

Quelle: DeichStube

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